Studie: Jugendarbeitslosigkeit in Europa
Migration und Teilhabe

Studie: Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Eine Ausbildung und berufliche Perspektiven sind wichtige Grundlagen für gesellschaftliche Teilhabe und für den sozialen Zusammenhalt in Europa. Wer Perspektiven hat, bringt sich eher in politische Entscheidungsprozesse ein, übernimmt Verantwortung in der Gesellschaft - und lebt damit demokratische Werte. Umso besorgniserregender ist, dass vielen Jugendlichen in den südlichen Krisenländern diese Möglichkeiten der Teilhabe fehlen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist in einigen EU-Staaten in den letzten Jahren stark gestiegen; die "verlorene Generation" ist zu einem geflügelten Wort geworden. Gemeint sind die unter 25-Jährigen, von denen im EU-Durchschnitt fast ein Viertel arbeitslos ist.

Die Robert Bosch Stiftung und die Robert Bosch GmbH engagieren sich gemeinsam für die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa. Dafür hat die Stiftung zunächst das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) als eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland mit der Erstellung einer Studie beauftragt.

Die Studie "Youth Unemployment in Europe" zeigt, wie sich die Arbeitslosigkeit junger Menschen in Europa in den letzten Jahren entwickelt hat. Sie diagnostiziert die wichtigsten strukturellen Hürden beim Berufseinstieg und entwickelt daraus allgemeine Handlungsempfehlungen. Im Fokus stehen südeuropäische Länder, in denen die jungen Menschen besonders unter Beschäftigungsproblemen leiden: Spanien, Italien und Portugal.

Die vertiefenden Länderstudien basieren auf strukturierten Interviews mit einer Reihe ausgewählter Expertinnen und Experten, die auf dem Feld der Arbeitsmarkt- oder Bildungsforschung in ihrer Heimat anerkannt sind. Für die ländervergleichende empirische Analyse der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit verwendet die Studie die Daten der Arbeitskräfteerhebung der Europäischen Union. Diese von der Brüsseler Statistikbehörde Eurostat zur Verfügung gestellte Datenbasis ermöglicht eine über Zeit und Länder hinweg konsistente Erfassung des individuellen Erwerbsstatus.

Bildergalerie

Fotos: Tobias Bohm
Übergabe in Berlin: Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, übergibt die Studie an Staatssekretär Dr. Rainer Sontowski, der sie kurzfristig in Vertretung für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel entgegennahm. Außen stehen Prof. Dr. Clemens Fuest (li.), Präsident des ZEW, und Christoph Kübel (re.), Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH.
Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, bei der Präsentation der Studie.
Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH
Dr. Rainer Sontowski, Staatssekretär im Bundsministerium für Wirtschaft und Energie
Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung
Prof. Holger Bonin vom ZEW gibt ein Interview zur Studie "Jugendarbeitslosigkeit in Europa".
Robert Bosch Stiftung (Hg.)  Youth Unemployment in Europe  Lesen und empfehlen

Ansprechpartner

Prof. Holger Bonin
Telefon 0621 12351-51
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Kontakt in der Stiftung

Ottilie Bälz
Telefon 0711 46084-520