Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten
Migration und Teilhabe

Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten

Derzeit ist keine Bewerbung möglich.
Die Bewerbungsfrist endete zum 15. Oktober 2017. Bewerbungen werden voraussichtlich im 1. Quartal 2018 wieder möglich sein.

Die gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich vor dem Hintergrund der Flüchtlingszuwanderung abzeichnen, betreffen uns alle. Für das Zusammenleben ist es entscheidend, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und eine solidarische, offene und von Vielfalt geprägte Gesellschaft aufrecht zu erhalten und aktiv zu gestalten.

Mit dem Programm "Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten" fördern wir Praxisprojekte, die Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung vor Ort herstellen.

Welche Rolle spielen Begegnungen?

Vorurteile können dort abgebaut werden, wo es direkten Kontakt zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung gibt - basierend auf Neugierde, Wertschätzung und Respekt. Das zeigen unter anderem die Zwischenergebnisse der Studie "Von der Aufnahme zu gesellschaftlicher Teilhabe: die Perspektive der Flüchtlinge auf ihre Lebenslagen in Deutschland", die die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit dem SVR-Forschungsbereich durchführt.

Demnach wünschen sich Flüchtlinge echte soziale Kontakte zur Bevölkerung in Deutschland und stabile persönliche Beziehungen. Für die Entwicklung längerfristiger Bindungen und Freundschaften ist es daher umso wichtiger, persönliche Begegnungen zu schaffen, die über reine Unterstützungsleistungen hinausgehen.

 

Was bedeutet Begegnung auf Augenhöhe?

Mit vereinten Kräften und einem gemeinsamen Ziel stellen Menschen, die bereits länger vor Ort leben und Newcomer Projekte auf die Beine und profitieren von den gegenseitigen Stärken, Kompetenzen und Erfahrungen.

Wer kann sich bewerben?

  • Für eine Förderung bewerben können sich Initiativen aus Kommunen mit einer Einwohnerzahl von bis zu 100.000 (Stadtteile von größeren Kommunen fallen nicht darunter) oder strukturschwache Regionen. Initiatoren oder Kooperationspartner können kulturelle und soziale Einrichtungen, Gemeinden, Migrantenorganisationen, Flüchtlings(selbst)organisationen, Verbände und Vereine sein.
  • Das Projekt muss von Vertretern der lokalen Bevölkerung und Flüchtlingen gemeinsam geplant und durchgeführt werden. Alle am Projekt teilnehmenden Personen sollen gleichberechtigt an der Gestaltung der Begegnung mitwirken.
  • Gefördert werden neue Ansätze sowie der Transfer andernorts bereits erprobter Projektideen auf das eigene Umfeld.
  • Zielgruppen der Projekte sind in erster Linie Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung.
  • Es kann eine Förderung von maximal 20.000 € beantragt werden. Die Mindestprojektlaufzeit beträgt drei Monate.
  • Nicht gefördert werden Einzelveranstaltungen (z.B. Willkommensfeste) sowie reine Sprachkurse und Projekte zur Traumabewältigung. Auch Begegnungscafés, Onlineangebote für Flüchtlinge oder reine Freizeitaktivitäten können nicht gefördert werden.

Newsletter

Aktuelles zu unserem Schwerpunkt "Migration, Integration und Teilhabe".

Kontakt

Sara Genç
  • Wie stelle ich eine Anfrage?

Bitte bewerben Sie sich ausschließlich online. Füllen Sie die Felder möglichst präzise und vollständig aus. Sie können Ihre Bewerbung bei Bedarf speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bearbeiten und absenden. Das Hochladen von Dokumenten ist möglich.

  • Unterstützt mich die Robert Bosch Stiftung bei der Entwicklung und Planung meines Projekts?

Aus Kapazitätsgründen ist es uns nicht möglich, die individuelle Projektentwicklung und -planung zu unterstützen oder eine Projektberatung durchzuführen. Auch können wir einzelnen Wünschen nach telefonischen Rückmeldungen nicht entsprechen. Bitte gleichen Sie daher mit Hilfe des Ausschreibungstextes ab, ob Ihr ausgearbeitetes Konzept für das Programm geeignet ist und unseren Anforderungen entspricht. Konkrete Fragen zum Programm, deren Antwort sich nicht aus dem Ausschreibungstext heraus ergibt, können vereinzelt per E-Mail beantwortet werden.

  • Wann ist eine Begegnung auf Augenhöhe erreicht?

Das Programm soll dazu beitragen, Flüchtlinge nicht auf die Rolle als Projekt- und Hilfsempfänger zu reduzieren, sondern ihnen aktive Teilhabechancen ermöglichen. Um dies zu erreichen, muss ein gemeinsamer Prozess durchlaufen werden. Wir überlassen es Ihrer Kreativität, gute Ansätze für die Herstellung der Begegnung auf Augenhöhe zu finden.

  • Werden auch Sprachcafés, Sprachkurse und Schulungen gefördert?

Unser Programm zielt darauf ab, Flüchtlingen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sodass sie auf Augenhöhe und zusammen mit der Bevölkerung vor Ort handeln können. Hierfür sind Deutschkenntnisse eine erste Voraussetzung. Um Flüchtlinge nachhaltig in den gesellschaftlichen Alltag einbinden zu können, muss das Projektziel allerdings über die reine Sprachförderung hinausgehen - wenngleich diese indirekt immer eine Rolle spielt. Projekte wie Sprachcafés, Sprachkurse und Schulungen können daher nicht gefördert werden.

  • Einen Ort für Begegnungen schaffen - reicht das aus?

Orte der Begegnungen zu schaffen ist Voraussetzung dafür, dass sich Flüchtlinge im gesellschaftlichen Leben einbringen können. Ziel von "Miteinander, füreinander" ist es, diese Begegnungsorte so zu gestalten, dass das Gemeinsame, wie zum Beispiel Interessen und Bedürfnisse, sichtbar wird. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt - gesellschaftliche Teilhabe hat viele Gesichter.

  • Werden auch digitale Plattformen wie z.B. Online-Portale oder Apps gefördert?

"Miteinander, füreinander" zielt darauf ab, im lokalen Bereich Vorurteile zwischen Flüchtlingen und lokaler Bevölkerung abzubauen. Ein Weg dazu können direkte Begegnungen auf Augenhöhe sein. Digitale Plattformen wie z.B. Online-Portale oder Apps für Flüchtlinge können daher nicht gefördert werden. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit über das Internet und Social Media ist jedoch möglich.

Newsletter

Aktuelles zu unserem Schwerpunkt "Migration, Integration und Teilhabe".

Kontakt

Sara Genç