Pressemeldungen 2015
Pressemitteilung

Engagiert für Europa: Sonja Licht und Iveta Radičová neue Richard von Weizsäcker Fellows

Berlin, 12.3. März 2015. In Berlin kreuzen sich die Wege zweier engagierter Europäerinnen, die ihre Heimatländer auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben: Sonja Licht aus Serbien und Iveta Radičová aus der Slowakischen Republik haben ihre Arbeit als Richard von Weizsäcker Fellows an der Robert Bosch Academy aufgenommen. Darüber hinaus kehrt Huang Jing, Richard von Weizsäcker Fellow in 2014, Ende März für drei Tage zurück in die deutsche Hauptstadt. Auf Anfrage vermittelt die Robert Bosch Academy Gespräche zwischen Fellows und Medienvertretern.

Sonja Licht gehört zu den bekanntesten Aktivistinnen Südosteuropas. Schon in den frühen 1960er Jahren engagierte sie sich in Titos Jugoslawien für eine starke Zivilgesellschaft. Nach dem Zerfall Jugoslawiens setzte sie sich für die Verständigung zwischen den jungen Nationalstaaten der Region ein. Als Vorsitzende des Rats für Auswärtige Beziehungen des serbischen Außenministeriums begleitet Sonja Licht außerdem den Weg Serbiens zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit und unterstützt die Annäherung ihrer Heimat an die EU. Ein besonderes Anliegen Sonja Lichts ist die Förderung junger politischer Talente. Deshalb gründete sie 2004 den Belgrade Fund for Political Excellence, dessen Präsidentin sie bis heute ist. Mit Sorge beobachtet die mehrfach international ausgezeichnete Aktivistin, wie Ressentiments und Rassismus in Europa um sich greifen.
"Es ist geradezu lächerlich, dass sich xenophobe Hetzer als Bewahrer europäischer Traditionen aufspielen. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wird Europa nur bewältigen, wenn sich seine Bürger auf Solidarität und die Werte der Aufklärung besinnen."

Iveta Radičová ist der europäischen Öffentlichkeit vor allem durch zwei Ereignisse bekannt geworden: Sie wurde 2010 als erste Frau zur Ministerpräsidentin der Slowakischen Republik gewählt. Weniger als zwei Jahre später opferte sie ihr Amt, um den Europäischen Rettungsschirm zu ermöglichen. Iveta Radičová lehrte als Gastprofessorin an Universitäten in Österreich, Belgien, der Tschechischen Republik, Finnland, Schweden, Großbritannien und den USA. 2013 war sie Fellow im Projekt für Medien und Demokratie in Mittel- und Osteuropa an der Oxford University. Seit Februar 2015 berät Iveta Radičová die EU-Justizkommissarin Vĕra Jourová unter anderen in Fragen der Korruptionsbekämpfung und der Geschlechtergerechtigkeit.

Neben Sonja Licht und Iveta Radičová erwartet die Robert Bosch Academy einen ehemaligen Fellow in Berlin: Huang Jing debattiert am 26. März mit Fyodor Lukyanov, Chefredakteur der Zeitschrift Russia in Global Affairs. Thema sind die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Russland und China, die vor dem Hintergrund des Ukrainekonflikts intensiver werden. Huang Jing war 2014 Richard von Weizsäcker Fellow und leitet das Centre on Asia and Globalisation (CAG) und lehrt an der National University of Singapore. Seine gründliche Kenntnis der chinesischen Politik und seine Expertise in Sicherheitsfragen des asiatisch-pazifischen Raums haben ihn auch über die Grenzen Chinas hinaus zu einem gefragten Berater gemacht.

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