Studie: Diskriminierung am Ausbildungsmarkt
Migration und Teilhabe

Studie: Diskriminierung am Ausbildungsmarkt

Ausmaß, Ursachen und Handlungsperspektiven

Eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen von Integration ist, dass grundsätzlich alle Menschen die gleichen Zugangschancen zum Bildungssystem und zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben. Um diese chancengleiche Teilhabe für alle zu ermöglichen, muss besonders ethnische Diskriminierung verhindert werden.

In einem gemeinsamen Projekt hat der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration quantitativ untersucht, in welcher Form und in welchem Ausmaß Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland beim Zugang zum Ausbildungsmarkt diskriminiert werden. Dabei wurde in einem Experiment getestet, ob männliche Bewerber mit einem türkischen Namen im Vergleich zu Bewerbern mit einem deutschen Namen bei gleichen Eigenschaften und gleicher Qualifikation genau so häufig zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden.

Die Studie konnte aufzeigen, dass Schüler mit türkischem Namen auch bei vollkommen gleichen Ausgangsvoraussetzungen deutlich schlechtere Aussichten haben, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass es ernst zu nehmende Hürden auf Seiten der ausbildenden Arbeitgeber gibt und ein diskriminierungsfreier Zugang zur Ausbildung im dualen System in Deutschland noch nicht gewährleistet ist.
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (Hg.)  Studie: Diskriminierung am Arbeitsplatz  Lesen und empfehlen

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Sara Genc
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