Pressemeldungen 2014
Pressemitteilung

Robert Bosch Stiftung zeichnet im Ideenwettbewerb "On y va – auf geht’s!" deutsch-französisches Engagement aus

  • Erster Preis geht an trinationale Müllkunst-Aktion im Senegal
  • Bürgerschaftliche Projekte aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Kunst ausgezeichnet
  • Gewinner kommen aus Hamburg, München, Wuppertal und Berlin

Ludwigsburg, 09. November 2014 – Die Robert Bosch Stiftung hat am Sonntag im Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg die Gewinner des deutsch-französischen Ideenwettbewerbs "On y va – auf geht’s!" ausgezeichnet. Eine Jury wählte aus 15 teilnehmenden Projekten vier herausragende Initiativen aus, in denen sich Bürger beider Länder gemeinsam ehrenamtlich engagieren. Prämiert wurden eine trinationale Müllkunst-Aktion, ein Austauschprojekt zum Thema Alzheimer, ein Musikprojekt von Jugendlichen sowie ein Theaterstück über die Folgen der Finanzkrise.

Der von der Robert Bosch Stiftung ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an Bürgerinitiativen und gemeinnützige Organisationen, die über die Ländergrenzen hinweg etwas bewegen wollen. "Mit unserem Wettbewerb wollen wir sichtbar machen, dass gute Beziehungen nicht nur Aufgabe der Politik sind, sondern auch vom gemeinschaftlichen Engagement der Bürger leben", so Markus Lux von der Robert Bosch Stiftung.

Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die trinationale Müllkunst-Aktion "Système D – Einfälle statt Abfälle", die sich des Müllproblems der senegalesischen Stadt Ziguinchor auf unkonventionelle Weise annahm: Ein Team aus Sozialpädagogen, Künstlern und Jugendlichen aus Ziguinchor (Senegal), Hamburg (Deutschland) und Aubervilliers-Paris (Frankreich) mobilisierte die Stadt im Süden des westafrikanischen Landes zu einer großen Aufräum-Aktion und sensibilisierte die Bewohner mit einer Kunst-Performance für das Thema Müll und den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Der zweite Preis in Höhe von 3.500 Euro ging an das Austauschprojekt "Rencontre sans frontières/Grenzenlos" der Alzheimer Gesellschaft München und France Alzheimer Vaucluse in Le Pontet bei Avignon. Die beiden Vereine organisierten zusammen mit Betroffenen und Angehörigen eine jeweils einwöchige Reise im Nachbarland. Durch verschiedene Aktivitäten und Gespräche mit Gleichbetroffenen konnten die Teilnehmer neue Kraft für den Alltag zu Hause schöpfen.

Den dritten, mit 2.000 Euro dotierten Preis erhielt das Musikprojekt "Rock/Pop au-delà des frontières" einer Jugendgruppe aus Wuppertal und eines Jugendhauses aus Épinal, die mit ihren selbstgeschriebenen Songs gemeinsam in Deutschland und Frankreich auftraten.

Eine Sonderauszeichnung und 1.000 Euro für ein besonders gelungenes multilaterales Projekt zwischen Deutschen, Franzosen und einem Partner aus einem dritten Land ging an das Projekt "Jeunesses – Regards croisés sur la crise financière/Die Jugend und die Schuldenkrise". Junge Schauspieler aus Griechenland, Frankreich und Deutschland (von der Jugendkunstschule Atrium, Berlin) verarbeiteten ihre persönlichen Erfahrungen mit der Finanzkrise in einem Theaterstück.

Der Ideenwettbewerb "On y va – auf geht’s!" besteht aus zwei Etappen. In einem ersten Schritt wählte eine deutsch-französische Jury im Herbst 2013 15 Projektideen aus rund 50 Bewerbungen zur Förderung aus. In den vergangenen Monaten setzten die Tandems ihre Ideen in die Praxis um. Nun wurden die besten grenzüberschreitenden Projekte ausgezeichnet und erhalten zur Fortsetzung ihrer Projekte ein Preisgeld.

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Jana Braun
Telefon 0711 46084-750