Rückgrat – Gegen Rechtsextremismus
Jugend und Demokratie

Rückgrat – Gegen Rechtsextremismus

Abwertungen einzelner gesellschaftlicher Gruppen, z. B. durch Rassismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus, sind bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Wissenschaftler sprechen von „gruppenbezogener Menschlichkeit“ (GMF) oder auch „gruppierungsbezogener Ablehnung“. Bei Jugendlichen zeigen sich neue, jugendspezifische Facetten der Ablehnung von als schwach geltenden Randgruppen. An die Stelle von eindeutig als rechtsextrem beschreibbaren und abgrenzbaren Jugendszenen treten verstärkt heterogen zusammengesetzte Jugendcliquen mit diffusen abwertenden Einstellungen.

Viele Praktiker in der Jugendarbeit stehen dieser Heterogenität und den Haltungen „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ hilflos gegenüber. Mit dem Projekt „Rückgrat“ wollen wir sie für ihre tägliche Arbeit stärken und fortbilden.

Die beteiligten Praxiseinrichtungen haben in der ersten Phase des Projektes zusammen mit den Wissenschaftlern aus empirischen Befunden und praktischen Erfahrungen heraus Modelle und Maßnahmen für den Umgang mit rechtsextremen Tendenzen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit konzipiert. In einer zweiten Phase werden diese nun erprobt und weiterentwickelt. Die Maßnahmen, die sich in diesem Prozess bewähren, werden schließlich weiteren Akteuren auf dem Feld der Rechtsextremismusprävention und Jugendsozialarbeit zur Verfügung gestellt.

„Rückgrat“ wird von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Das Projekt wird von der Hochschule Esslingen in Zusammenarbeit mit sechs Trägern der aufsuchenden Jugendarbeit, mobilen Jugendarbeit und Jugendbildungsarbeit durchgeführt.

Am 17. November 2016 findet die große Abschlussveranstaltung von Rückgrat unter dem Titel  „Rückgrat beweisen! Rechtsextremismus und Ausgrenzung professionell entgegentreten“ an der Hochschule Esslingen statt. In Vorträgen und Workshops präsentiert der Fachtag im Projektverlauf erprobte sozialpädagogische Umgangsweisen und bietet Gelegenheit, ihre Übertragbarkeit auf weitere Kontexte zu diskutieren. Anmeldung zur Tagung und zum gewünschten Workshop bis 04.11.2016 sind über die Hochschule Esslingen (Link) möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

 

Weitere Informationen

Am 17. November 2016 wurden die Ergebnisse von Rückgrat mit einem Kongress an der Hochschule Esslingen präsentiert. Den Praxisleitfaden sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie nachfolgend:

Kontakt

Hochschule Esslingen
Prof. Dr. Kurt Möller
Telefon 0711 397-4588
Ansprechpartner in der Robert Bosch Stiftung
Sebastian Jacob
Telefon 0711 46084-821
Stephanie Gläser
Telefon 0711 46084-973