Rückgrat – Gegen Rechtsextremismus
Jugend und Demokratie

Rückgrat – Gegen Rechtsextremismus

Abwertungen einzelner gesellschaftlicher Gruppen, z. B. durch Rassismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus, sind bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Wissenschaftler sprechen von „gruppenbezogener Menschlichkeit“ (GMF) oder auch „gruppierungsbezogener Ablehnung“. Bei Jugendlichen zeigen sich neue, jugendspezifische Facetten der Ablehnung von als schwach geltenden Randgruppen. An die Stelle von eindeutig als rechtsextrem beschreibbaren und abgrenzbaren Jugendszenen treten verstärkt heterogen zusammengesetzte Jugendcliquen mit diffusen abwertenden Einstellungen.

Viele Praktiker in der Jugendarbeit stehen dieser Heterogenität und den Haltungen „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ hilflos gegenüber. Mit dem Projekt „Rückgrat“ wollen wir sie für ihre tägliche Arbeit stärken und fortbilden.

Die beteiligten Praxiseinrichtungen haben in der ersten Phase des Projektes zusammen mit den Wissenschaftlern aus empirischen Befunden und praktischen Erfahrungen heraus Modelle und Maßnahmen für den Umgang mit rechtsextremen Tendenzen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit konzipiert. In einer zweiten Phase werden diese nun erprobt und weiterentwickelt. Die Maßnahmen, die sich in diesem Prozess bewähren, werden schließlich weiteren Akteuren auf dem Feld der Rechtsextremismusprävention und Jugendsozialarbeit zur Verfügung gestellt.

„Rückgrat“ wird von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Das Projekt wird von der Hochschule Esslingen in Zusammenarbeit mit sechs Trägern der aufsuchenden Jugendarbeit, mobilen Jugendarbeit und Jugendbildungsarbeit durchgeführt.

 

 

 

Weitere Informationen

Stephanie Gläser
Telefon 0711 46084-973