Aktuelles
Aktuelle Themen 2014

Gauck lobt Engagement für Ostdeutschland

"Neulandgewinner" als positives Beispiel erwähnt

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Stiftungen aufgerufen, sich weiter in Ostdeutschland zu engagieren. "Wer die Zivilgesellschaft in einer Region stärken will, der muss auch die Stiftungen stärken", sagte Gauck auf dem Stiftungstag in Hamburg. Lobend erwähnte er die Robert Bosch Stiftung mit dem Programm "Neulandgewinner". Joachim Gauck sprach zur Eröffnung des Deutschen StiftungsTags 2014 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Der Deutsche StiftungsTag vom 21. bis 23. Mai stand in diesem Jahr unter dem Motto "Deutsche Stiftungen: Mitten im Fluss und gegen den Strom". Insgesamt nahmen über 2.000 Akteure der Stiftungswelt teil.
Bundespräsident Joachim Gauck bei seiner Rede in Hamburg
Auszug aus der Rede des Bundespräsidenten:

„(…) Ähnliches gilt für die Optimierung der regionalen Verteilung Ihrer Arbeit. Dazu gehört für mich nach wie vor der Ausbau des Stiftungswesens in Ostdeutschland. Das Gefälle zwischen den alten und den nicht mehr ganz neuen Bundesländern ist bekanntlich noch erheblich. Neben den Nachwirkungen von Sozialismus und Planwirtschaft stehen handfeste materielle Aspekte einem Aufholen des Ostens entgegen, allen voran die Tatsache, dass es dort weniger Unternehmen, zumal solche mit ausreichendem Kapitalstock, und deutlich weniger vermögende Privatpersonen gibt. Umso wichtiger ist es, dass Sie, meine Damen und Herren, zwischen Schwerin und Dresden tätig bleiben und dass Sie vor Ort die nötigen Allianzen finden, Großzügigkeit, Gründergeist und gute Rahmenbedingungen. Wann immer ich die Gelegenheit habe, spreche ich darüber mit Lokal- und Landespolitikern: Wer die Zivilgesellschaft in einer Region stärken will, der muss auch die Stiftungen stärken!

Hier ist die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Gerade deshalb möchte ich an dieser Stelle jenen danken, die trotz der schwierigen Voraussetzungen im Osten unseres Landes in den vergangenen Jahren Stiftungen gegründet haben. Die Zahlen geben durchaus Grund zur Zuversicht. Zwischen 2008 und 2013 konnten die Initiative Bürger- und Gemeinschaftsstiftungen Ost und die Stiftungsinitiative Ost mindestens 50 neue Stiftungen von der Absichtserklärung bis zur Gründung begleiten. Der Bundesverband hatte daran maßgeblichen Anteil. Auch die Reaktivierung alter Stiftungen ist gelungen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Vielzahl von Stiftungen, die zwar ihren Sitz im Westen haben, aber auch im Osten ihren Zweck verfolgen, etwa beim Denkmalschutz mit seinen großartigen Leistungen oder mit Projekten wie "Bürger.Innen.Land Mecklenburg-Vorpommern" und "Neulandgewinner", um nur zwei Beispiele zu nennen. Danke für solche Initiativen! (…)“