Karl-Dedecius-Preis

2015 Darmstadt

Die Übersetzer Katarzyna Leszczyńska und Sven Sellmer erhalten für ihre herausragenden Leistungen den Karl-Dedecius-Preis

"Übersetzerinnen und Übersetzer ermöglichen so etwas wie "Weltliteratur", entdecken für uns neue oder in Vergessenheit geratene interessante Autoren, machen wichtige, wertvolle Bücher ausfindig und durch ihre Übersetzungen erst zugänglich", sagte Dr. Kurt W. Liedtke, Vorsitzender des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung, während der Preisverleihung im Karolinensaal im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt.

Dieses Jahr geht der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Karl-Dedecius-Preis an Katarzyna Leszczyńska und Sven Sellmer. Eine deutsch-polnische Jury unter dem Ehrenvorsitz von Karl Dedecius wählte die beiden Preisträger aus und würdigte ihre translatorischen Leistungen sowie ihre Vermittlungsarbeit zwischen den Nachbarländern.

In ihrer Laudatio auf Katarzyna Leszczyńska lobte die polnische Verlegerin Monika Sznajderman deren "außergewöhnliche, göttliche Gabe zu verstehen, was ‚fremde Augen‘ sagen". Leszczyńska bedankte sich bei "ihren Autorinnen" und sagte: "Die hohe Würdigung meiner Arbeit macht mich glücklich und verschlägt mir die Sprache: Mit diesem wunderbaren Preis werden (doch) mein Gespräch mit den Büchern und mein Vermittlungsdrang geehrt."

Die polnische Schriftstellerin Zyta Rudzka fand in ihrer Laudatio auf den Übersetzer Sven Sellmer ganz persönliche Worte für die inspirierende Zusammenarbeit zwischen Autor und Übersetzer: "Wenn Literatur die Kunst ist, Fragen zu stellen, dann ist die Begegnung mit einem hervorragenden Übersetzer der Moment, in dem der Schriftsteller sich gezwungen fühlt, auf seine eigenen Fragen zu antworten." Sellmer selbst fand während seiner Dankesrede auch kritische Worte zur Situation der Übersetzer: "Trotz aller erfreulicher Entwicklungen in den letzten 20-30 Jahren ist es doch immer noch nicht in jedem Fall selbstverständlich, dass die Übersetzerin oder der Übersetzer eines literarischen Werkes geschätzt, ja auch nur bewusst wahrgenommen wird."

Nestor und Übersetzer Karl Dedecius schloss seine poetische Festrede mit einer eigenen Übersetzung des Gedichts "Haarzopf des Herbstes" von Jarosław Iwaszkiewicz. Musikalisch begleitet wurde die Preisverleihung mit polnischen Jazz-Impressionen von Vitold Rek (Kontrabass) und Waldemar Szymański (Violine). Veranstalter waren das Deutsche Polen-Institut und die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Karl Dedecius Literaturarchiv.

Bilder der Preisverleihung

Fotos: Daniel Lechowski

2015 Darmstadt

Katarzyna Leszczyńska i Sven Sellmer otrzymali w dniu 12 czerwca Nagrodę im. Karla Dedeciusa dla niemieckich tłumaczy literatury za wybitne osiągnięcia w dziedzienie przekładu oraz zasługi dla dialogu polsko-niemieckiego. Ta bilateralna Nagroda została wręczona już po raz siódmy, tym razem w Darmstadt. W swojej laudacji na cześć Katarzyny Leszczyńskiej szefowa wydawnictwa „Czarne”, Monika Sznajderman, podkreślała „niezwykły, od Boga dany dar tłumaczki rozumienia tego, co mówią obce oczy”. W laudacji na cześć Svena Sellmera Zyta Rudzka w bardzo osobisty sposób opisała szczególne więzi i inspirującą współpracę między autorem i tłumaczem. Karl Dedecius zakończył swoje poetyckie przemówienie wierszem „Warkocz jesieni” Jarosława Iwaszkiewicza w tłumaczeniu własnego autorstwa. Vitold Rek (kontrabas) i Waldemar Szymański (skrzypce) zagwarantowali ze swoimi jazzowymi impresjami muzyczną oprawę uroczystości na najwyższym poziomie.

Organizatorem uroczystości są Deutsches Polen-Institut i Fundacja im. Roberta Boscha we wspόłpracy z Fundacją Archiwum Literackie Karla Dedeciusa.