ARETE Juniorprofessuren
Wissenschaft für Nachhaltigkeit

ARETÉ Juniorprofessuren

Viele Entwicklungs- und Schwellenländer stehen bei der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen vor besonders großen Herausforderungen. Um die komplexen Prozesse hinter Herausforderungen wie Klimawandel, Wasserknappheit, Biodiversitätsverlust oder Bodendegradation zu verstehen und mögliche Lösungen zu entwickeln, muss die Wissenschaft ihren Beitrag leisten.

Hervorragende Nachwuchswissenschaftler sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Viele junge Forscher aus Entwicklungs- oder Schwellenländern beklagen jedoch den schlechten Zugang zu Exzellenznetzwerken und ausreichender finanzieller Förderung. Um Wissenschaft auf internationalem Niveau durchzuführen, verlassen sie häufig ihre Heimatländer. Meist hoffen sie, in Europa oder Nordamerika bessere Perspektiven für eine akademische Karriere vorzufinden.

Mit den ARETÉ Juniorprofessuren ermöglichen wir exzellenten afrikanischen PostDocs aus dem Ausland zurückzukehren und sich als Leiter einer eigenständigen Nachwuchsgruppe eine langfristige akademische und persönliche Perspektive in Afrika aufzubauen. Mit ihrer Forschung sollen sie wichtige Beiträge in ihrem Forschungsfeld leisten und darüber hinaus durch ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen und Erfahrungen auch als Impulsgeber im universitären und gesellschaftlichen Bereich wirken.

Die ARETÉ Juniorprofessuren sind ein Programm des African Institute for Mathematical Ciences (AIMS) in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung. Die Förderung richtet sich gezielt an AIMS-Absolventen sowie andere afrikanische Nachwuchswissenschaftler, die bisher im Ausland tätig waren und ihre Arbeit zukünftig in Afrika fortsetzen möchten. Die ausgewählten ARETÉ Juniorprofessoren arbeiten an einem für ihre Fachdisziplin besonders geeigneten Forschungsinstitut in Afrika sowie in enger Kollaboration mit einem von derzeit fünf AIMS Centern.

African Institute for Mathematical Sciences (AIMS)
2003 gründete der südafrikanische Physiker Neil Turok das African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) - ein Exzellenzzentrum für Mathematik und Physik, das das bisher unzureichend geförderte Potential junger, begabter Afrikaner besser ausschöpfen will. An mittlerweile fünf AIMS Centern in Südafrika, Ghana, Senegal, Kamerun und Tanzania durchlaufen ausgewählte Studenten aus ganz Afrika ein einjähriges Studienprogramm auf Master-Niveau. Der Großteil der Absolventen setzt die akademische Ausbildung anschließend fort; viele Alumni promovieren an renommierten internationalen Forschungseinrichtungen.