Tagung "Junge Muslime im Web 2.0"
Migration und Teilhabe

Tagung "Junge Muslime im Web 2.0"

Das Internet und soziale Medien sind wichtige Elemente des Alltags und der Kommunikation von Jugendlichen. Dies gilt auch für religiöse Fragen. Junge Muslime berichten online über ihre Projekte und ihr Engagement, tauschen sich aus über Fragen ihrer Identitätsfindung, über Religion, Politik und Gesellschaft. Innerhalb muslimischer Jugendverbände dienen soziale Medien als Vernetzungsplattformen der Jugendlichen untereinander. Gleichzeitig stößt man auf islamischen Internetportalen vermehrt auf die sogenannten "Cyber–Fatwas", islamische Rechtsgutachten unterschiedlichster Seriosität, die auf verschiedenen Foren angefragt werden können, oder auf Varianten einer "Cyber-Daʿwa", also der "Einladung", den Islam anzunehmen bzw. ihn im Alltag deutlicher zu leben. Jihadistische Online-Propaganda und Radikalisierungstendenzen junger Muslime insbesondere durch das Internet sind eine Gefahr.

Auf der Tagung "Junge Muslime im Web 2.0", die von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie muslimischen Jugendverbänden am 8. und 9. Mai 2015 durchgeführt wurde, ging es genau um diese Themen. Über 50 Engagierte aus verschiedenen Jugendverbänden diskutierten über Chancen und Herausforderungen des Web 2.0, muslimische Jugendverbände stellten ihre Online-Arbeit vor und muslimische Blogger berichteten auf dem Podium über ihre Arbeit.

Die Tagungsreihe wird im Jahr 2016 durch die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart fortgesetzt. Sie ist entstanden aus dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekt "Gesellschaft gemeinsam gestalten - Junge Muslime als Partner", in dem die Jugendarbeit von islamischen Organisationen mit Fokus auf Baden-Württemberg untersucht wurde.

Kontakt

Raphaela Schweiger
Telefon 0711 46084-678
Nathalie Rajevic
Telefon 0711 46084-370