Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus - Internationale Studienreisen
Demenz

Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus - Internationale Studienreisen

Gesundheitsexperten teilen Erfahrungen

Flankierend zum Programm "Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus" fördert die Robert Bosch Stiftung von 2016 bis 2018 insgesamt drei Studienreisen zu internationalen Einrichtungen mit Vorbildcharakter zur Versorgung von Menschen mit Demenz.

Das Programm richtet sich an professionelle Akteure im Gesundheitswesen, die einen Beitrag zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus leisten oder diese verantworten. Jede Reise führt in ein für das Thema relevantes Land und beinhaltet den Besuch von modellhaften Einrichtungen und den Dialog mit Reiseleiter und Experten vor Ort. Der Eigenanteil je Teilnehmer beträgt 30 Prozent. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den von der Robert Bosch Stiftung geförderten Krankenhäusern im Programm "Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus" können beitragsfrei teilnehmen. Neben der finanziellen Förderung beinhaltet die Teilnahme an den Studienreisen auch Vor- und Nachbereitungsseminare zum Ertrag der Reiseerfahrungen sowie zur Förderung des fachlichen Austauschs der Teilnehmer über die Reise hinaus.

Mit der Förderung der Studienreisen sollen Krankenhäuser in Deutschland bei der Implementierung von innovativen, patientenorientierten Konzepten zur Versorgung von Menschen mit Demenz unterstützt und wichtige Veränderungsimpulse gesetzt werden.

Zweite Studienreise: Norwegen (2017)

Vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2017 findet die zweite Studienreise zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus nach Norwegen statt.

Menschen mit Demenz haben ein deutlich höheres Risiko innerhalb eines Jahres ins Krankenhaus eingewiesen zu werden als ihre Altersgenossen. Werden deren besondere Bedürfnisse während eines Krankenhausaufenthaltes nicht erkannt, kann dies zu einer Verschlechterung der Demenz führen. Die Sensibilisierung aller beteiligten Professionen und eine gute integrative Versorgung sind daher von besonderer Wichtigkeit. Hier lohnt ein Blick nach Norwegen. Denn in Norwegen hat sich ein facettenreiches Versorgungsangebot entwickelt, das unterschiedliche Angeboten für eine nachhaltige, integrierte und koordinierte Versorgung für Menschen mit Demenz vorsieht.

Erste Studienreise: Großbritannien (2016)

Bereits seit 2009 gehört eine gute Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus zu den nationalen Zielen in Großbritannien. Seitdem haben sich zahlreiche Krankenhäuser auf den Weg gemacht und innovative Modelle und Konzepte zur Versorgung von Menschen mit Demenz erprobt und eingeführt. Mit Erfolg: Demenz hat sich zu einem zentralen Thema für den nationalen Gesundheitsdienst Großbritanniens entwickelt und wird von immer mehr Akutkrankenhäusern nachhaltig verfolgt. Vom 4. bis zum 8. April 2016 besuchten 20 ausgewählte Teilnehmende renommierte Einrichtungen, die zur Spitzengruppe dieser Entwicklung gehören.

Verantwortlich für die Koordinierung und Durchführung des Programms ist das Institut g-plus am Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke.

Kontakt

g-plus – Zentrum im internationalen Gesundheitswesen
Telefon 02302 926-390

Kontakt in der Stiftung

Brigitte Stähle
Telefon 0711 46084-530