Erinnerungskulturreise
Frieden

Erinnerungskulturreise

Der Umgang mit Vergangenheit ist eine der großen Herausforderungen in (Post-) Konfliktgesellschaften und bildet den Nährboden für ein Wiederaufflammen von Konflikten oder für die Entstehung neuer Konflikte. Konfliktparteien bestehen oft auf ihrer Interpretation der Vergangenheit. Eine differenzierte Perspektive, die sich mit der Wahrnehmung der Gegenseite bzw. auch vergleichend mit anderen Beispielen auseinander setzt, wird selten eingenommen. In vielen Ländern gibt es engagierte zivilgesellschaftliche Akteure und zunehmend auch Journalisten, die den Umgang mit der Geschichte, Wahrheitsfindung und den Aufbau von Erinnerungskulturen zum Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht haben. Für solche Initiativen sind die Möglichkeiten zum internationalen Austausch jedoch meist begrenzt.

Seit 2009 richtet die Robert Bosch Stiftung Studienreisen zur Erinnerungskultur und den Umgang mit Vergangenheit in Deutschland aus. Das Programm ermöglicht bis zu 18 Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen und Journalisten Einblicke in Herangehensweisen, Methoden und aktuelle Herausforderungen der Vergangenheitsaufarbeitung in Deutschland. Während einer einwöchigen Reise besuchen die Teilnehmer verschiedene Gedenkstätten in Deutschland und treffen Zeitzeugen, Experten zur deutschen Erinnerungskultur, Politiker, Journalisten und Vertreter der Zivilgesellschaft. Im Jahr 2014 wurde der Teilnehmerkreis von Vertretern aus Südosteuropa auf internationale Vertreter erweitert. Die Teilnehmer kamen im Jahr 2014 aus Afrika, Südamerika, Europa, Asien und der MENA-Region.

Die Ausschreibung zur Teilnahme an einer Reise wird jährlich veröffentlicht.

Kontakt

Verena Heinzel
Telefon 030 220025-326