Operation Team - Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen

Ausschreibung "Operation Team - Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen"

Das Förderprogramm "Operation Team - Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen" geht in die zweite Förderrunde. Wir suchen weitere Lernstandorte in Deutschland, die interprofessionelle Lernangebote unter Beteiligung der Medizinischen Fakultäten entwickeln und dauerhaft etablieren wollen. Dafür stehen insgesamt Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro zur Verfügung.

Wir sind davon überzeugt, dass eine interprofessionelle Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte in den Gesundheitsberufen wichtige Grundlagen für eine gelungene Kooperation schafft. Denn eine gute und reibungsfreie Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen muss gelernt und eingeübt werden! Für die Bewältigung immer komplexer werdender Behandlungs- und Versorgungsabläufe ist es notwendig, nicht nur mit anderen Berufsgruppen zu kooperieren, sondern auch das "gesamte große Bild" mit den Aufgaben aller Beteiligten gut zu kennen und das berufliche Handeln aufeinander abzustimmen. Deshalb werden wir bis zu zehn weitere Projekte in die Förderung aufnehmen, die diese Perspektive in gemeinsamen Lerneinheiten für unterschiedliche Berufsgruppen aufgreifen und damit die interprofessionelle Kooperation der Gesundheitsberufe vorantreiben.

Bewerbungsschluss war der 15. Februar 2016.

Bitte beachten Sie, dass Ihr Antrag nicht länger als zehn Seiten ist! Weitergehende Informationen und Referenzen daher unbedingt in der Anlage platzieren.

Zunächst werden in einem Auswahlverfahren 16 Vorhaben ermittelt, die nach Stuttgart zur Vorstellung ihrer Projektidee und zur Diskussion mit dem Beirat eingeladen werden.

Die Vorstellung der Projekte findet am 7. und 8. April 2016 in Stuttgart statt.

Fragen und Antworten:
Was wollen wir erreichen?
Ziel ist, die monoprofessionelle Ausbildungskultur im Gesundheitswesen aufzubrechen sowie eine strukturelle Verankerung interprofessioneller Lehrangebote in substantieller Qualität und Umfang durchzusetzen und somit die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsprofessionen zu verbessern. Mit dem Programm wollen wir bewirken, dass
  • die künftigen Fachkräfte in den Gesundheitsberufen frühzeitig auf die interprofessionelle Zusammenarbeit vorbereitet werden,
  • der interprofessionelle Dialog bereits in der Ausbildung gestärkt wird,
  • interprofessionelle Lerneinheiten zu einem regulären Bestandteil der Ausbildung in allen Gesundheitsberufen werden.
Was bietet das Programm?
Es ist angestrebt, bis zu zehn Projekte für die Förderung auszuwählen. Dafür stellen wir insgesamt Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro zur Verfügung. Die Plausibilität des Finanzierungsplans ist ein Auswahlkriterium. Die Laufzeit der einzelnen Projekte kann bis zu zwei Jahre betragen.

Die Projektförderung ist in ein vielseitiges Rahmenprogramm eingebettet, das eine Vernetzung der Projekte von Anfang an vorsieht. Außerdem unterstützen wir einen Austausch mit den Projekten aus der ersten Phase des Förderprogramms, die gerne ihre Erfahrungen und Erkenntnisse weiter geben und zur Beratung zur Verfügung stehen. Vertreter der geförderten Projekte erhalten die Möglichkeit, eine individuelle Studienreise zu unternehmen und erfolgreiche interprofessionelle Konzepte im Ausland kennenzulernen. Den Erfahrungsaustausch und den Dialog zwischen den Projekten aus den beiden Förderphasen werden wir mit einem Vernetzungsworkshop vertiefen.

Gemeinsam mit allen Projekten möchten wir die Kommunikationsarbeit intensivieren, um die fachöffentlichen und -politischen Diskurse zugunsten von interprofessionellem Lernen und struktureller Verankerung zu verstärken. Mehrere Veranstaltungen und eine Fachtagung am Ende der Förderphase werden die Ergebnisse und Erfahrungen bilanzieren und die Projekte der Fachöffentlichkeit vorstellen.
Wer kann sich bewerben?
Das Programm richtet sich deutschlandweit an Universitäten, Hochschulen und nicht akademische Ausbildungseinrichtungen, die folgende Studien- oder Ausbildungsgänge in den Gesundheitsberufen anbieten: Humanmedizin, Pflege, Ergo- und Physiotherapie sowie Hebammenkunde und Logopädie.

Auch Ihre Projektidee steht bereits unter dem Motto "Operation Team": Das geplante Lehrangebot sollte nicht nur für mindestens zwei Berufsgruppen, sondern auch von mindestens zwei Berufsgruppen entwickelt und umgesetzt werden. Die Beteiligung einer medizinischen Fakultät bzw. des Studiengangs Humanmedizin am Projekt wird vorausgesetzt.

Die Anträge mit Beteiligung der medizinischen Fakultäten, die bereits im Rahmen des ersten Förderprogramms "Operation Team" gefördert werden, können bei dem Auswahlverfahren nicht berücksichtigt werden.
Was kann gefördert werden?
Für eine Förderung kommen verschiedene Lehrformate wie Pflicht- und Wahlpflichtseminare, Workshops oder ganze Module in Frage. Die Laufzeit des Projekts kann bis zu vier Semester betragen. Eine Erreichung der curricularen Integration der geplanten Lerneinheiten soll von Anfang an angestrebt und in der Planung berücksichtigt werden. Die geplanten Schritte zur Verstetigung der interprofessionellen Lerneinheiten sowie deren curriculare Integration sollen detailliert beschrieben und eine langfristige Umsetzungs- und Finanzierungsperspektive für das entwickelte Lehrangebot aufgezeichnet werden. Die Förderung kann voraussichtlich zum Wintersemester 2016/2017 beginnen.

Von der Förderung ausgeschlossen sind die Finanzierung bereits laufender Aktivitäten, die Umsetzung baulicher Maßnahmen sowie die reine Anschaffung von Lehrmaterial und Ausstattung.
So machen Sie mit!
Bewerben Sie sich zusammen mit mindestens einem Partner aus Hochschule, Universität oder nichtakademischer Ausbildungseinrichtung, wenn Sie interprofessionelle Lerneinheiten in den Gesundheitsberufen entwickeln, durchführen und an Ihrem Ausbildungsstandort dauerhaft etablieren wollen.

Die geförderten Projekte werden in einem Auswahlverfahren ermittelt. Dabei werden wir von einem unabhängigen Expertenbeirat unterstützt. Auf Grundlage der eingereichten Anträge werden ausgewählte Einrichtungen zur Vorstellung ihrer Projektidee nach Stuttgart eingeladen.

Bewerbungsschluss war der 15. Februar 2016.

Weitere Informationen

Kontakt

Irina Cichon
Telefon 0711 46084-139