Grenzgänger

Karen-Susan Fessel:

  • geboren am 15.12.1964 in Lübeck
  • 1983 Abitur am Ludwig-Windthorst-Gymnasium in Meppen/Ems
  • 1983-1991 Magisterstudium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Romanistik an der Freien Universität Berlin
  • 1992 Hospitanz in den Abteilungen Hörspiel und Feature des ORB
  • seit 1993 freie Schriftstellerin, Journalistin und Lektorin sowie Dozentin für Schreibseminare und -werkstätten
  • seit 1994 knapp dreißig Bücher für Erwachsene, Kinder und Jugendliche
  • zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2000 Zürcher Kinderbuchpreis La vache qui lit für "Ein Stern namens Mama", 2001 Zürcher Kinderbuchpreis La vache qui lit für "Steingesicht", 2003 Nominierung zum Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Jugendbuch für "Und wenn schon!", 2005 Taiwan Book Award für "Steingesicht", 2011 Rosa-Courage-Preis
Schattenblicke

Die 16-jährige Alex ist aufgeregt: Vor ihr liegt eine Woche Klassenfahrt nach Ungarn, an den Plattensee! Doch kaum ist sie aus dem Bus gestiegen, wird sie auch schon überfallen – und gleich darauf gerettet, von einem Jungen mit wunderschönen, traurigen Augen. Als nächstes aber wacht sie in einem kleinen Raum auf einer Liege auf, gefesselt, ohne die geringste Ahnung, wo sie sich befindet und warum. Wer steckt hinter der Entführung? Alex wird immer verzweifelter, und keiner der seltsamen Entführer spricht Deutsch. Keiner, bis auf einen: Plötzlich taucht der Junge mit den traurigen Augen wieder auf ...

Thriller
238 Seiten
dtv 2014
ISBN: 987-3-423-71565-2

Weitere Informationen

Bildergalerie

"Für die Arbeit an 'Schattenblicke' bin ich im September 2011 noch einmal nach Serbien gereist, um weitere Informationen zu sammeln. Zuvor war ich bereits auf Einladung des Goethe-Institutes zu Lesereisen in Ungarn und Serbien gewesen, jetzt aber konnte ich noch einmal ausführlich nachrecherchieren, um die geeigneten Schauplätze für die im Buch vorkommenden Orte zu finden. Valjevo, Novi Sad, Belgrad und Sremski Karlovci fanden schließlich Eingang in die Geschichte, die im Rahmen einer spannenden Entführungshandlung das Augenmerk auf die zum Teil sehr schwierigen Lebensbedingungen junger Leute in Serbien richtet. Auch die Problematik der Roma und der jugendlichen Rückkehrer nach Serbien spielt eine wichtige Rolle – Aleks, der Junge mit den traurigen Augen, wird aufgrund seiner Lebensumstände eher unfreiwilligermaßen in die Rolle des Entführers gedrängt. Aufgewachsen in Deutschland, steht er nun zwischen den Kulturen – eine moderne Flüchtingsproblematik, besonders den Raum des Balkans und der ehemaligen jugoslawischen Republiken betreffend, die bislang kaum Eingang in die moderne Kinder- und Jugendliteratur gefunden hat.

'Schattenblicke' wird nicht mein einziger Roman zu diesem Thema bleiben; ich plane ein weiteres Jugendbuch, in das die für mich sehr wertvollen Grenzgänger-Recherchen einfließen werden."