Denkwerk

Denkwerk Mittelalter. Schüler erforschen im Museum gesellschaftlichen Wandel

Koordinator: Professor Dr. Peltzer, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde (FPI)

Das auf zwei Jahre angelegte Projekt möchte die zentralen Lernorte Universität, Schule und Museen miteinander verknüpfen. Im Zentrum stehen Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9. Sie werden durch eigens entwickelte Seminare an der Universität Heidelberg an das wissenschaftliche Arbeiten der Fächer Mittelalterliche Geschichte und Kunstgeschichte herangeführt. Die Umsetzung in die Praxis erfolgt im Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg. Dort erhalten sie unter wissenschaftlicher Anleitung die Gelegenheit, anhand von Objekten aus der Zeit zwischen ca. 300 und 1500 selbst zu forschen und Ausstellungskonzepte zu den Themenbereichen „Von den Römern zu den Franken. Ladenburg im frühen Mittelalter“ und „Zwischen Bischof und Pfalzgraf. Ladenburg im späten Mittelalter“ zu entwerfen. Die Schülerinnen und Schüler werden damit Anforderungen an zeitgemäße, ihre Altersgruppe ansprechende Ausstellungskonzepte artikulieren und konzeptualisieren.

In diesem Projekt geht es insbesondere darum, über die Beschäftigung mit den andersartigen Gesellschaften des Mittelalters dazu beizutragen, den Blick der Schülerinnen und Schüler für die Pluralität von Gesellschaftsformen und Wertevorstellungen zu schärfen. Darüber hinaus werden sie für die Geschichte ihrer Region und die Möglichkeiten ihrer Erforschung und Darstellung in hohem Maße sensibilisiert. In diesem auf Reziprozität ausgelegten Lernprozess sollen die Dozenten, Museumsmacher und Lehrer ihrerseits vom Blick der Schüler auf die Darstellung von Geschichte lernen. Wie man mittelalterliche (Kunst)geschichte für Jugendliche ausstellt, ist eine der Kernfragen des Projekts.

Das Projekt ist am Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde (FPI) der Universität Heidelberg angesiedelt und wird unter der Leitung von Prof. Dr. Peltzer (FPI) in Kooperation mit Prof. Dr. Schneidmüller (FPI), Prof. Dr. Untermann (Institut für Europäische Kunstgeschichte), Frau Barthel (Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg), Herrn May (Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg) und Dr. Hensen (Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg) durchgeführt.

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