Das Jubiläum
5. Juli 2014

Bürgerfest

Bildergalerie

Foto: die arge lola / Kai Loges + Andreas Langen 

Bericht vom Bürgerfest

Mit rund 6.000 Besuchern aus Stuttgart und Umgebung hat die Robert Bosch Stiftung am 5. Juli ihr Bürgerfest gefeiert. Zum 50-jährigen Bestehen der Stiftung öffnete sie erstmals ihre Gebäude und den umliegenden Park für die Öffentlichkeit. Auf einem Rundgang über das Gelände lernten die Besucher an rund 40 Stationen die Arbeit der Stiftung kennen. Fragen wie "Was ist schön?" oder "Was verbindest du mit Manga, Sushi, Samurai?" führten in Projekte wie den Deutschen Alterspreis und die Jugendbotschafter nach Japan ein und gaben einen Einblick in die Themen der Stiftung – Wissenschaft, Gesundheit, Bildung, Gesellschaft, Kultur und Völkerverständigung.

"Der Rundgang über das Gelände ist sehr gut gemacht", so ein Besucher aus Stuttgart, "aber besonders toll finde ich, dass an allen Stationen kompetente Ansprechpartner aus der Stiftung stehen, die anschaulich erklären können, was Stiftungsarbeit hier bedeutet." Während des Bürgerfestes beantworteten über hundert Mitarbeiter der Robert Bosch Stiftung die Fragen der Besucher und erzählten aus ihrem Arbeitsalltag. Neben den thematischen Ausstellungsobjekten konnten die Gäste die historischen Räume im ehemaligen Wohnhaus von Robert Bosch aus dem Jahr 1910 besichtigen. Im Neubau "Bosch Haus Heidehof" hingegen präsentierte sich die Stiftung von ihrer modernen Seite: Das Projekt "Du hast die Macht" stellte politischen Rap und junge YouTube-Stars vor, während gegenüber im Kinosaal Filmproduktionen gezeigt wurden, die die Stiftung mit dem Filmförderpreis für internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet hat.

Preisträger und Stipendiaten geben Einblicke vor Ort

Auf zwei Bühnen kamen Stipendiaten und Geförderte, die eigentlichen Protagonisten aus der Stiftungsarbeit, zu Wort. So erzählten Ivo Georgiev und Vanesa Nikolova im Interview mit SWR4-Moderatorin Stefanie Czaja von ihrer Zeit beim Schülerstipendienprogramm Talent im Land. Christian Strob, der als Kulturmanager im saudi-arabischen Dschidda gearbeitet hat, berichtete von den Herausforderungen und Erfolgen der deutsch-arabischen Zusammenarbeit. Auf der Literaturbühne lasen prominente Preisträger und Stipendiaten der Stiftung aus ihren Werken vor, darunter der Chamisso-Preisträger José F.A. Oliver und Grenzgänger-Stipendiat Adam Jaromir.

Mit dem Institut für Geschichte der Medizin (IGM), dem Dr. Magarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) und dem Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) waren weitere Einrichtungen der Stiftung auf dem Bürgerfest vertreten. Mit Hilfe neuster medizinischer Verfahren operierten Besucher mit Ärzten des RBK gemeinsam an Gummibären, die in einer geschlossenen Kiste verborgen waren. Neben der minimal invasiven OP überraschten die Experten mit ungekannten Fakten zum menschlichen Körper. "Dass meine Nerven so lang sind, konnte ich erst gar nicht glauben", sagte eine Besucherin. Sie hatte erfahren, dass die Nervenbahnen ihres Körpers fast sechs Millionen Kilometer lang sind und damit 145 Mal die Erde umspannen könnten.