Grenzgänger

André Siegers:

Geboren am 21.03.1978 in Mönchengladbach. Studium der Literaturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Gegenwärtig Masterstudium bei Pepe Danquart an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg.
Souvenir

Im Mittelpunkt des Films "Souvenir" steht Alfred D., der sich selbst als "Demokratie-Exporteur" bezeichnet. Mehr als zwanzig Jahre lang hat sich Alfred im Auftrag deutscher Stiftungen auf der ganzen Welt für demokratisches Bewusstsein und rechtsstaatliche Strukturen eingesetzt und seine Missionen filmisch festgehalten. Auch sich selbst hat er dabei vor der Kamera immer wieder inszeniert, zuletzt seinen Wahlkampf zur Kandidatur als Europa-Abgeordneter der SPD in seinem schwäbischen Heimatwahlkreis.

Buch und Regie: André Siegers
Ton: David Siegers, André Siegers
Sprachen: Deutsch, Englisch (Nepalesisch, Russisch)
Schnitt: David Siegers, Ute Adamczewski
Kamera: Alfred Diebold
Kamera (Wahlkampf): Tanja Häring
2. Kamera: Nadja Kurz
Produzent: Thomas Tielsch
Junior Producer: Julia Cöllen
Producer Stoffentwicklung: Christoph Pasour
Produktionsleitung: Jan-Peter Heusermann
Produktion: Filmtank
Dauer: 86 Min.
Erstaufführung: 12.02.2014, Berlinale (Forum)

Bildergalerie

„Der Film greift zu großen Teilen auf das fast 400-stündige Archivmaterial des Protagonisten Alfred D. zurück, das seinen Standort in Berlin hatte. Zum Zweck der Archivrecherche wurde in Berlin ein Raum angemietet, in dem das Videomaterial über Monate hinweg gesichtet und digitalisiert werden konnte.

Außerdem führte mich eine Recherchereise nach Zentralasien mit dem Ziel, einen genaueren Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt des Protagonisten zu gewinnen. Alfred D. hatte dort eine neue Tätigkeit bei der Internationalen Stiftung zur Rettung des Aralsees (IFAS) in Almaty angetreten. Die 14-tägige „Rundreise“ sah Besuche in Samarkand, Taschkent, Nukus, Muynak, Almaty, Kysyl-Orda, Aralsk und Astana vor. Im Wesentlichen besuchten wir an diesen Orten Projekte der Stiftung: neue Bewässerungskanäle, Wasseraufbereitungsanlagen und Staudämme. Mir gab diese Reise die Gelegenheit, Alfred D.‘s Arbeits- und Lebenswelt besser kennenzulernen. Täglich führten wir ausführliche Gespräche, was vor allem dem Umstand zu verdanken war, dass wir auf Grund der zurückzulegenden Distanzen einen Großteil der Reise im Auto verbrachten. Die aus diesen Gesprächen gewonnenen Hintergrundinformationen halfen mit, das Videomaterial besser einordnen und verstehen zu können.

Durch die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit dem Material sowie meiner gemeinsamen Reise mit dem Protagonisten hat sich das ursprüngliche Konzept des Projekts weiter verdichtet und den endgültigen Film maßgeblich beeinflusst.“