Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung

Adelbert von Chamisso - Namensgeber des Preises

Das bewegte Leben des Adelbert von Chamisso
Frankreich, Berlin, Brandenburg und mit einem russischen Expeditionsschiff einmal um die Welt. Das Leben von Adelbert von Chamisso war bewegt und abenteuerreich. Wer war dieser faszinierende Dichter, Botaniker und Wissenschaftler?

Der Nachlass Adelbert von Chamissos in der Staatsbibliothek Berlin

An der Staatsbibliothek zu Berlin ist ein Großteil des Nachlasses Adelbert von Chamissos erhalten. Der Bestand wurde 1937/38 erworben und umfasst in 34 Kästen Chamissos naturwissenschaftliche, literarische und private Aufzeichnungen und Dokumente. Von besonderem Interesse sind die weltweiten Korrespondenzen von Familie, Freunden sowie Intellektuellen und Wissenschaftlern seiner Zeit. Der Nachlass zählt zu den bedeutendsten der Staatsbibliothek. Seit 2010 wurde der Nachlass mit Förderung der Robert Bosch Stiftung gesichtet und geordnet. Die Korrespondenzen wurden in der Datenbank Kalliope erfasst und die Materialien digitalisiert. Der Nachlass Adelbert von  Chamissos steht damit seit Frühjahr 2014 nicht nur Wissenschaftlern zur Verfügung, sondern ist auch für Laien frei zugänglich. Verwertungen in Publikationen bedürfen einer Genehmigung durch die Staatsbibliothek zu Berlin und einer wissenschaftlichen Zitation.

Der Weg zum Chamisso-Nachlass - eine Beschreibung durch die Datenbank für Laien:
  1. Auf Startseite (s. Link unten) links im Menü „Sucheinstieg Bestände“ anwählen
  2. Dort Bestandsname „Chamisso“ eintragen und „Suchen“ klicken
  3. Kasten 2 (Handschriftenabteilung Staatsbibliothek) ankreuzen und „Vollanzeige“ klicken
  4. unten „In diesem Bestand 37 Unterbestände“ anklicken
  5. Ohne Auswahl auf „Vollanzeige“ klicken
  6. unten „In diesem Bestand 83 Handschriftendatensätze“ anklicken
  7. Eine gewünschte Objektbeschreibung auswählen und markieren und oben auf „Vollanzeige“ klicken
  8. Auf „digitalObject“ unten im Datensatz klicken – und man ist am Ziel…

Der Kunersdorfer Musenhof - der Ort, an dem Adelbert von Chamisso "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" verfasste

Im Sommer 1813 zog sich Adelbert von Chamisso wegen der politischen Lage nach Kunersdorf in den Oderbruch zurück und verfasste hier, neben seiner botanischen Tätigkeit, sein berühmtestes Werk, die Novelle Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Auf Schloss Kunersdorf führten die Frauen von Friedland, Helene Charlotte von Lestwitz, und ihre Tochter, Henriette Charlotte von Itzenplitz, damals einen Salon für die aufgeklärte Berliner Gesellschaft. Sie machten den Kunersdorfer Musenhof zu einem bedeutenden geistig-kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum, das Gäste wie u.a. die Brüder Humboldt, die Bildhauer Schadow und Rauch, den Landwirtschaftsreformer Thaer, den Gelehrten Savigny und Goethes Freund Zelter begrüßen konnte.

Zu neuem Leben wurde die 1926 errichtete Dependance des ehemaligen Schlosses 2006 durch den Einzug des Findling Verlages und der Neugründung des Kunersdorfer Musenhofs erweckt. Es soll ein kulturelles und geistiges Zentrum nach dem Vorbild des berühmten Salons entstehen. In einer Dauerstellung zu Leben und Werk von Adelbert von Chamisso, Führungen durch das Gelände mit seinem weitläufigen Garten und Veranstaltungen wird die inspirierende Atmosphäre des Ortes vermittelt.

Weitere Informationen zu Adelbert von Chamisso

Die Chamisso-Gesellschaft e.V. wurde im April 2010 in Kunersdorf im Oderbruch gegründet. Sie hält die Erinnerung an den Weltreisenden, Dichter, Sprachwissenschaftler und Naturforscher wach. Projekte sowie Publikationen und Ausstellungen über ihn zu begleiten, dazu beizutragen, sein internationales Ansehen zu vermehren und neue Aspekte seines Werks zu erarbeiten, sind die wichtigsten Ziele der Gesellschaft.

Das Chamisso-Forum widmet sich dem Austausch über die Projekte mit und über Adelbert von Chamisso. Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Publikationen und Diskussionen umfassend zusammengestellt.