Pressemeldungen 2015
Pressemitteilung

Robert Bosch Expertenkommission zur Flüchtlingspolitik bindet weitere Akteure ein: Wir schaffen das - gemeinsam

Berlin, 21. September 2015 – "Die Bewältigung der gewaltigen Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik schaffen wir, aber nur gemeinsam mit einer breiten gesellschaftlichen Allianz", so Armin Laschet, Vorsitzender der Robert Bosch Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik. Vertreter von Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, IG Metall, einer Flüchtlingsselbstorganisation und einem Beratungszentrum erhalten deshalb heute in zwei Anhörungsrunden die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Positionen in die Kommissionsarbeit einzubringen.

"Eine so große Anzahl von Akteuren engagiert sich bereits für die Teilhabe und gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen in Deutschland – von der Erst- und Notversorgung bei der Ankunft, dem Zugang zu Gesundheitsversorgung, der Organisation des ehrenamtlichen Engagements bis hin zur Integration in den Arbeitsmarkt. Für die Konzeption einer Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik ist es notwendig, mit allen Akteuren zu sprechen und dabei auch die Stimme der Flüchtlinge selbst nicht zu vergessen", so Laschet weiter. Daher war der Kommission die Anwesenheit einer Flüchtlingsselbstorganisation besonders wichtig, deren Vertreter bei der Anhörung die Perspektive der Flüchtlinge selbst einbringen.

Die Themen der Anhörung entsprechen den in der Expertenkommission diskutierten Fragen, darunter Zugang und Asylverfahren, Unterbringung und Wohnen, Zugang zu Gesundheitsleistungen und Gesundheitsversorgung, Sprachvermittlung und Spracherwerb, Zugang zu Bildungseinrichtungen, Ausbildung und Arbeitsmarkt, ebenso wie der Rückkehr und Rückführung. Die Ergebnisse des Tages werden in den Bericht der Expertenkommission einfließen.

Vor der Kommission sprechen werden
  • Dr. Stephan Dünnwald, Bayerischer Flüchtlingsrat
  • Katrin Gerdsmeier, Direktorin Deutscher Caritasverband e.V., Berliner Büro
  • Dr. Fessum Ghirmazion, IG Metall, Ressort Migration/Integration
  • Dr. Volker Jung, Vorsitzender der EKD-Kammer für Migration und Integration, Kirchenpräsident der Landeskirche Hessen-Nassau
  • Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland
  • Abimbola Odungbesan, Flüchtlingsinitiative "Lampedusa in Hamburg"
  • Christian Reuter, Vorstand des DRK-Generalsekretariats
  • Aron Schuster, stellvertretender Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
  • Walid Chahrour/Joachim Rüffer, Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten

Die von der Robert Bosch Stiftung Anfang 2015 einberufene Kommission bringt zehn hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie Handlungsempfehlungen für eine Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik in Deutschland. Dazu soll die Kommission das Fachwissen von möglichst vielen beteiligten Stellen strukturiert aufbereiten und sich der Politik als parteipolitisch unabhängiger Berater zur Verfügung stellen. Den Vorsitz der Kommission hat Armin Laschet, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands und ehemaliger Integrationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die weiteren Mitglieder der Kommission sind

  • Heinrich Alt, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit
  • Günter Burkhardt, Geschäftsführer Pro Asyl
  • Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
  • Dr. Michael Griesbeck, Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg
  • Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach
  • Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags
  • Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart
  • Roland Preuß, Süddeutsche Zeitung
  • Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks
  • Prof. Dr. Christine Langenfeld, Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (Gast)

Kontakt

Michael Herm
Telefon 0711 46084-290