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40 Jahre Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit
Entdecken Sie in diesem Special mit Interviews, Bildern, Audios und Videos, wie sich die Robert Bosch Stiftung seit 40 Jahren für die deutsch-polnische Zusammen-
arbeit engagiert und sie mitgestaltet.
Start
1970
Willy Brandts Kniefall von Warschau

Als Willy Brandt 1969 zum Bundeskanzler gewählt wird, richtet er im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern den Blick nach Osten und betreibt eine Politik der Entspannung, für die ihm 1971 der Friedensnobelpreis verliehen wird.

Während seines Aufenthalts in Warschau am 7. Dezember 1970 anlässlich der Unterzeichnung des „Grundlagenvertrags über die Normalisierung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen“ (Warschauer Vertrag) besucht Brandt das Denkmal für die Opfer des Aufstandes im jüdischen Getto im Jahre 1943, vor dem er zur Überraschung der Anwesenden niederkniet. Eine Geste, die in aller Welt als Akt der Reue und Demut empfunden wird und als eine der größten Gesten deutscher Nachkriegspolitik in die Geschichte eingeht.

Der Grundlagenvertrag belebt zwar die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen, jedoch werden die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern offiziell erst 1972 wieder aufgenommen.

1974

Förderung deutsch-polnischer Zusammenarbeit: Wie alles begann …Im Jahr 1974 nahm die Robert Bosch Stiftung die Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit auf. Was aus heutiger Sicht naheliegend klingt, war damals eine Pioniertat. Direkter Kontakt mit den kommunistischen Staaten jenseits des Eisernen Vorhangs war für viele in der Bundesrepublik Deutschland unvorstellbar. Die Verantwortlichen in der Stiftung aber sahen in den …

Beziehungen zu Polen und Frankreich den Schlüssel für eine gesamteuropäische Verständigung. Als erstes Projekt in Polen unterstützte die Stiftung 1974 eine wissenschaftliche Publikation. Darin bilanzierten Forscher aus Deutschland und Polen die deutsch-polnischen Beziehungen und zeigen auf, wie sich das Verhältnis zwischen den Nachbarn normalisieren kann. Neben dem Austausch von Wissenschaftlern und insgesamt fünfzig Studienreisen von Fachleuten u.a. aus Landwirtschaft, Kultur und Hochschulen war die Einrichtung einer …

Gastprofessur mit dem „Schwerpunkt Polen“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Jahr 1982 ein wichtiger Baustein der deutsch-polnischen Beziehungen. In den folgenden Jahren entwickelt sich die Robert Bosch Stiftung zu einem zentralen Mittler nach Polen: Bis in die 1990er Jahre gibt es kaum ein Projekt mit Polen, das nicht von der Stiftung angestoßen oder gefördert wird. Aus der Vielzahl von Projekten und Partnerschaften entstand ein enges und bis heute tragfähiges Netzwerk persönlicher Kontakte zwischen Polen und Deutschen. …

Zu diesem Netzwerk gehören Stiftungen wie die Polnische Kinder- und Jugendstiftung, Nichtregierungsorganisationen wie das Zentrum für Internationale Beziehungen, aber auch bedeutende Intellektuelle und einflussreiche Persönlichkeiten wie Władysław Bartoszewski, der ehemalige polnische Botschafter Janusz Reiter oder der aktuelle Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Jerzy Margański. Die Kontaktaufnahme über den Eisernen Vorhang hinweg stellte für die Robert Bosch Stiftung eine …

Herausforderung dar. Deshalb zielte die Arbeit der Stiftung „nicht auf spektakuläre, öffentlich sichtbare Schritte, sondern langfristig auf Information und Bewusstsein“, wie der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker in einer Festschrift im Jahr 2000 schreibt. „Auf eher stille und zugleich einzigartige Weise“ konzentrierte sich die Stiftung darauf, Menschen aus Kultur, Wissenschaft und Bildung zusammenzubringen und der ideologischen Abgrenzungspolitik zwischen Ost und West entgegenzuwirken.

  • Besuch von Außenminister Bartoszewski Foto: Robert Bosch Stiftung Besuch von Außenminister Bartoszewski am 11.10.1995 in der Villa Bosch in Stuttgart; links von ihm Karl Dedecius, rechts Ulrich Bopp, damaliger Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung
1978
Karol Wojtyła wird Papst

Als am 16. Oktober 1978 Karol Wojtyła, Erzbischof von Krakau, zum Papst gewählt wird – der erste nicht-italienische Papst seit 455 Jahren – erlebt das stark katholisch geprägte Polen einen Höhepunkt in seiner Nachkriegsgeschichte an internationaler Aufmerksamkeit. Marion Gräfin Dönhoff erklärt 1978 in der Zeit, warum es für Polen von großer Bedeutung ist, dass ein Pole Papst der katholischen Christen geworden war: „Weil der Glaube des polnischen Volkes in vielen Feuern gehärtet wurde; weil der Mann, der jetzt auf dem Stuhl Petri sitzt, die Realität des Ostens kennt wie keiner seiner Vorgänger; weil das Ziel seiner Wünsche und seiner Sehnsucht die Überwindung der Teilung Europas ist und die Wiederzusammenführung der zersplitterten Kirche.“

Die Tatsache, dass mit Johannes Paul II. nun ein Landsmann Papst der römisch-katholischen Kirche ist, führt in Polen dazu, dass ein starkes Gefühl von Zusammengehörigkeit entsteht und sich Identität und Nationalstolz in dem lange von Kriegswirren gebeutelten und nun unter kommunistischer Diktatur stehenden Land zu entwickeln beginnen.

Papst Johannes Paul II. trägt wegen seiner großen Beliebtheit auch in Deutschland dazu bei, dass die Nachbarn im Osten wieder verstärkt wahrgenommen und Vorurteile abgebaut werden.

1979

Sprache als Voraussetzung für Verständigung: Lehrer- und SprachförderungDie Robert Bosch Stiftung richtete Ende der 1970er Jahre ein Fortbildungsprogramm für Deutschlehrer und Hochschullektoren aus Polen ein, von dem in den Jahren 1979-2002 rund 1700 polnische Germanisten profitiert haben. Nach 1989 erweiterte die Robert Bosch Stiftung ihr Angebot auf Lehrkräfte aus allen mittel- und osteuropäischen Staaten und gründete so das „Internationale Deutschlehrerkolleg“.

  • Krzysztof Stęsik im Hörsaal des Collegium Minus Foto: Jan Zappner Krzysztof Stęsik im Hörsaal des Collegium Minus
  • Krzysztof Stęsik im Treppenhaus des Rektorats der Adam Mickiewicz Universität Foto: Jan Zappner Krzysztof Stęsik im Treppenhaus des Rektorats der Adam Mickiewicz Universität
  • Vor dem Hauptgebäude der Universität Foto: Jan Zappner Vor dem Hauptgebäude der Universität
  • Foto: Jan Zappner
  • Foto: Jan Zappner
  • Foto: Jan Zappner
  • Foto: Jan Zappner
  • Foto: Jan Zappner
  • Fortbildung polnischer Germanisten: Auf der Bodensee-Exkursion Foto: Privatarchiv Fortbildung polnischer Germanisten: Auf der Bodensee-Exkursion
  • Fortbildung polnischer Germanisten: Ein Seminartag im Leibniz Kolleg Foto: Privatarchiv Fortbildung polnischer Germanisten: Ein Seminartag im Leibniz Kolleg
  • Fortbildung polnischer Germanisten: Singabend, Leibniz Kolleg Foto: Privatarchiv Fortbildung polnischer Germanisten: Singabend, Leibniz Kolleg

Schüleraustausch über den Eisernen Vorhang hinwegBis zum Fall des Eisernen Vorhangs reisten 28.000 Schüler und Studenten aus Deutschland und Polen ins jeweils andere Land. Rückblickend kann man geradezu von einem privat geförderten Jugendwerk über die DDR hinweg sprechen. Im Fokus standen vor allem das Kennenlernen und die Begegnung mit dem Nachbarn. So förderte die Robert Bosch Stiftung auch …

150 Schulpartnerschaften, bis das Deutsch-Polnische Jugendwerk diese Rolle übernahm.

  • Schüleraustausch mit Polen Foto: Hubert Eiden Schüleraustausch mit Polen
  • Schüleraustausch mit Polen Foto: Tomasz Romaniuk Schüleraustausch mit Polen
  • Schüleraustausch mit Polen, Mozart-Oper Foto: Tomasz Romaniuk Schüleraustausch mit Polen, Mozart-Oper
  • Schüleraustausch mit Polen Foto: Tomasz Romaniuk Schüleraustausch mit Polen
  • Schüleraustausch mit Polen Foto: Hubert Eiden Schüleraustausch mit Polen

Schüleraustausch mal anders: Junge Wege in EuropaWie kann man gemeinsame Projekte an Schulen in Europa international entwickeln und umsetzen? Wie kann man Schulpartnerschaften mit interessanter Partnerarbeit in Europa verknüpfen? Zum Beispiel, indem man „junge Wege“ in Europa geht Mit dem Förderwettbewerb „Junge Wege in Europa“ unterstützte die Stiftung von 1998 bis 2009 gemeinsame Projekte …

von Schüler- und Jugendgruppen aus Deutschland und Mittel- und Osteuropa. In diesem Rahmen wurden insgesamt 161 deutsch-polnische Schul- bzw. Jugendpartnerschaften gefördert. Zusätzlich wurden sechs deutsche Schulen beim Aufbau langfristiger Partnerschaften mit den polnischen Partnern über eine Dauer von drei Jahren unterstützt.

  • Junge Wege in Europa; Präsentation der Preisträgerprojekte, Berlin Foto: Dirk Enters Junge Wege in Europa; Präsentation der Preisträgerprojekte, Berlin
  • Junge Wege in Europa; Präsentation der Preisträgerprojekte, Berlin Foto: Dirk Enters Junge Wege in Europa; Präsentation der Preisträgerprojekte, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2003, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2003, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2002, Berlin, mit Tadeusz Mazowiecki, ehem. Regierungschef Polens Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2002, Berlin, mit Tadeusz Mazowiecki, ehem. Regierungschef Polens
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
  • Junge Wege in Europa 2001, Berlin Foto: Susanne Kern Junge Wege in Europa 2001, Berlin
1981
Eine Welle der Solidarität

Polen steckt zu Beginn der achtziger Jahre in einer tiefen Wirtschaftskrise. Lebensmittel sind bereits knapp, und als es am 1. Juli 1980 zu Preiserhöhungen für Fleisch kommt, löst dies eine landesweite Streikwelle aus. Aus dieser Bewegung entsteht die Gewerkschaft Solidarność, die unter der Führung des Danziger Werftarbeiters und späteren Staatspräsidenten Lech Wałęsa treibende Kraft für die politische Wende in Polen und den späteren Zusammenbruch des Ostblocks ist.

Als mit der Ausrufung des Kriegszustandes in Polen im Dezember 1981 die führenden Köpfe der Solidarność interniert werden und die Arbeit der Gewerkschaft selbst verboten wird, führt dies in der ganzen Welt zu Protesten und löst eine Welle der Solidarität aus. Vor allem aus der Bundesrepublik Deutschland kommt zu Beginn der 1980er Jahre karitative Hilfe in Form von Hilfspaketen und Spenden für die unter Lebensmittelknappheit leidenden Menschen in Polen.

Dialog zwischen den Kulturen: das Deutsche Polen-Institut in DarmstadtDem kulturellen Dialog zwischen Deutschen und Polen widmet sich das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt, das 1981 mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gegründet wurde. Die Institution entwickelte sich rasch zum Zentrum für polnische Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft und die deutsch-polnischen Beziehungen. Das Institut übernimmt mehrere Aufgaben: …

Es vereint praxisbezogene Wissenschaft und Forschung, Bildungsangebote für Schulen und Hochschulen, politische Foren und öffentliche Veranstaltungen. Zahlreiche Projekte wurden seit der Gründung des Instituts ermöglicht und tragfähige Netzwerke aufgebaut. Der nach seinem Gründer benannte Karl-Dedecius-Preis ehrt seit 2003 polnische Übersetzer deutschsprachiger Literatur und deutsche Übersetzer polnischer Literatur.

Ein besonderes Kompliment an die polnische Kultur: Polnische BibliothekAnfang der 1980er-Jahre ermöglichte die Robert Bosch Stiftung die sogenannte „Polnische Bibliothek“ - zunächst mit einer Förderung in Höhe von einer Million D-Mark. Auf Initiative des Übersetzers Karl Dedecius wurde eine repräsentative Auswahl polnischer Literatur vom Barock bis zur Gegenwart ins Deutsche übersetzt und so der literarische Reichtum des Nachbarlandes …

einem großen Publikum in Deutschland zugänglich gemacht. Das Deutsche Polen-Institut gab die fünfzigbändige Buchreihe innerhalb von zwanzig Jahren im Suhrkamp-Verlag heraus. Die Bibliothek ist eine außergewöhnliche Wertschätzung der kulturellen Leistung und Geschichte des Nachbarlandes, von der zu dieser Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung kaum etwas bekannt war. Darüber hinaus fanden zahlreiche Begleitveranstaltungen statt, und die Buchreihe wurde vielen Bibliotheken u.a. Institutionen zur …

Verfügung gestellt. Das ehrgeizige Projekt wurde in den Jahren 1981-2000 umgesetzt und war Vorbild für die später entstandene Tschechische Bibliothek mit 33 und die Türkische Bibliothek mit zwanzig Bänden.

  • Verleihung des Karl-Dedecius-Preises an Esther Kinsky und Ryszard Turczyn, 2011 Verleihung des Karl-Dedecius-Preises an Esther Kinsky und Ryszard Turczyn, 2011
  • Verleihung des Karl-Dedecius-Preises an Esther Kinsky und Ryszard Turczyn, 2011 Verleihung des Karl-Dedecius-Preises an Esther Kinsky und Ryszard Turczyn, 2011

Die Kunst der Vermittlung: 30 Jahre ÜbersetzerförderungÜbersetzer galten lange als die grauen Mäuse des Literaturbetriebs. Dabei betreiben viele ihre Kunst auf hohem Niveau und sind zugleich Mittler zwischen zwei Kulturen. Die Stiftung unterstützt die Kunst des Übersetzens sowie Austausch und Vernetzung der Übersetzer untereinander, innerhalb deutsch-polnischer vor allem aber auch multilateraler Programme. …

Die Förderung der Literaturübersetzer als Akteure des Kulturtransfers begann mit einem Paukenschlag. Karl Dedecius initiierte 1980 das ehrgeizige Langzeitprojekt einer „Polnischen Bibliothek“, die im Suhrkamp Verlag erschien. Das Entstehen der einzelnen Bände wurde durch Informationsreisen für Übersetzer und Verleger, durch Werkstätten und das Coaching einzelner Übersetzer flankiert. Seit 1981 wurde der Preis für polnische Übersetzer vergeben, mit dem zwischen 1983 und 1992 neun bedeutende Übersetzer für ihr …

Lebenswerk gewürdigt wurden, es folgten Förderpreise für Nachwuchsübersetzer. Seit 2003 wird der Karl-Dedecius-Preis auch an deutsche Übersetzer polnischer Literatur verliehen Die Vollendung der Polnischen Bibliothek im Jahr 2000 fiel zusammen mit dem Auftritt Polens als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Tradition und Gegenwart der polnischen Literatur waren damit präsent wie noch nie auf dem deutschen Buchmarkt. Der Fluss der literarischen Übersetzungen wurde in den 90er Jahren erweitert durch die …

Übersetzungen historiographischer Werke und politischer Sachbücher. Ab 2000 wurde die Übersetzerförderung in der Robert Bosch Stiftung ausgehend von den deutsch-polnischen Erfahrungen ausgebaut. So erhielt der Polnische Übersetzerpreis ein tschechisches Pendant. Das multilaterale Förderprogramm „Literarische Brückenbauer“ wurde 2003 gegründet und bietet eine Fülle von Fördermöglichkeiten in Form von Weiterbildungen, Publikationen, Arbeitsstipendien und Veranstaltungen. Ein großes tragfähiges Netzwerk an …

Literaturübersetzern ist über die Jahre gewachsen, zu deren festem Bestandteil der kollegiale Austausch und die Zusammenarbeit mit Autoren, Literaturkritikern und Verlegern gehören.

  • Andrzej Kopacki Foto: Joanna Kopacka Andrzej Kopacki
  • Andrzej Kopacki Foto: Olaf Kühl Andrzej Kopacki

Zitat:

„Die Robert Bosch Stiftung war längst in Polen tätig, auch als die Politik eher vorsichtig abwartend, zögernd war. Konkret: als wir in Deutschland viel zu lange brauchten, um uns zu entscheiden, ob man nun die Solidarność unterstützen will oder nicht, war Bosch längst da. …

Und hat für das Sorge getragen, an das die Politik 1989 anknüpfen konnte. Es war in Polen nicht unbekannt, was an Übersetzungstätigkeit geliefert wurde. Ich erinnere mich an viele Begegnungen mit Solidarność-Anhängern, die immer sagten: Eines verbieten wir euch, schaut bitte nicht von oben herab auf uns, sondern auf gleicher Augenhöhe ….

Sie haben es ganz immens Wert geschätzt, dass ihre Literatur übersetzt wurde und in Deutschland veröffentlicht. Damit fühlten sie sich ernst genommen. Es ging dann natürlich auch über den Bereich der Literatur hinaus; beispielsweise auch im Bereich der Musik wurden durch den wechselseitigen Austausch Brücken gebaut.“ …

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D.
Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an die Robert Bosch Stiftung und die gemeinnützige Hertie-Stiftung (2006), Laudatio

1982

Zentrum der akademischen Polen-Studien in Deutschland: Schwerpunkt Polen an der Johannes Gutenberg-Universität MainzDie Gastprofessur mit dem „Schwerpunkt Polen“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird rasch zu einem wichtigen Baustein der deutsch-polnischen Beziehungen und entwickelt sich zum …

Zentrum der akademischen Polen-Studien in Deutschland. Innovativ war die Gründung des sogenannten „Schwerpunkts Polen“ an der Universität Mainz, im Kern eine zweisemestrige Gastprofessur für einen polnischen Hochschullehrer unterschiedlicher Fachrichtungen, verbunden mit dem Aufbau einer polonistischen Bibliothek, der Möglichkeit studentischer Exkursionen nach Polen und Polnischkursen. So erhielt ein größerer Kreis …

von deutschen Studenten die Möglichkeit, sich intensiv mit der polnischen Sprache, Kultur und Entwicklung zu beschäftigen. Nach fünf Jahren wurde die Gastprofessur vom Land Rheinland-Pfalz in eigene Finanzierung übernommen.

1985

Viele Kulturen – eine Sprache: der Adelbert-von-Chamisso-PreisSeit 1985 vergibt die Robert Bosch Stiftung einen Literaturpreis an auf Deutsch schreibende Autoren, deren Werk von einem Kulturwechsel geprägt ist: den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Er ist im deutschsprachigen Raum einzigartig und geht auf eine Idee …

des Romanisten und Linguisten Harald Weinrich zurück. Der besondere Charakter der „Chamisso-Literatur“ liegt in der inhaltlichen und stilistischen Auseinandersetzung mit Kultur- und Sprachwechsel der Autoren, der häufig auch die Biographie der Autoren geprägt hat. Teilweise bieten sie tiefe Einblicke in die Kultur ihrer Herkunftsländer, teilweise aber auch überraschende Einblicke in die gesellschaftliche Realität in Deutschland. In jedem Fall …

bemerkenswert ist ihr sensibler Umgang mit der deutschen Sprache. Seit 1985 hat die Stiftung insgesamt 68 Schriftsteller aus über zwanzig Herkunftsländern ausgezeichnet. Darunter viele bekannte Autoren wie Rafik Schami, Terezia Mora, Feridun Zaimoglu, Ilija Trojanow und einige Autoren polnischer Herkunft wie Artur Becker, Radek Knapp und Matthias Nawrat. …

Sie alle stehen für eine hohe literarische Qualität und einen sensiblen Umgang mit der deutschen Sprache.

1989
Eintritt in eine neue Ära

Bereits 1988 war der politischen Führung in Polen zunehmend klar geworden, dass ohne die Beteiligung der oppositionellen Gewerkschaft Solidarność Reformen in der Bevölkerung nicht durchzusetzen sein würden.

Dieser Erkenntnis folgen Gespräche am Runden Tisch zwischen dem 6. Februar und dem 5. April 1989 in Warschau. Teilnehmer sind Vertreter der regierenden Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei, der Solidarność, der katholischen Kirche und anderer gesellschaftlichen Gruppen.

Am 4. und 18. Juni 1989 finden die seit dem Zweiten Weltkrieg in Polen ersten halbfreien Parlamentswahlen statt, aus der die Solidarność als Sieger hervorgeht, wodurch der Systemwandel noch beschleunigt wird.

Als Bundeskanzler Helmut Kohl am 12. November 1989 Polen besucht, um gemeinsam mit Tadeusz Mazowiecki, dem polnischen Ministerpräsidenten der ersten vom Volk mehrheitlich akzeptierten Regierung, an einer Versöhnungsmesse auf dem Gut Kreisau in Niederschlesien teilzunehmen, beginnt zeitgleich in Berlin die Mauer zu bröckeln. Mit der in der DDR einzigen freien Wahl zur Volkskammer im März 1990 steht der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten nichts mehr im Wege.

Rückwirkend wird die Messe auf dem Gut Kreisau als ein Symbol des Neuanfangs in den Beziehungen beider Länder gesehen.

1990
Zeit der prägenden Verträge / Aussöhnung

Nachdem die DDR zusammengebrochen und es zur deutschen Wiedervereinigung gekommen ist, naht auch das endgültige Ende der Diskussionen um die Oder-Neiße-Linie als deutsche Ostgrenze. Die Sorgen vieler Polen werden zerstreut, als mit dem Abschluss des Deutsch-Polnischen Grenzbestätigungsvertrages am 14. November 1990 die bestehende Grenze und ihre Unverletzlichkeit bestätigt werden.

Am 17. Juni 1991 kommt es in Bonn zu einem weiteren Meilenstein in der Zusammenarbeit beider Länder: die Unterzeichnung des „Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ durch Helmut Kohl, Hans Dietrich Genscher, Jan Krzysztof Bielecki und Krzysztof Skubiszewski. Dieser Vertrag bildet bis heute den Rahmen für die Zusammenarbeit; unter anderem wird Polen deutsche Unterstützung mit Blick auf die EU- und NATO-Mitgliedschaft zugesichert. Zudem werden der Austausch und die gegenseitige Unterstützung in zahlreichen Bereichen festgeschrieben.

Im Juni 2011 beschließen die deutsche und die polnische Regierung in Warschau zum 20. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags eine gemeinsame Erklärung. Darin setzen beide Seiten künftig auf eine noch engere Partnerschaft, um „den Versöhnungsprozess zwischen Deutschen und Polen fortzusetzen“.

1991
Austausch auf allen Ebenen und politische Gesten von symbolischer Kraft

Seit Anfang der neunziger Jahre ist der Besuchsaustausch zwischen Deutschland und Polen auf Regierungs- und Parlamentarierebene, vom Bund bis hin zu den Kommunen, ausgesprochen intensiv. So wurde 1991 die trilaterale Kooperation (Weimarer Dreieck) zwischen Deutschland, Frankreich und Polen aufgenommen; seit 1997 finden deutsch-polnische Regierungskonsultationen nach westeuropäischem Vorbild statt. Das deutsch-polnische Jugendwerk bringt seit 1991 den Nachwuchs beider Länder in Programmen und Projekten zusammen.

Der Beginn der neunziger Jahre ist darüber hinaus die Zeit der großen politischen Gesten. Symbolcharakter hat von polnischer Seite die Einladung an Bundespräsident Roman Herzog zur Gedenkfeier für die Opfer des Warschauer Aufstandes am 1. August 1994. Bundespräsident Richard von Weizsäcker macht einen Abschiedsbesuch am Ende seiner Amtszeit im Juni 1994 bei seinem polnischen Amtskollegen. Den Bundespräsidenten Johannes Rau führt eine der ersten Auslandsreisen gemeinsam mit Präsident Aleksander Kwaśniewski am 1. September 1999 auf die Westerplatte bei Danzig, wo sechzig Jahre zuvor mit dem deutschen Beschuss der Zweite Weltkrieg begonnen hatte. Nur wenige Tage zuvor hat Bundeskanzler Gerhard Schröder gemeinsam mit dem polnischen Ministerpräsidenten Jerzy Buzek die Gedenkstätte von Palmiry bei Warschau besucht. Eine Geste von hohem politisch-symbolischem Stellenwert ist auch die Einladung an Außenminister Władysław Bartoszewski, als einziger ausländischer Gast auf der Veranstaltung des Deutschen Bundestags zum 50. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs zu sprechen. In seiner Rede betont der ehemalige KZ-Häftling die noch vor Jahren kaum denkbare Qualität der Beziehungen, indem er sagt: „Diese Alltäglichkeit und Normalität zwischen Deutschen und Polen schätze ich ganz besonders. Ich glaube, wir vergessen manchmal zu leicht, wie weit entfernt wir von einer solchen Normalität noch unlängst waren."

1992

Für einen besseren Zugang zum gemeinsamen Kulturerbe: Online-Katalogisierung von
Druckwerken
In den Jahren 1992-2001 wurden über 40.000 Publikationen des polnischen und deutschen Kulturerbes sowie über fünf Millionen Drucke des 16. -18. Jahrhunderts und Zeitungen des …

19. Jahrhunderts digitalisiert und katalogisiert. Durch eine im Internet einsehbare Katalogisierung sind die Quellen weltweit zugänglich. Die Robert Bosch Stiftung förderte neun Jahre lang projektbegleitende Maßnahmen und die Zusammenarbeit des deutsch-polnischen Beirats.

Die Welt im Kleinen: Internationales TutorenprogrammDas Programm wurde 1992 gegründet und förderte jährlich 70 Nachwuchsakademiker. Absolventen amerikanischer, französischer, polnischer, tschechischer und russischer Universitäten verbrachten ein Studienjahr als Tutoren an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Instituten, Fremdsprachenzentren und Gymnasien in Deutschland. …

Träger des Programms waren die Robert Bosch Stiftung und das Deutsche Studentenwerk (DSW). Zu ihren Aufgaben gehörte es, Sprachkurse, Konversationsübungen und Gesprächskreise über landeskundliche Themen sowie Film- und Musikabende anzubieten, sowie Veranstaltungen in Studentenclubs, Kultureinrichtungen oder interkulturellen Begegnungsstätten. Die Tutoren haben darüber hinaus die Beratungsaufgaben in den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen übernommen. …

Von 1996-2005 wurden insgesamt neunzig polnische Hochschulabsolventen für ein Jahr nach Deutschland eingeladen, um an Hochschulen polnische Sprache und Landeskunde zu unterrichten und ihren Altersgenossen polnische Kultur näher zu bringen.

  • Tutorenprogramm, 2004 Foto: RBSG Tutorenprogramm, 2004
1993

Literarische Brückenbauer – Förderprogramm für ÜbersetzerDieses Förderprogramm richtet sich an professionelle Literaturübersetzer aus dem Deutschen und ins Deutsche. Die Stiftung bietet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen eine Palette von Fördermöglichkeiten an, …

die von Werkstätten und Fortbildungen über Arbeitsstipendien bis hin zu Veranstaltungen und Publikationen reichen. Hierbei stehen Austausch und Vernetzung der Übersetzer untereinander, die Verankerung in der aktuellen Literaturszene und die Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung der Kunst des Übersetzens und des Engagements von Übersetzern im Zentrum. Seit 2003 wurden …

über 150 Übersetzer polnischer und deutschsprachiger Literatur gefördert.

Ein aktuelles Deutschlandbild vermitteln: LektorenprogrammDie Stiftung entsendet seit 1993 deutsche Hochschulabsolventen für ein bis zwei Jahre an Hochschulen in Osteuropa und seit 2009 auch nach China. Diese unterrichten an Universitäten Deutsch und Landeskunde oder vermitteln im Rahmen der Fächer Wirtschaft, Jura, Geschichte, Politologie und Sozialpädagogik aktuelle Themen und neue …

methodische Ansätze. Während ihres Aufenthalts werden sie in einem speziell für sie konzipierten Ausbildungsgang „Bildungsmanagement an Hochschulen in Osteuropa und China“ weitergebildet. Seit dem Studienjahr 2003/04 werden auch qualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus den Ländern der Lektoratsstandorte als Tandemlektoren in die Förderung mit einbezogen. In den Jahren 1994- 2008 wurden 83 Lektoren und polnische Tandemlektoren in Polen gefördert.

  • Foto: Jan Zappner
  • Kampagne der Tageszeitung Gazeta Wyborcza, dass junge Polen im Land bleiben Foto: Ulrike Würz Kampagne der Tageszeitung Gazeta Wyborcza, dass junge Polen im Land bleiben
  • Kirchenneubauten der russisch-orthodoxen Kirche Foto: Ulrike Würz Kirchenneubauten der russisch-orthodoxen Kirche
  • Papst Johannes Paul II. allgegenwärtig Foto: Ulrike Würz Papst Johannes Paul II. allgegenwärtig
  • Ulrike Würz' Tochter Ella Foto: Ulrike Würz Ulrike Würz' Tochter Ella
  • Verlassene, aber nicht vergessene jüdische Friedhöfe in entlegenen Wälder Foto: Ulrike Würz Verlassene, aber nicht vergessene jüdische Friedhöfe in entlegenen Wälder
  • Die Stiftung Kreisau heißt Ihre Gäste zu jeder Jahreszeit willkommen, Tür und Tor sind nicht verschlossen Foto: Jan Zappner Die Stiftung Kreisau heißt Ihre Gäste zu jeder Jahreszeit willkommen, Tür und Tor sind nicht verschlossen
  • Dominik Kretschmann an seinem Schreibtisch im Büro der Gedenkstätte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung Foto: Jan Zappner Dominik Kretschmann an seinem Schreibtisch im Büro der Gedenkstätte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung
  • Dominik Kretschmann Foto: Jan Zappner Dominik Kretschmann
  • Dominik Kretschmann Foto: Jan Zappner Dominik Kretschmann
  • Dominik Kretschmann Foto: Jan Zappner Dominik Kretschmann
  • In der Gedenkstätte laden Porträts von Mitgliedern des Kreisauer Kreises zur Auseinandersetzung mit der Geschichte ein Foto: Jan Zappner In der Gedenkstätte laden Porträts von Mitgliedern des Kreisauer Kreises zur Auseinandersetzung mit der Geschichte ein
  • Bydgoszcz, Studenten Foto: Privatarchiv Bydgoszcz, Studenten
  • Tallinn, Lektoren beim Zwischentreffen 1996 Foto: Privatarchiv Tallinn, Lektoren beim Zwischentreffen 1996
  • Tallinn, Lektoren beim Zwischentreffen 1996 Foto: Privatarchiv Tallinn, Lektoren beim Zwischentreffen 1996
1999

Austausch von deutschen und polnischen Freiwilligen: Freiwilliges Engagement für Jugend, Kultur, Natur und BildungRund 250 Personen waren in den Jahren 1999-2002 im sozialen Bereich, in der Kinder- und Jugendarbeit, im Natur- und Denkmalschutz sowie in der politischen und historischen Bildung …

tätig. Deutsche Freiwillige wurden in polnische, nichtstaatliche Organisationen und polnische Freiwillige in deutsche Organisationen entsandt.

Für mehr Austausch und Vernetzung: Stiftungsinitiative Johann Gottfried HerderIn Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst entsandte die Stiftung von 1999 bis 2005 mehr als hundert emeritierte deutsche Professoren und Dozenten an Hochschulen in Polen. Durch Lehrangebote und ihr Fachwissen unterstützten …

sie die Internationalisierung der Hochschulen, durch ihre Erfahrungen trugen sie zur Verbesserung der Hochschulbildung und zum Ausbau von Kooperationen zwischen Deutschland und Polen bei. Das Programm ist weiterhin in Zentralasien und China vertreten.

Vom Förderempfänger zum Förderpartner: Polen als Partner und Mitgestalter bei multilateralen VorhabenMit dem Eintritt Polens in die NATO und EU hat sich der Charakter der Stiftungsförderung gewandelt. Polen ist heute häufig nicht mehr Förderempfänger der Stiftung sondern Förderpartner für gemeinsame Projekte in Russland, der Ukraine oder im Kaukasus. So haben beispielsweise Alumni des …

Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs nun ihrerseits Kollegen aus Verwaltungen Osteuropas nach Polen eingeladen und an EU-Standards herangeführt. Darüber hinaus hat die Stiftung ein deutsch-polnisch-russisches Gesprächsforum initiiert.

  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2008, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Berlin Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Berlin
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Berlin: Ruprecht Polenz, Josef Krieg Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Berlin: Ruprecht Polenz, Josef Krieg
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Warschau Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Warschau
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Warschau Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Warschau
  • Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Warschau Foto: Marc Darchinger Deutsch-Polnisches Gesprächsforum 2007, Warschau
2000

Deutsch-polnischer Expertenaustausch für Europa: Kopernikus-GruppeDie fortdauernde und offensichtlich sogar wieder steigende Empfindlichkeit im deutsch-polnischen Verhältnis seit Ende der 1990er Jahre war der Anlass für ein Projekt, das im Jahre 2000 vom Deutschen Polen-Institut und dem …

Deutschland- und Nordeuropainstitut (Instytut Niemiec i Europy Północnej (INIEP) in Stettin (Szczecin) ins Leben gerufen wurde. Der Gelehrte Nicolaus Copernicus wurde als Pate für das Projekt gewählt, da er ein vorurteilsfreier Neuerer war, der Fragen stellte, Antworten suchte, sich nicht national vereinnahmen ließ und - von Deutschen und Polen gleichermaßen verehrt - ein Europäer im besten Sinne war. Auf den halbjährlich …

stattfindenden Arbeitssitzungen wurden mögliche Entwicklungen der deutsch-polnischen Beziehungen erörtert und strittige Themen identifiziert. Die gemeinsame Analyse mündete in Strategiepapiere, die der Öffentlichkeit in den Medien zugänglich gemacht wurden. 2007 erschien eine „Zwischenbilanz“ in Buchform. Bis heute wurden 22 Arbeitspapiere veröffentlicht.

2001

Lust auf interkulturelles Lernen wecken: Völkerverständigung macht SchuleIn diesem Programm entsandte die Robert Bosch Stiftung von 2001 bis 2011 angehende Lehrer deutscher Muttersprache für drei bzw. sechs Monate an Schulen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie China. Die Stipendiaten unterrichteten Deutsch als Fremdsprache und initiierten Schülerprojekte, die Neugierde für andere Kulturen wecken und Lust auf interkulturelles …

Lernen machen sollten. Zu den Absolventen des Programms gehörte z.B. Thomas Strobel, seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut und wissenschaftlicher Sekretär des Projekts "Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch", der sich u.a. in der deutsch-polnischen Schulbuchkommission der Aufarbeitung der Geschichte widmet. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Austauschdienst und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen durchgeführt. …

Zwischen 2000 und 2011 waren insgesamt 49 Stipendiaten an polnischen Schulen tätig.

Vielfalt erleben, Demokratie gestalten: Theodor-Heuss-KollegDas Programm wurde von 2001 bis 2011 als internationales Kolleg in deutscher Sprache durchgeführt. Ziel war, junge Menschen aus über 25 Ländern Mittel-, Südost- und Osteuropas zu ermutigen, sich in ihrem Umfeld gesellschaftspolitisch zu engagieren, demokratische Spielregeln einzuüben und Verantwortung zu übernehmen. Die Kollegiaten wurden für ein Jahr gefördert: Internationale Seminare dienten dem …

Austausch und der Entwicklung von Projektideen, Fortbildungen vermittelten praxisbezogene Kompetenzen. Die besten Projektideen konnten anschließend dank Förderung umgesetzt werden. In den Jahren 2001-2011 wurden 90 junge Menschen aus Polen als Kollegiaten gefördert. Viele von ihnen engagieren sich weiterhin als Alumni für die Gesellschaft. Darüber hinaus wurden im Rahmen des ukrainischen Kollegs „Werkstatt des zivilgesellschaftlichen Engagements“ 2010 erstmals gemeinsame Seminare für Jugendliche aus den …

polnisch-ukrainischen Grenzregionen angeboten. Die Teilnehmer entwickelten gemeinsam mit weiteren Partnern eigene kleine Projekte, die sie an ihren Heimatorten in den jeweiligen Ländern umgesetzt haben. Heute stärkt das Theodor-Heuss-Kolleg junge Menschen aus über dreißig Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie des Kaukasus und Zentralasiens darin, sich auf der Grundlage demokratischer Werte aktiv in ihre Gesellschaft einzubringen. In den letzten zehn Jahren sind 1.756 junge Menschen aus 34 Ländern …

gefördert worden. 527 ehrenamtliche Projekte wurden mit Unterstützung des Theodor-Heuss-Kollegs umgesetzt. Das Programm wird in Trägerschaft von MitOst e.V. durchgeführt.

  • Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille an den von Bosch-Lektoren gegründeten Verein MitOst e.V., Stuttgart, 2004 mit Johannes Rau Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille an den von Bosch-Lektoren gegründeten Verein MitOst e.V., Stuttgart, 2004 mit Johannes Rau
  • Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille an den von Bosch-Lektoren gegründeten Verein MitOst e.V., Stuttgart, 2004 Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille an den von Bosch-Lektoren gegründeten Verein MitOst e.V., Stuttgart, 2004
  • Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille an den von Bosch-Lektoren gegründeten Verein MitOst e.V., Stuttgart,.2004, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Ludwig Theodor Heuss Verleihung der Theodor-Heuss-Medaille an den von Bosch-Lektoren gegründeten Verein MitOst e.V., Stuttgart,.2004, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Ludwig Theodor Heuss
  • Theodor-Heuss-Kolleg, Bilanzseminar 2007 Foto: George Kalozois Theodor-Heuss-Kolleg, Bilanzseminar 2007
  • 10 Jahre Theodor-Heuss-Kolleg, Jubiläumsveranstaltung Berlinische Galerie, 07.07.2011 Foto: Kamila Zimmermann 10 Jahre Theodor-Heuss-Kolleg, Jubiläumsveranstaltung Berlinische Galerie, 07.07.2011
  • Theodor-Heuss-Kolleg, Bilanzseminar 2004, Berlin Theodor-Heuss-Kolleg, Bilanzseminar 2004, Berlin
  • Theodor-Heuss-Kolleg, Bilanzseminar 2004, Berlin Theodor-Heuss-Kolleg, Bilanzseminar 2004, Berlin

Qualifizierung von Nachwuchsführungskräften aus und für Europa: Carl Friedrich Goerdeler-KollegDas Stipendienprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa wurde von 2001 bis 2011 durchgeführt. Die Nachwuchsführungskräfte aus dem öffentlichen Sektor (öffentliche Verwaltung, öffentliche Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, etc.) absolvierten Arbeitsaufenthalte bei EU-, Bundes-, Landes- …

und Kommunalbehörden oder auch bei Nichtregierungs-
organisationen und nahmen an Intensivseminaren teil. Seit 2001 wurden insgesamt 84 polnische Nachwuchs-
führungskräfte aufgenommen. Das Programm findet seit 2011 seine Fortsetzung in einem Kolleg für junge Führungskräfte aus der Türkei, Russland und den Staaten der Östlichen Partnerschaft.

  • Foto: Jan Zappner
  • Foto: Jan Zappner
  • Maciej Zathey Foto: Jan Zappner Maciej Zathey
  • Foto: Jan Zappner
  • Foto: Jan Zappner

Ein Forum für Medienschaffende in Führungspositionen: Deutsch-Polnisches ChefredakteurtreffenDas Deutsch-Polnische Chefredakteurtreffen war ein Forum für Medienschaffende in Führungspositionen und fand von 2001 bis 2006 einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und Polen statt. Das Treffen bot Journalisten eine Plattform für den Austausch über und die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen im …

deutsch-polnischen Verhältnis. Insgesamt haben an dem Forum über 350 Journalisten aus Polen und Deutschland teilgenommen. Zuletzt wurde das Treffen in Partnerschaft mit dem Zentrum für Internationale Beziehungen und der Stiftung Medientandem, beide Warschau, sowie der Staatskanzlei Brandenburg durchgeführt.

  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen Foto: Centrum Stosunków Miedzynarodowych Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen Foto: Centrum Stosunków Miedzynarodowych Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen  2000, Essen Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2000, Essen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen  2000, Essen Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2000, Essen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen Foto: Centrum Stosunków Miedzynarodowych Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen Foto: Centrum Stosunków Miedzynarodowych Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Warschau, Polen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2002, Essen Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2002, Essen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2002, Essen Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2002, Essen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2002, Essen Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2002, Essen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2006 Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2006
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2006, Klaus Wenger, Ute Minke-Koenig, Ruprecht Polenz Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen 2006, Klaus Wenger, Ute Minke-Koenig, Ruprecht Polenz
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Polen Foto: Centrum Stosunków Miedzynarodowych Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Polen
  • Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Konferenz, Spotkanie, Polen Foto: Centrum Stosunków Miedzynarodowych Deutsch-polnisches Chefredakteurtreffen, Konferenz, Spotkanie, Polen
2002

Professionelles Management und interkulturelle Kompetenzen für den internationalen Kulturaustausch: Kulturmanager in und aus Mittel- und OsteuropaDie Robert Bosch Stiftung förderte in den Jahren 2002 bis 2013 den Kulturaustausch in Europa durch die Entsendung von ausgewählten Stipendiaten an Kultureinrichtungen im Ausland. Ziel der Programme …

war, die Vernetzungsstrukturen und die interkulturellen Kompetenzen von Kulturschaffenden in Europa zu stärken. Die Kulturmanager arbeiteten in den lokalen Teams ihrer Gastinstitutionen und lernten den Arbeitsalltag in einem anderen Land kennen. Neben ihrem spartenspezifischen Wissen brachten sie auch ihre Kontakte in die Zusammenarbeit ein und trugen zu einer internationalen Vernetzung der Institutionen bei. In innovativen Projekten boten sie jungen Künstlern und Kulturschaffenden Präsentationsmöglichkeiten im …

Ausland und vermittelten ein aktuelles Bild ihres Herkunftslandes. Über 170 Personen und über 120 Kultureinrichtungen aus über zwanzig Ländern wurden im Rahmen dieser Programme gefördert und sind heute Teil des Robert Bosch Kulturmanager Netzwerks, das 2013 von Alumni gegründet wurde. Es wurden vierzehn polnische Stipendiaten gefördert, acht deutsche Kulturmanager waren in verschiedenen Kultureinrichtungen in Polen tätig. KulturKurzStrecken im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Am Bahnhof …

in Görlitz entstand eine neue Straßenbahnverbindung: Für zwei Tage wurde die Straßenbahnlinie 2 zum Ort eines ungewöhnlichen, interaktiven Kulturfestivals, das eine Reise durch Russland, die Ukraine, Bulgarien, Albanien und Polen ermöglichte. BorderSpeaking. Eine neue Sicht auf die Grenze Gemeinsam mit den Kulturzentren der an der polnisch-russischen Grenze gelegenen Städte Braniewo, Bartoszyce, Węgorzewo und Gołdap lud die Stiftung Borussia mit dem Projekt "BorderSpeaking" dazu ein, die in greifbarer Nähe …

verlaufende Grenze im Geiste zu überschreiten. Mendelsohn-Salon Positionen zur zeitgenössischen Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Vergangenheit der Stadt Omnibus - Trickfilme aus Osteuropa Zu den vier Kategorien Migration, Kommunikation, Finanzkrise und Feminismus wurden im Rahmen eines Wettbewerbs insgesamt wanzig Zeichentrickfilme aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa gezeigt. Verbotene Musik: Masterclass und Konzerte Die Kunst über das europäische Kulturerbe zu …

reflektieren. Polklore - Polnische Folklore im Stuttgarter Stadtraum Junge polnische Künstler setzten verschiedene Formate und Gattungen wie Plakataktionen, Klanginstallationen, Konzerte, Performance ein, um mit dem Stuttgarter Publikum möglichst direkt in Kontakt zu treten. TransForma Die Künstler aus Belarus, Kosovo, Mazedonien, Polen, der Slowakei, Ungarn, der Tschechischen Republik und Studierende des Seminars Raumbeziehungen der Hochschule für Kunst und Design Burg …

Giebichenstein, Halle beschäftigten sich mit den Beziehungen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Raum, dem sozialen und dem kulturellen Raum, dem Stadtraum und dem Freiraum sowie dem gegenseitigen Einfluss von Mensch und Raum.

  • Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa zu Besuch in Stuttgart, 2007 Foto: Michael Fuchs Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa zu Besuch in Stuttgart, 2007
  • BorderSpeaking. Eine neue Sicht auf die Grenze Foto: Fundacja Borussia BorderSpeaking. Eine neue Sicht auf die Grenze
  • BorderSpeaking. Eine neue Sicht auf die Grenze Foto: Fundacja Borussia BorderSpeaking. Eine neue Sicht auf die Grenze

Stärkung von kommunalen Partnerschaften: Städtepartnerschaft – BürgerpartnerschaftZiel des Programms, das von 2001 bis 2006 durchgeführt wurde, war die Belebung und Stärkung von kommunalen Partnerschaften durch die Zusammenarbeit von deutschen Initiativen und Vereinen mit polnischen und tschechischen Partnern. Bewerben konnten …

sich Bürgerinitiativen, die grenzüberschreitende Projekte mit Partnerstädten in Polen und Tschechien durchführten - zum Beispiel in den Bereichen Jugendarbeit, Bildung, Soziales, Gemeinwesenarbeit oder Umwelt. Bis einschließlich 2006 wurden 93 Projekte im Rahmen deutsch-polnischer Städtepartnerschaften gefördert. Das Programm wurde gemeinsam mit der polnischen Stefan Batory Stiftung und …

dem Informationszentrum für gemeinnützige Organisationen in Tschechien umgesetzt.

2003

Sprachliche Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland: Karl-Dedecius-PreisDie Robert Bosch Stiftung und das Deutsche Polen-Institut verleihen seit 2003 alle zwei Jahre den Karl-Dedecius-Preis für polnische Übersetzer deutschsprachiger Literatur und deutsche Übersetzer polnischer Literatur. Mit diesem Preis werden die Übersetzer für ihren sprachlichen Brückenbau zwischen Deutschen und Polen mit je 10.000 Euro honoriert …

und unterstützt. Der Preis ist nach Karl Dedecius benannt, dem Nestor der Übersetzer polnischer Literatur und verdienten Vermittler zwischen Deutschland und Polen. Eine deutsch-polnische Jury unter dem Ehrenvorsitz von Professor Dr. h.c. mult. Karl Dedecius wählt die Preisträger aus. Seit 2003 wird dieser Doppelpreis für polnische und deutsche Übersetzer verliehen, Vorgänger war seit 1981 ein (Förder-)Preis für polnische Übersetzer deutscher Literatur. Die letzte Preisverleihung fand am 24. Mai 2013 in Krakau statt. …

Den Preis erhielten Jakub Ekier (Polen) und Bernhard Hartmann (Deutschland).

  • Karl Dedecius-Preis 2005, Preisträger Olaf Kühl mit seinem Laudator und Autor Andrzej Stasiuk Karl Dedecius-Preis 2005, Preisträger Olaf Kühl mit seinem Laudator und Autor Andrzej Stasiuk
  • Karl-Dedecius-Preis 2013, 24.05.2013, Krakau, Internationales Kulturzentrum, Jakub Ekier, Bernhard Hartmann Foto: Pawel Mazur Karl-Dedecius-Preis 2013, 24.05.2013, Krakau, Internationales Kulturzentrum, Jakub Ekier, Bernhard Hartmann
  • Karl-Dedecius-Preis 2013, 24.05.2013, Krakau, Internationales Kulturzentrum, Katharina Raabe, Symposium Foto: Pawel Mazur Karl-Dedecius-Preis 2013, 24.05.2013, Krakau, Internationales Kulturzentrum, Katharina Raabe, Symposium
  • Karl Dedecius-Preis 2003 an Krzysztof Jachimczak und Hans-Peter Hoelscher-Obermaier, Darmstadt Foto: Jürgen Schmidt Karl Dedecius-Preis 2003 an Krzysztof Jachimczak und Hans-Peter Hoelscher-Obermaier, Darmstadt
  • Karl Dedecius-Preis 2005, Krakau Karl Dedecius-Preis 2005, Krakau
  • Karl Dedecius-Preis 2005; Krakau, Polen; Olaf Kühl Karl Dedecius-Preis 2005; Krakau, Polen; Olaf Kühl
  • Karl Dedecius-Preis 2005, Treffen mit Karl Dedecius und der Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska, Krakau Karl Dedecius-Preis 2005, Treffen mit Karl Dedecius und der Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska, Krakau
  • Karl Dedecius-Preis 2005, Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska, Prof. Dr. Joachim Rogall, Prof. Jacek Purchla (Direktor MCK), Krakau Karl Dedecius-Preis 2005, Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska, Prof. Dr. Joachim Rogall, Prof. Jacek Purchla (Direktor MCK), Krakau
  • Karl Dedecius-Preis 2005, Krakau, Polen Im Publikum: Wisława Szymborska und Karl Dedecius Karl Dedecius-Preis 2005, Krakau, Polen Im Publikum: Wisława Szymborska und Karl Dedecius
  • Karl-Dedecius-Preis 2005, Krakau, Prof. Dr. Karl Dedecius, Wisława Szymborska Foto: Pawel Mazur Karl-Dedecius-Preis 2005, Krakau, Prof. Dr. Karl Dedecius, Wisława Szymborska
  • Karl-Dedecius-Preis Preisträger 2007:  Martin Pollack Foto: Lukas Beck Karl-Dedecius-Preis Preisträger 2007: Martin Pollack
  • Andrzej Stasiuk, Olaf Kühl; Verleihung Karl-Dedecius-Preis 2005 Krakau Foto: Marie Christina Hauptmeier Andrzej Stasiuk, Olaf Kühl; Verleihung Karl-Dedecius-Preis 2005 Krakau

Mehr als die Geschichte der deutsch-polnischen Kulturbeziehungen: Karl-Dedecius-ArchivDas Karl Dedecius Archiv entstand im Jahre 2001 als Karl Dedecius sein Gesamtwerk der Universitätsbibliothek der Europa-Universität Viadrina übergab. Das Ziel ist eine weitere Intensivierung der Aktivitäten in den Bereichen Übersetzung, Literatur und …

deutsch-polnische Kulturbeziehungen. Daher organisiert die Einrichtung Ausstellungen und Konferenzen und führt wissenschaftliche Projekte durch. Die Bestände des Archivs stehen interessierten Forschern für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.

Länder- und Kulturgrenzen überschreiten: GrenzgängerMit Stipendien ermöglicht die Robert Bosch Stiftung Autoren seit 2003 Recherchereisen in Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas und seit 2012 auch Nordafrikas. So fördert die Stiftung die literarische Auseinandersetzung mit Ländern, die eher selten Gegenstand künstlerischer Werke sind. Die Veröffentlichungen können unterschiedliche Themenbereiche, Länder und …

historische Epochen umfassen. Das Genre reicht von literarischer und essayistischer Prosa und Kinderbüchern über Drehbücher für Dokumentarfilme bis zu Hörfunkreportagen. Kooperationspartner ist das Literarische Colloquium Berlin. Bislang haben 47 Grenzgänger-Autoren in Polen recherchiert, darunter Artur Becker, Jenny Erpenbeck, Marta Kijowska, Andrzej Klamt, Martin Pollack und Katja Petrowskaja.

Grenzgänger-Programm

  • Buchcover Buchcover
  • Adam Jaromir Foto: Ali Ghandtschi Adam Jaromir
  • Marianne Wendt und Christian Schiller Foto: Markus Stein Marianne Wendt und Christian Schiller

Medien – Mittler zwischen den VölkernDie Robert Bosch Stiftung bietet zusammen mit der Berliner Journalisten-Schule jährlich ein dreimonatiges Stipendienprogramm für Journalisten aus Mittel- und Osteuropa an. Der Stipendienaufenthalt umfasst eine vierwöchige Fortbildung an der Berliner Journalisten-Schule sowie ein Praktikum in einer Redaktion. Die Fortbildung vermittelt kompaktes Wissen zu Deutschland und seinen internationalen Beziehungen sowie über …

die Europäische Union, bevor die Teilnehmer ein zweimonatiges Praktikum in namhaften Print-, Online-, Rundfunk- oder Fernsehredaktionen der Hauptstadt absolvieren. Während des Aufenthaltes werden Begegnungen und Interviews mit Persönlichkeiten des politischen und gesellschaftlichen Lebens organisiert. Im Gegenzug haben erfahrene Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit, für drei Monate in Redaktionen in Mittel- und Osteuropa mitzuarbeiten. Bisher haben an dem Programm 50 polnische und deutsche Journalisten teilgenommen.

  • Antje Ritter-Jasińska Foto: Rafal Leszczynski Antje Ritter-Jasińska
  • Cover Foto: Antje Ritter-Jasińska Cover
  • Arkadiusz Łuba Foto: Marcin Piekoszewski Arkadiusz Łuba
  • "Medien-Mittler" Foto: Amadeus Waldner "Medien-Mittler"
  • "Medien-Mittler" Foto: Amadeus Waldner "Medien-Mittler"
  • "Medien-Mittler" Foto: Amadeus Waldner "Medien-Mittler"
  • "Medientandem" "Medientandem"
2004
Das Ende der Schlagbäume

1999 tritt Polen der NATO bei und wird im Zuge der Osterweiterung 2004 auch EU-Mitglied. Beide Beitritte werden von Deutschland unterstützt. Dennoch vertreten die Nachbarn Polen und Deutschland manchmal unterschiedliche Positionen. In der Sicherheits- und Energiepolitik, der USA- und Russlandpolitik verfolgen die beiden Staaten unterschiedliche Interessen. Die Übernahme der Regierung durch Lech und Jarosław Kaczyński 2005/2006 bringt neue Akzente mit sich. So löst die Debatte um die Errichtung eines von deutschen Vertriebenenverbänden geforderten Vertriebenenzentrums auf polnischer Seite emotionale Reaktionen aus.

Seitdem Donald Tusk 2007 polnischer Ministerpräsident geworden ist, sind der rege Austausch und die zahlreichen Besuche auf höchster politischer Ebene Ausdruck der freundschaftlichen Partnerschaft zwischen beiden Staaten geworden.

Seit dem 21. Dezember 2007 sind infolge des Schengener Abkommens auch die Grenzen zwischen den beiden Ländern vollständig geöffnet.

Grenzüberschreitende Kooperationen: „Jugendbanken“ im deutsch-polnischen
Grenzgebiet
Junge Menschen aus beiden Ländern haben die Beratung und Begleitung von bilateralen Kooperationsprojekten zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen übernommen und im …

Rahmen von Mikrobudgets gefördert. Die „Jugendbanken“ entstanden in den Jahren 2004-2006 in Kooperation mit der Deutschen und der Polnischen Kinder- und Jugendstiftung. Dank Unterstützung weiterer Förderer vor Ort konnten 84 Mikroprojekte unterstützt werden.

Unterstützung von Bürgerengagement: Partnerschaft für gesellschaftliche InitiativenSeit 2004 wurde die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland, Polen und dem Kaliningrader Gebiet im Rahmen konkreter Projektarbeit vor Ort gefördert. 2006 wurde neben Belarus auch die Ukraine in das …

Förderprogramm einbezogen. Im Mittelpunkt stand die Unterstützung von Bürgerengagement vor Ort durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus Deutschland und Polen. Die polnischen Partner nahmen dabei eine wichtige Brückenfunktion zu den östlichen Nachbarn wahr. Insgesamt wurden 73 trilaterale Projekte gefördert. …

Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit der Stefan Batory Stiftung und mit der Stiftung PAUCI letztmalig 2010 durchgeführt.

Europäische Integration auf Verwaltungsebene: Bellevue-ProgrammDas Bellevue-Programm wurde 2004 entwickelt. Zielgruppe sind Mitarbeiter oberster Staatsbehörden in Deutschland, Italien, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Ungarn, Irland und Frankreich. Angesprochen sind Beamte, die bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung verfügen und erste …

Führungsverantwortung übernommen haben oder sich auf eine Führungsposition vorbereiten. Ziel des Programms ist die Flankierung der Europäischen Integration auf Verwaltungsebene und die Stärkung grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Die Stipendiaten erhalten Sprachunterricht, arbeiten für ein Jahr in einer Behörde eines Partnerlandes und durchlaufen drei begleitende Seminare zu europapolitischen Themen und zur Weiterentwicklung von Führungsqualifikationen. …

Bisher haben neun polnische Beamte am Bellevue-Programm teilgenommen. Paweł Dudzic, Beamter im polnischen Luftfahrtamt, hielt am 09. November 2013 die Einführung zur Europa-Rede von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy im Berliner Allianz Forum. Als Bellevue Fellow der Robert Bosch Stiftung war er für ein Jahr im deutschen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung tätig und versteht sich seither als europäischer Botschafter „im Kleinen“, der auf …

Arbeitsebene der Verwaltung wie auch im alltäglichen Leben für Toleranz, Integration, Kooperation und das Zusammenwirken wirbt.

  • Paweł Dudzic, Bellevue Programm, Eröffnung der Europa Rede 2013 in Berlin Foto: Marco Urban Paweł Dudzic, Bellevue Programm, Eröffnung der Europa Rede 2013 in Berlin
  • Michael Hackethal Foto: BMWI Michael Hackethal
2005

Dialog- , Begegnungsplattform und Tour d'Horizon durch Deutschland: DiplomatenkollegDas Diplomatenkolleg ist eine innovative Dialog- und Begegnungsplattform in deutscher Sprache für in Deutschland akkreditierte Diplomaten aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, dem Südkaukasus, der Türkei, Zentralasien und Nordafrika. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und der …

Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) durchgeführt und besteht aus einer Reihe von Veranstaltungen, die junge Diplomaten im Laufe eines Jahres auf eine abwechslungsreiche Tour d'Horizon durch Deutschland führen. Bisher haben sieben polnische Diplomaten am Kolleg teilgenommen.

  • Diplomatenkolleg, 3. Jahrgang, Berlin Foto: Stephanie Endter Diplomatenkolleg, 3. Jahrgang, Berlin
  • Diplomatenkolleg, 3. Jahrgang, Berlin Foto: Stephanie Endter Diplomatenkolleg, 3. Jahrgang, Berlin
  • Abschlussveranstaltung, 6. Diplomatenkolleg, 15.06.2011, Berlin Foto: Stephanie Endter Abschlussveranstaltung, 6. Diplomatenkolleg, 15.06.2011, Berlin
  • Diplomatenkolleg, 3. Jahrgang, Besuch in Stuttgart, 23.11.2007 Foto: Robert Thiele
2008

Deutsch-Polnische Medientage und Deutsch-Polnischer JournalistenpreisDie Deutsch-Polnischen Medientage bieten Journalisten und Medienexperten aus beiden Ländern eine Plattform zum gegenseitigen Austausch und die Chance zur persönlichen Begegnung. In Medienforen werden aktuelle und grundsätzliche Fragen der Berichterstattung im Umfeld der deutsch-polnischen Beziehungen aufgegriffen und mit hochkarätigen Experten diskutiert und reflektiert. …

Über 100 Journalisten, Politiker und Experten gestalten jährlich Podien und Workshops, 200-300 Personen bilden das Fachpublikum. Die Medientage werden von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und einem grenznahen Bundesland bzw. einer Woiwodschaft veranstaltet und durch die Robert Bosch Stiftung gefördert. Höhepunkt der Medientage ist die Verleihung des deutsch-polnischen Journalistenpreises, der von den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und den drei angrenzenden Woiwodschaften …

Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien verliehen wird. Die Medientage werden im Wechsel zwischen Deutschland und Polen organisiert.

  • Bartosz Wieliński Foto: Bartosz Bobkowski Bartosz Wieliński
  • Barbara Coellen Foto: Tomek Czebatul Barbara Coellen
  • Jürgen Hingst Jürgen Hingst
  • Deutsch-Polnische Medientage 2011, Zielona Góra, Grünberg Foto: Karol Piechocki Deutsch-Polnische Medientage 2011, Zielona Góra, Grünberg
  • Deutsch-Polnische Medientage 2011, Zielona Góra, Grünberg Foto: Karol Piechocki Deutsch-Polnische Medientage 2011, Zielona Góra, Grünberg
  • Deutsch-Polnische Medientage 2011, Zielona Góra, Grünberg Foto: Karol Piechocki Deutsch-Polnische Medientage 2011, Zielona Góra, Grünberg
  • Deutsch-Polnische Medientage, Preisverleihung Deutsch-Polnischer Journalistenpreis 2009, Stettin Foto: Karol Piechocki Deutsch-Polnische Medientage, Preisverleihung Deutsch-Polnischer Journalistenpreis 2009, Stettin
  • Deutsch-Polnischer Journalistenpreis 2008, Potsdam Foto: Simone Diestel Deutsch-Polnischer Journalistenpreis 2008, Potsdam

Dialogreisen von Seniorexperten und Juniorteams in die Ukraine: Europa im KofferSeit 2008 reist jährlich eine Gruppe von Seniorexperten aus Deutschland, Polen und der Ukraine in die ukrainischen Regionen, um im Rahmen von Round Tables und Paneldiskussionen die Perspektiven für eine Annäherung zwischen der EU und der Ukraine zu diskutieren. Angesprochen werden sowohl Vertreter der lokalen und regionalen Verwaltung als auch …

Studierende und Professoren sowie NGO-Vertreter. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen nicht nur die Europäische Nachbarschaftspolitik und die Östliche Partnerschaft, sondern auch die Frage, was Europa ausmacht und wie europäische Werte erfahrbar werden. Von 2010 bis 2013 haben knapp 100 deutsche und polnische Experten im Senior- und Juniorteam an dem Programm teilgenommen. Das Projekt wurde seit 2010 sowohl geografisch als auch im Format erfolgreich multipliziert. Nun werden auch sogenannte …

Juniorexperten aus Deutschland und Polen, die sich als engagierte Europäer hevorgetan haben, in die Ukraine entsendet. Darüber hinaus reisten sie auch nach Moldau, Armenien und Belarus, sodass inzwischen viele junge Menschen in den vier Ländern von diesem Format erreicht werden.Kooperationspartner sind u.a. Konrad-Adenauer-Stiftung, Büro Kiew, die polnische Robert Schuman-Stiftung, das Institut für Euroatlantische Kooperation in Kiew, die Friedrich Naumann Stiftung in Armenien und die Europäische Akademie Berlin.

  • Europa im Koffer, Ukraine 2012 Europa im Koffer, Ukraine 2012
  • Europa im Koffer: Junior Team Ukraine 2011 Europa im Koffer: Junior Team Ukraine 2011
  • Europa im Koffer, Auswertungsseminar Warschau 2013 Europa im Koffer, Auswertungsseminar Warschau 2013
  • Europa im Koffer: Junior Team Moldova Mai 2013 Europa im Koffer: Junior Team Moldova Mai 2013
2009

Europa erlebbar machen: EuropamobilSeit 2009 besuchen Studenten aus Ländern der EU mit dem Reisebus Europamobil zwei Wochen lang Schulen in Europa (Deutschland, Frankreich und Polen) und gestalten mit den Schülern Workshops, Planspiele und Seminare zu europäischen Fragen. Das Projekt stärkt die interkulturelle Kompetenz und macht Europa für Schüler und Studenten erlebbar. Sie erreichen so jährlich insgesamt ca. 3.300 Schüler im Alter von 13-17 Jahren …

an allgemein- und berufsbildenden Schulen. Bisher haben an dem Programm über zwanzig polnische Studenten teilgenommen. Europamobil ist ein gemeinsames Projekt der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Genshagen, die sich die Stärkung des europäischen Dialogs zum Ziel gesetzt hat.

  • Zukunft Europas denken 2013, polnische Teilnehmer Foto: David Außerhofer Zukunft Europas denken 2013, polnische Teilnehmer
  • Zukunft Europas denken 2013, polnische Teilnehmer Foto: David Außerhofer Zukunft Europas denken 2013, polnische Teilnehmer
  • Zukunft Europas denken 2013, polnische Teilnehmer Foto: David Außerhofer Zukunft Europas denken 2013, polnische Teilnehmer
2011
Eine weitere Premiere

Premieren erlebt das deutsch-polnische Verhältnis auch noch 66 Jahre nach Kriegsende. So hält beispielsweise Christian Wulff am 27. Januar 2011 als erster deutscher Bundespräsident in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eine Rede und legt mit seinem Amtskollegen Bronisław Komorowski einen Kranz nieder. Die Geste wird als Symbol dafür gewertet, dass die Generationen, die den Krieg nicht erlebt haben, im Geiste der Wahrheit die deutsch-polnische Versöhnung fortsetzen werden.

Eine weitere Premiere bringt der 1. Mai 2011. An diesem Tag tritt die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft, so dass es nun sieben Jahre nach Polens EU-Beitritt auch polnischen Bürgern gestattet ist, sich uneingeschränkt auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu bewegen.

Keine Premiere, dafür aber sein 20-jähriges Jubiläum, feiert am 17. Juni 2011 der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag. Aus diesem Anlass wird in Warschau eine Erklärung unterzeichnet, die eine noch engere Partnerschaft festlegt, um „den Versöhnungsprozess zwischen Deutschen und Polen fortzusetzen“.

2012

Kinder- und Jugendliteratur aus Mittel- und Osteuropa entdecken: ViVaVostokViVaVostok öffnet den besten und spannendsten Kinder- und Jugendbuchautoren aus den Ländern Mittel- und Osteuropas die Tür, damit sie ihre Werke im deutschsprachigen Raum präsentieren können. Innovative Veranstalter im deutschsprachigen Raum …

können Unterstützung erhalten, wenn sie Autoren, Illustratoren und Übersetzer zu Lesungen oder Workshops einladen. Junge Leser bekommen so die Chance, in fremde Lebenswelten einzutauchen, fremdsprachige Autoren und Illustratoren persönlich kennenzulernen und sich von einer einfallsreichen und phantasievollen Literatur verzaubern zu lassen. Mehr Informationen über die Autoren aus Polen

TRANZYT: Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus auf der Leipziger BuchmesseDie Einrichtung dieses regionalen Veranstaltungsschwerpunktes sollte dazu beitragen, nach wie vor bestehende Berührungsängste und Wissensdefizite gegenüber unseren östlichen Nachbarn abzubauen und aufzuzeigen, wo diese Gesellschaften gegenwärtig stehen, welche Konflikte und Utopien sie bewegen, welche kulturellen …

Wechselwirkungen sie miteinander verbinden. Literatur erscheint dabei wie kein anderes Medium geeignet, Antworten auf diese Fragen zu finden und die Wirklichkeiten in diesen Ländern in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit fassbar zu machen. Tranzyt war ein Projekt der Leipziger Buchmesse, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, in Kooperation mit der Rinat Ahmetow Stiftung "Rozvytok Ukraïny", der Allianz Kulturstiftung, dem Forum Vydavciv Lviv, …

dem Polnischen Buchinstitut, dem Goethe-Institut Minsk und dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig. Es wurde von 2012- 2014 durchgeführt.

  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014 Foto: David Außerhofer TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014 Foto: David Außerhofer TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Der erste Weltkrieg im Osten Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Der erste Weltkrieg im Osten
  • EUkraine: ukrainischer Stand Foto: Surwillo-Hahn EUkraine: ukrainischer Stand
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Protestbewegungen Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Protestbewegungen
  • Wünsche für die Ukraine Foto: Surwillo-Hahn Wünsche für die Ukraine
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Der vergessene Krieg Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Der vergessene Krieg
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Tranzyt Buchmesse Leipzig Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Tranzyt Buchmesse Leipzig
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Tranzyt Buchmesse Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Tranzyt Buchmesse
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014 Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; UA in Europa Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; UA in Europa
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014 Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014
  • Solidarität mit der Ukraine Foto: Surwillo-Hahn Solidarität mit der Ukraine
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Leipziger Buchmesse, Martin Pollack Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Leipziger Buchmesse, Martin Pollack
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Forum Fokus Belarus Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Forum Fokus Belarus
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Interview mit Andrei Kurkow Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Interview mit Andrei Kurkow
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Interview mit Jurij Andruchowytsch Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Interview mit Jurij Andruchowytsch
  • TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Serhij Zhadan Foto: Surwillo-Hahn TRANZYT auf der Leipziger Buchmesse 2014; Serhij Zhadan
2013

Führungskräfte für die Palliativversorgung: European Palliative Care Academy (EUPCA)In ganz Europa wächst die Bedeutung einer guten Palliativversorgung für das öffentliche Gesundheitswesen. Um die betroffenen Menschen bestmöglich zu versorgen und die Angehörigen zu begleiten, ist die Entwicklung hochqualifizierten Personals wesentlich. Mit der EUPCA werden künftige Führungskräfte darauf vorbereitet, die Palliativversorgung in Europa weiterzuentwickeln und …

künftigen Herausforderungen in diesem wichtigen Feld angemessen zu begegnen. Kooperationspartner im Projekt sind die Nicolaus Copernicus University in Toruń, das King’s College London, die Uniklinik Köln, das Hospice Casa Sperantei in Brasov und die Robert Bosch Stiftung. Polen war das erste Land im alten „Ostblock“, in dem sich Anfang der 1980er Jahre eine Palliativversorgung entwickelte. Dies war im Rahmen der gesellschaftlichen Solidarność-Bewegung möglich. Bis heute spielen Freiwillige in der Palliativversorgung …

in Polen eine besondere und bedeutende Rolle. Aufgrund dieser einzigartigen Geschichte war die Robert Bosch Stiftung bestrebt, das EUPCA mit einem polnischen Partner durchzuführen.

  • Małgorzata Krajnik Małgorzata Krajnik
  • Piotr Krakowiak Piotr Krakowiak

Stadtentwicklung durch Kultur in Europa: Actors of Urban ChangeDas Programm Actors of Urban Change stärkt europaweit die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus der Kulturszene, der Verwaltung und Wirtschaft und fördert Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt durch Kultur. …

Das Programm wird in Kooperation mit MitOst e.V. durchgeführt und startete im Sommer 2013. Im Programmjahr 2013-15 nimmt ein Team aus Lublin teil.

heute
Polen – Deutschland und die Nachbarn im Osten

Im Jahr 2014 jähren sich mehrere historische Ereignisse. Viele von ihnen waren von entscheidender Bedeutung für die heutige geopolitische Ausrichtung des europäischen Kontinents. Vor fünfundzwanzig Jahren fiel der Eiserne Vorhang, der Europa in den Ost- und Westblock teilte, und es fiel die Mauer, die beide Teile Deutschlands voneinander trennte. 2014 blickt Polen auf zehn Jahre Mitgliedschaft in der EU und die Östliche Partnerschaft auf ihr fünfjähriges Bestehen zurück.

Der Beitritt Polens zur EU bringt neue Möglichkeiten der Mitgestaltung mit sich und ermöglicht eine neue Qualität der deutsch-polnischen Partnerschaft in Europa. Eine Qualität, die auch zu mehr Verantwortung führt und verpflichtet.

Beispiel dafür ist die Krisenmission des Weimarer Dreiecks in der Ukraine in Form gemeinsamer diplomatischer Vermittlungseinsatzes des deutschen, polnischen und französischen Außenministers im Februar dieses Jahres.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit und das Übernehmen von Verantwortung in und für Europa bleiben nach wie vor von substanzieller Bedeutung sowohl für das bilaterale Verhältnis zwischen Polen und Deutschland als auch für die gemeinsame Gestaltung der europäischen Nachbarschaft.

Was bleibt: Impulse für die Förderung des Verhältnisses zweier NachbarvölkerDas personelle und institutionelle Fundament der deutsch-polnischen Beziehungen, zu dessen Aufbau die Stiftung in den vergangenen vier Jahrzehnten beigetragen hat, ist heute so eng und intensiv wie bei sonst kaum zwei Nachbarländern in Europa …

und darin sicherlich mit den deutsch-französischen Beziehungen vergleichbar. Richard von Weizsäcker hat rückblickend die Aktivitäten der Robert Bosch Stiftung gegenüber Polen wie folgt charakterisiert: „Auf eher stille und einzigartige Weise beteiligte sich die Robert Bosch Stiftung frühzeitig am Werk der Verständigung zwischen Polen und Deutschen. Es gibt in der Nachkriegszeit kaum ein zweites Beispiel für die Breite und Tiefe der Förderung des …

Verhältnisses zweier Nachbarvölker mit privaten Impulsen und Mitteln wie dieses Werk.“

Ausblick: Polen als bewährter Partner, Brückenbauer und Vorbild für Aktivitäten in Mittel- und OsteuropaIn Polen hat die Stiftung wesentliche Formate entwickelt, die inzwischen ihre Arbeit in ganz Mittel- und Osteuropa kennzeichnen. Etablierte Programme wurden auf andere Länder ausgeweitet, häufig in Zusammenarbeit mit Polen. Dazu gehören u.a. das …

Theodor-Heuss-Kolleg, mit dem die Stiftung das zivilgesellschaftliche Engagement junger Menschen unterstützt, das Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg, mit dem sie Führungskräfte von morgen für die internationale Zusammenarbeit qualifiziert und das Lektorenprogramm, in dessen Rahmen sie Hochschulabsolventen aus Deutschland an osteuropäischen Hochschulen bringt. Besonders erfreulich ist, dass sich dieses Engagement im Lauf …

der Jahre verselbstständigt hat. Mit dem Verein MitOst haben ehemalige Bosch-Lektoren ein starkes Netzwerk geschaffen und ihre Mittlerrolle in der Region weiter ausgebaut. Inzwischen zählt der Verein 1.300 Mitglieder aus 40 Ländern. Heute konzentriert sich die Stiftung in Mittel- und Osteuropa vor allem darauf, die Entwicklung einer starken Bürgergesellschaft zu unterstützen – und mit Hilfe von Polen den Blick weiter nach Osten zu richten. …

Darüber hinaus sind Akteure aus Polen Bestandteil in europaweiten Programmen, wie „Actors of Urban Change“, in dem Akteure aus Kulturszene, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam ihre Stadt weiterentwickeln.

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