Engagement braucht Leadership

Modellprogramm 2011-13

Die Robert Bosch Stiftung startete Anfang 2011 das Modellprogramm "Engagement braucht Leadership - Initiativen zur Besetzung und Qualifizierung ehrenamtlicher Vereinsvorstände", um Vereine als Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Drei Freiwilligenagenturen in Bremen, Halle/Saale und Mühlheim an der Ruhr haben neue Wege vereinsübergreifender lokaler Arbeit erprobt. Kooperationspartner der Robert Bosch Stiftung war das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE), das als Koordinierungsstelle des Programms die lokalen Standorte durch fachliche Begleitung und Wissenstransfer unterstützte.

In einer ersten Phase des Modellzeitraums (Juni 2011 bis Februar 2012) machten die drei projektdurchführenden Freiwilligenagenturen das Thema "Vorstandsarbeit und -besetzung" lokal bekannt und gewannen Partner. In einer zweiten Phase (März 2012 bis Mai 2013) führten die Projekte geeignete Maßnahmen wie Fortbildungen, Beratungsangebote, Vorträge und Vereinskonferenzen durch. Sie hatten zum Ziel, den identifizierten Unterstützungsbedarf in Hinblick auf Aufstellung und Arbeit von Vereinsvorständen konstruktiv zu bearbeiten und nachhaltige Wege einer weiteren Zusammenarbeit zu vereinbaren, die über die gegebene Programmförderung hinausreichen.

Das hervorgerufene Interesse an der Beschäftigung der Robert Bosch Stiftung mit der Vorstandsthematik war überwältigend: Aus allen Regionen Deutschlands gingen Anfragen von Vereinen, Verbänden, Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Mehrgenerationenhäusern und Engagementbeauftragten von Kommunen, Landkreisen und Bundesländern ein, die zeigten, dass das Programm "Engagement braucht Leadership" eine zentrale Frage aufgegriffen hat, wie bürgerschaftliches Engagement in Deutschland zukünftig gestaltet werden kann.

Um die guten Erfahrungen aus dieser Modellphase in die Breite zu tragen und in der Engagementpolitik einzelner Bundesländer zu verankern, wird das Programm seit 2014 durch Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Akteuren in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen fortgesetzt, die sich für "Engagement braucht Leadership" zu Landesnetzwerken zusammengefunden haben. Um einen Wissenstransfer sicherzustellen, stehen diese in engem Austausch mit den Standorten der Modellphase.

Weitere Informationen zu den Modellstandorten in Bremen, Mülheim an der Ruhr und Halle/Saale entnehmen Sie der rechten Marginalspalte.