Pressemeldungen 2014
Pressemitteilung

Raus aus der Bildungsfalle: "grips gewinnt" vergibt zum vierten Mal 110 Stipendien an bildungsbenachteiligte Jugendliche

  • Mit individueller Beratung und finanzieller Förderung zum (Fach-)Abitur
  • Stipendienprogramm von Joachim Herz Stiftung und Robert Bosch Stiftung setzt auf fachliche und persönliche Weiterentwicklung

Berlin, 24. September 2014 – 110 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt sieben Bundesländern werden am 27. September 2014 mit einem Festakt im Tipi am Kanzleramt als vierter Jahrgang in das Stipendienprogramm "grips gewinnt" aufgenommen. Mit den Schülerstipendien unterstützen die Joachim Herz Stiftung und die Robert Bosch Stiftung seit 2011 engagierte und leistungsstarke Jugendliche ab der achten Klasse bis zum Abitur.
"grips gewinnt" hilft bildungsbenachteiligten Schülern aus Berlin, Bremen, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Ohne Förderung drohen sie in eine "Bildungsfalle" aus sozialen, materiellen und kulturellen Barrieren zu geraten. "Alleine ist der Aufstieg durch Bildung nicht zu schaffen. Jugendliche, die sich in ein unvertrautes Bildungsmilieu hocharbeiten wollen, brauchen Unterstützung", so Dr. Aladin El-Mafaalani, Professor an der FH Münster und Mitglied der grips-Jury.

In den Bildungsprogrammen von "grips gewinnt" steht daher neben der inhaltlichen Weiterbildung die Unterstützung und Wertschätzung sowie die Einbindung von Vorbildern im Vordergrund. "Unsere Stipendiaten sind wissbegierig, aufgeschlossen und bereit, etwas für ihre Mitmenschen zu leisten. Indem wir ihre Bildung und Persönlichkeitsentwicklung fördern, befähigen wir sie, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen", sagt Petra Herz, Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung. Die gegenseitige und professionelle Unterstützung sorgt für Selbstvertrauen und Anerkennung. Der Effekt: Die Stipendiaten erreichen die Ziele, die sie sich setzen. Von 91 Ehemaligen haben 88 das (Fach-)Abitur abgelegt, bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Alumni für ein Studium entschieden.

Knapp ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland ist in seinen Bildungschancen eingeschränkt (29 Prozent). Das bestätigt der fünfte Bildungsbericht "Bildung in Deutschland 2014". "Bildung darf nicht zu einer Ware werden, die man sich leisten können muss", sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Deshalb nehmen wir diese alarmierenden Zahlen ernst. Der Bildungserfolg in Deutschland hängt noch viel zu häufig von der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Eltern ab. Mit ‚grips gewinnt‘ setzen wir uns für faire Startbedingungen ein und unterstützen begabte Jugendliche auf ihrem Weg zum Abitur."

Weitere Informationen

Kontakt

Michael Herm
Telefon 0711 46084-290