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United World College: Freiburger Regierungspräsidium bezuschusst Sanierung der Kartaus

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergibt der Robert Bosch Stiftung Zuschussbescheid für Sanierung der Kartaus

Vor der Freiburger Kartaus übergab Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer am 8. Januar 2014 einen Förderbescheid in Höhe von 538.450 Euro an Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. Der Zuschuss deckt die Hälfte der förderfähigen Mehrausgaben, die bei der laufenden aufwändigen Sanierung der Kartaus für die denkmalpflegerischen Restaurierungsarbeiten anfallen. Das ehemalige Kartäuserkloster in Freiburg wird derzeit für die zweihundert Schüler des internationalen Oberstufeninternats umgebaut. Außer dem UWC Robert Bosch College wird nur das Freiburger Münster mit rund 800.000 Euro in vergleichbarer Höhe vom Freiburger Regierungspräsidium gefördert.

Die Geschäftsführerin Dr. Ingrid Hamm, die aus Stuttgart angereist war, nahm den Förderbescheid erfreut entgegen: "Mit der Kartaus haben wir einen wunderbaren Ort für das UWC Robert Bosch College gefunden, der die Lernatmosphäre an der internationalen Schule prägen wird. Wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn junge Menschen aus der ganzen Welt die denkmalgeschützte und vorbildlich sanierte Anlage mit neuem Leben füllen werden."

Bärbel Schäfer hob die gute Zusammenarbeit von Stiftung, Stadt Freiburg und Denkmalpflege hervor: "Die Projektvorbereitung war geprägt von einer engen und guten Abstimmung aller Beteiligten. Das von Ihnen beauftragte Architekturbüro war ein hervorragendes Verbindungsglied, was auch unsere Denkmalpflegespezialisten bestätigen. Dass Sie es verstehen, Neues zu schaffen und das städtebauliche Kunststück vollbringen, es in eine spannende Beziehung zum Alten zu setzen, hat Freiburg überzeugt."

Die Regierungspräsidentin erinnerte daran, dass vor genau einem Jahr hinter der Kartaus die Befunde der archäologischen Grabung Gegenstand eines Pressetermins gewesen seien. Schon damals habe sich die Stiftung außerordentlich engagiert und selbst Geld in die Hand genommen, um den Bestand zu erschließen und zu dokumentieren. Die staatliche Denkmalpflege könne daher insgesamt sehr froh sein, mit einem solch kooperativen Partner zusammen zu arbeiten.

Dr. Dagmar Zimdars, im Regierungspräsidium Freiburg Leiterin des Bereiches "Bau- und Kunstdenkmalpflege", begründete die relativ hohe Zuschusssumme. Man habe seitens der Denkmalbehörden Wert gelegt auf die Dokumentation, den Erhalt, die Reparatur sowie die schonende Fortschreibung des historischen Bestandes gefordert. Die gelte insbesondere in Blick auf die Erhaltung der Grundrisse und des konstruktiven Gefüges, für die Putz- und Farbfassungen innen und außen sowie für die Erhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten z. B. von Gesimsen, Sockeln, Treppen etc. "Der Zuschuss ist zwar relativ hoch, deckt den denkmalpflegerischen Mehraufwand aber lediglich zur Hälfte", so Dr. Dagmar Zimdars.
Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Schulleiter Laurence Nodder (von links nach rechts)

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