Denkwerk

Denkort Denkmal – Denkmäler als Ausdruck regionaler Identität

Koordinatoren: Prof. Dr. Markus Bernhardt (Projektleitung), Simone Frank M.A. (Koordination), Mareike Wickner M.Ed. (Wissenschaftliche Begleitung), Fakultät der Geisteswissenschaften, Historisches Institut, Universität Duisburg-Essen

Ansprechpartnerin: Simone Frank M.A.

Zeugnisse früherer Kultur sind nach wie vor Bestandteil der Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern, die durch Denkmäler in ihrem schulischen oder heimischen Umfeld aufgefordert werden, sich an etwas Bestimmtes zu erinnern. Doch wie sollen Jugendliche dies leisten, wenn Ihnen die Methoden fehlen, um Denkmäler und ihre Aussage richtig zu deuten?

Diese Lücke schließt das Projekt "Denkort Denkmal" des Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte und des Instituts für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR) der Universität Duisburg-Essen.

Nach einer vorbereitenden Fortbildung für die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer von insgesamt 12 Schulen, in der verschiedene Methoden zur Entschlüsselung des Entstehungskontextes, der Rezeptionsgeschichte und der Symbolsprache von Denkmälern erarbeitet wurden, fand ein Workshop für die Schülerinnen und Schüler von Grundschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs statt. Hier wurden die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt, bevor die eigenständige Arbeit in den Klassen und Kursen begonnen hat.

Nachdem die Lernenden ein Denkmal in ihrer Umgebung ausgewählt hatten, besuchten sie die zuständigen Stadtarchive, die als Projektpartner die wissenschaftliche Infrastruktur für die Forschungen boten sowie die Denkmäler selbst.

Es wurden und werden Forschungsfragen zu den Denkmälern entwickelt, die durch eigene Recherchen beantwortet werden und den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern Aufschluss über die Entstehungszeit und den Entstehungskontext, den historischen Kontext, die Geschichte, die Rezeption sowie die Symbolsprache der Denkmäler geben.

Neben der Abschlusstagung des ersten Projektjahres am 16. Juni 2014, auf der die Ergebnisse in wissenschaftlichen Vorträgen präsentiert werden, haben sich auch Kurse und Klassen für die Erarbeitung unter anderem von Ausstellungen, Filmen und Radiofeatures entschieden.