Dialog mit der Zeit. Die Erlebnisausstellung

Dialog mit der Zeit. Die Erlebnisausstellung

Wie möchte ich im Alter leben? Was sind die Herausforderungen des Älterwerdens? Welche Möglichkeiten und Chancen eröffnen sich - jetzt und in Zukunft? "Dialog mit der Zeit. Die Erlebnisausstellung" geht diesen Fragen auf ungewöhnliche Weise nach: In Begleitung von speziell geschulten Senior-Guides werden die Besucher mit den unterschiedlichen Facetten des Alters und des Alterns konfrontiert.

Die Ausstellung war zunächst in Frankfurt und Berlin im Museum für Kommunikation zu sehen. In Berlin wurde sie Ende März 2015 durch Bundespräsident Joachim Gauck mit einer Grundsatzrede zu neuen Altersbildern in einer länger lebenden Gesellschaft eröffnet. Zum Herbst zog die Ausstellung weiter in die Schweiz und eröffnete am 13. November 2015 im Museum für Kommunikation Bern. Besucher können dort bis Juli 2016 die Erfahrungswelt der Älteren ergründen.

Warum eine Ausstellung zum Thema Alter(n)?
Wir leben in einer Gesellschaft der Langlebigkeit - das ist ein toller Fortschritt und ein Grund zur Freude. Oftmals wird die "Überalterung" jedoch als problematisch angesehen und Alter(n) überwiegend mit dem Verlust von Lebensqualität assoziiert. Vornehmlich negative Sichtweisen behindern einen kreativen und konstruktiven Umgang mit dem Alter(n) und beeinflussen nicht nur unsere persönlichen Erwartungen an den eigenen Alterungsprozess und die Lebenssituation im Alter, sondern auch das Miteinander der Generationen. Die Ausstellung leistet daher einen wichtigen Beitrag, jung und alt einen erlebnis- und erfahrungsorientierten Zugang zum Thema Alter(n) zu ermöglichen und die Diskussion über die Altersbilder in unserer Gesellschaft anzustoßen.
  • "Lassen Sie uns das Alter bewusster neu denken – in Bildern vom Alter und vom Älterwerden, die auch die Potentiale dieser Lebensspanne beschreiben. Dann kann es uns gelingen, aus einer alternden Gesellschaft noch stärker eine selbstbestimmte und starke Gesellschaft des längeren Lebens zu formen", sagte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung.

Die Ausstellung
Insgesamt fünf Themenstationen bieten vielfältige Anregungen, sich in der Gruppe mit den Senior-Guides über Vorstellungen und Erfahrungen auszutauschen. Dabei setzen sich die Gäste nicht nur mit dem eigenen, sondern auch dem Altern anderer sowie dem demografischen Wandel der Gesellschaft auseinander. Neben dem generationsübergreifenden Dialog bietet die Ausstellung die Möglichkeit zum interaktiven Selbstversuch: So können die Besuchergruppen ausprobieren, wie sich das Treppensteigen im Alter anfühlt oder das Öffnen der Haustür mit zittriger Hand zur schwierigen Aufgabe wird. Im spielerisch auferlegten "Ruhestand" erfahren sie, welche Zäsur das Rentenalter bedeuten kann. Dass der Herbst des Lebens neben möglichen Einschränkungen auch Bereicherungen für uns bereithält, führen positive Altersgeschichten vor Augen. Am Ende ergibt sich ein differenziertes Bild vom Altern und Altsein, das mit Vorurteilen aufräumt.

Die Partner

Die Ausstellung ist eine Produktion des Dialog im Dunkeln Vereins zur Förderung der sozialen Kreativität e.V. in Kooperation mit dem Museum für Post und Telekommunikation und wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung und dem Generali Zukunftsfonds sowie der Pfizer Deutschland GmbH.

Kontakt

Tobias Nerl
Telefon 0711 46084-855

Bilder zur Ausstellung

Fotos: Kay Herschelmann 
"Lassen Sie uns das Alter bewusster neu denken", betonte Bundespräsident Joachim Gauck bei der Eröffnung.