Medienbotschafter Indien - Deutschland
Medien

Medienbotschafter Indien - Deutschland

Das Programm "Medienbotschafter Indien – Deutschland" der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Zentrum für Medienkompetenz der Eberhard Karls Universität Tübingen möchte Journalisten für die Völkerverständigung zwischen Indien und Deutschland gewinnen. Dazu werden jährlich sechzehn Stipendien an indische und deutsche Journalisten vergeben.

Jeweils acht Journalisten aus Indien und Deutschland werden in einem Bewerbungsverfahren ausgewählt und können im jeweils anderen Land an einer renommierten Institution mit Medienfokus einen auf sie zugeschnittenen Lehrgang zum Land besuchen und danach in Print-, Rundfunk-, Online- oder Fernsehredaktionen hospitieren. Dazu werden dreimonatige Stipendien vergeben, die pro Person monatlich 1.350 Euro betragen.

Im Lehrgang werden landeskundliche Kenntnisse und die gesamte Bandbreite journalistischer Darstellungsformen vermittelt. Die Hospitation in den Redaktionen des jeweiligen Gastlandes ermöglicht es den Journalisten, einen grundlegenden Einblick in die Arbeitsweise der Medien in Indien bzw. in Deutschland zu bekommen. Das Programm sieht außerdem auf beiden Seiten Exkursionen sowie Begegnungen, Diskussionen und Foren mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft vor. Die während des Aufenthaltes gewonnenen Erfahrungen aus erster Hand sollen nach der Rückkehr der Journalisten die Berichterstattung über das jeweils andere Land fördern.

Der nächste Aufenthalt indischer Journalisten in Deutschland findet von Mai bis Juli 2017 statt. Die Ausschreibung für deutsche Journalisten läuft zurzeit. Mehr Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Auswahlkriterien finden Sie unter "Aktuelle Ausschreibung".

Kontakt

Pradnya Bivalkar
Programmleitung
Eberhard Karls Universität, ZfM
Wilhelmstraße 50
72074 Tübingen, Deutschland
Telefon 07071 29-77061

Kontakt in der Stiftung

Dr. Clemens Spiess
Telefon 0711 46084-450
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Porträts und Artikel

Fotos: Bjoern Hänssler 
Bhavya Dore, Freelancer

Bhava Dore arbeitete fünf Jahre für die Hindustan Times in Mumbai und berichtete zum Thema Bildung und war danach Gerichtsreporterin am Bombay High Court. Seit Dezember 2014 ist sie freiberufliche Journalistin und schreibt unter anderem für Caravan, Quartz, Scroll.in sowie Hindu Business Line Ink über Kultur, Sport und Strafjustiz. Außerdem arbeitete sie für kurze Zeit als Reporterin in Südafrika.

Ihre Interessengebiete der Berichterstattung in Deutschland waren Atheismus, Deutschlands Schwulenkultur und Einwanderungsgeschichten früherer Migranten aus den 1980ern. Während ihres Aufenthaltes in Deutschland arbeitete sie eng mit der Redaktion des Hamburger Abendblattes zusammen.

Einer der Artikel, die Bhavya während ihrer Zeit in Deutschland veröffentlichte:

Porträts und Artikel

Foto: Julia Wadhawan 
Julia Wadhawan, Freelancer

Julia Wadhawan schreibt für verschiedene Medien wie die Wirtschaftstageszeitung Handelsblatt oder die Wochenzeitung Die Zeit. Darüber hinaus hat sie im Bereich Special-Interest für Meedia veröffentlicht. Ihre Ausbildung zur Wirtschaftsredakteurin erhielt sie an der Georg von Holtzbrinck-Schule und beim Handelsblatt-Verlag. Bisher hat sie hauptsächlich zu Themen digitale Wirtschaft, Medienindustrie und Werbung gearbeitet.

In Indien war ihr Anliegen, Entwicklungen, Aussichten und Herausforderung für die indische Wirtschaft seit dem Amtsantritt Narendra Modis näher zu untersuchen. Ihr Hauptinteresse galt aber sozialpolitischen Fragen: Kasten- und kasten-basierter Politik, der Quotenregelung und der Minderheitenpolitik. Während ihres Aufenthaltes in Mumbai arbeitete sie eng mit der Redaktion des Online-Reportagemagazins Sroll.in in Mumbai zusammen.

Einer der Artikel, die Julia Wadhawan während ihrer Zeit in Indien veröffentlichte: