Denkwerk

Wirtschafts- und Naturräume: Landschaft als Ressource und Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen

Koordinatorin: Dr. Susanne Kost, Universität Stuttgart, Institut für Landschaftsplanung und Ökologie

Landschaften verändern sich durch gesellschaftliche Entwicklungen, neue Wirtschaftsweisen und Lebensstile. Was in verschiedenen Zeitepochen den Lebens- und Arbeitsalltag bestimmte, hat durch gesellschaftliche Erneuerungen zu räumlichen und ästhetischen Veränderungen der Landschaft geführt. Im Projekt arbeiten Schüler der Wilhelm-Schickard-Schule Tübingen und der Theodor-Heuss-Schule Reutlingen in einem Seminarkurs die verschiedenen Zusammenhänge zwischen der Geschichte, den räumlichen Gegebenheiten und der heutigen Nutzung des sie umgebenden Landschaftsraums heraus.

Mit dem Projekt wollen wir die Schüler befähigen, die Geschichte einer Landschaft, ihr heutiges (Erscheinungs-)Bild und die Wirkungszusammenhänge zwischen Wirtschafts-, Kulturlandschafts- und Naturraum „lesen“ zu können. Unser Ansatz verfolgt eine interdisziplinäre Betrachtung der wirtschaftlichen, ökologischen sowie der sozialen, ästhetischen, emotionalen Dimensionen von Landschaft. Gleichzeitig nehmen die Schüler ihre Region, ihr Wohnumfeld bewusst(er) wahr (Sensibilisierung).

Mit Hilfe von Recherchen, Vorträgen, Übungen, Exkursionen und Befragungen wollen wir zum einen die Schüler dazu ermuntern, Ihr eigenes Umfeld, Ihren Landschafts- und Alltagsraum mit anderen Augen neu zu entdecken. Zum anderen soll auch das „Bild im Kopf“ über einen bestimmten Landschafts- und Wirtschaftsraum, dass jeder in sich trägt, mit der Realität reflektiert werden. Zum dritten werden aktivierende (Arbeits-)Methoden und Methoden der Feldforschung vermittelt, mit denen die Schüler befähigt werden, wissenschaftlich zu arbeiten, eigene Untersuchungen durchzuführen und somit ein tiefergehendes Verständnis für die sie umgebende Landschaft zu entwickeln.