Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus

Verwandte Projekte

Das "Virtuelle Krankenhaus"

In modernen Krankenhausgebäuden mit ihren oft einheitlich gestalteten Stationen, Fluren und Zimmern fällt die Orientierung nicht immer leicht: Dies gilt umso mehr für Menschen, die kognitiv eingeschränkt sind und ohnehin im Alltag Schwierigkeiten haben, sich in neuen Umgebungen zurecht zu finden.

Das "Virtuelle Krankenhaus" des Dementia Services Development Centre in Stirling (Schottland) zeigt, wie ein Akutkrankenhaus anhand einfacher Designprinzipien demenzfreundlich gestaltet werden kann - und damit auch allen anderen die Orientierung erleichtert wird. Die Seite ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar.

Weitere Modellprojekte

Schon vor der Ausschreibung des großen Förderprogramms "Menschen mit Demenz im Krankenhaus" hat sich die Robert Bosch Stiftung für die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus eingesetzt. Einige Modellprojekte werden nachfolgend kurz vorgestellt.
Geriatrisch-internistische Station für akut erkrankte Demenz-Patienten (GISAD)
GISAD wurde als kleine, spezialisierte 6-Betten-Therapieeinheit 2004 am Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg gegründet. Sie hat Modellcharakter für die Optimierung der stationären Versorgung von Patienten mit Demenz und wurde nach Projektende in die Regelversorgung übernommen. Inzwischen wurden in verschiedenen Krankenhäusern Therapieeinheiten eingerichtet, die sich an diesem Modell orientieren.
Rehabilitation von demenzerkrankten Patienten mit Schenkelhalsfraktur
Die Forschungsgruppe Geriatrie der Charité-Universitätsmedizin in Berlin entwickelte ein Rehabilitationskonzept für Patienten nach einer Schenkelhalsfraktur mit einer leicht- oder mittelgradigen Demenz. Die Auswertung ergab, dass auch demenzerkrankte Patienten erfolgreich rehabilitiert werden können, wenn die Behandlung auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Verbesserung der Begleitung von Demenzpatienten im Krankenhaus
Das Krankenhaus Lübbecke untersuchte, wie die Lücke in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus unter Einbeziehung der Betroffenen und deren Angehörigen geschlossen und damit die Versorgungssituation von Demenzpatienten im Akutkrankenhaus verbessert werden kann. Es wurde ein Konzept zur Verbesserung der Begleitung entwickelt, das auch auf vergleichbare Institutionen übertragen werden kann.
Menschen mit Demenz im Krankenhaus – Ein bayernweites Projekt
Der Landesverband Bayern e.V. der Deutschen Alzheimer Gesellschaft will in diesem Projekt die Situation von Menschen mit Demenz im Krankenhaus und ihrer Angehörigen verbessern, indem demenzsensible Konzepte in Krankenhäusern umgesetzt, Angebote für Angehörige geschaffen und Ehrenamtliche für die Betreuung geschult werden. Begleitend wird ein Netzwerk in Bayern aufgebaut.
Selbsterhaltungstherapie als ambulantes Rehabilitationskonzept bei Demenzpatienten (RBK)
In der Zeit von Oktober 2005 bis Mai 2007 wurde am Robert-Bosch-Krankenhaus eine ambulante therapeutische Intervention für Patienten mit Demenz und deren Angehörige angeboten. Ziel des Programms war, die betroffenen Familien auf den Krankheitsverlauf sowie den Umgang damit vorzubereiten. Damit verbunden waren individuelle therapeutische Empfehlungen für Tätigkeiten des jeweiligen Patienten, die auch zu Hause unter Leitung von Angehörigen ausgeübt werden können.

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Kontakt

Cordula Hoffmanns
Telefon 0711 46084-855