Das Jubiläum
16./17. Oktober 2014

Zeit der Bürger - wie Zivilgesellschaft und Stiftungen Zukunft gestalten

Bundespräsident Joachim Gauck hat die internationale Konferenz "Zeit der Bürger - wie Zivilgesellschaft und Stiftungen Zukunft gestalten" in Berlin eröffnet. Mit der internationalen Konferenz stellt sich die Robert Bosch Stiftung im 50. Jahr ihres Bestehens der Frage nach der zukünftigen Rolle von Zivilgesellschaft und Stiftungen.

Zivilgesellschaft lebt, wenn Bürger Verantwortung übernehmen. Sie ist der Motor der Demokratie und ein notwendiger Partner für Staat und Wirtschaft. Stiftungen können mit ihren Mitteln und ihrer Unabhängigkeit die Triebfeder der Zivilgesellschaft sein.

Wie kann die Zivilgesellschaft ihre Aufgaben in Zukunft erfüllen? Welche Trends zeichnen sich innerhalb der Zivilgesellschaft ab? Wie müssen sich Stiftungen aufstellen und welche Themen sollten sie aufgreifen, um ihrer Rolle gerecht zu werden? Über diese Fragen diskutieren Praktiker aus Zivilgesellschaft und Stiftungssektor mit Vertretern aus Politik und Medien.

Im Rahmen der Konferenz stellte die Robert Bosch Stiftung auch die Studie "Zukunft des Stiftens" vor, die Roland Berger Strategy Consultants in ihrem Auftrag erarbeitet hat.

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Fotos: Manuel Frauendorf 
Muhammad Yunus (li.), Friedensnobelpreisträger 2006, Bundespräsident Joachim Gauck und Kailash Satyarthi, Friedensnobelpreisträger 2014.

Zukunft der Zivilgesellschaft: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete am 16. Oktober die internationale Konferenz "Zeit der Bürger - wie Zivilgesellschaft und Stiftungen Zukunft gestalten" in Berlin. Im Anschluss sprachen die Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus aus Bangladesch und Kailash Satyarthi aus Indien sowie Saran Kaba Jones von der Organisation FACE Africa aus Liberia und der ehemalige Botschafter Polens, Janusz Reiter, über die Zukunft der Zivilgesellschaft.

Bundespräsident Joachim Gauck erinnerte in seiner Rede zum 50. Jubiläum der Robert Bosch Stiftung an das Vermächtnis von Robert Bosch. Daran wie dieser aus der Motorzündung - einer technischen Innovation - ein Weltunternehmen formte und das Gemeinwohl dabei nie aus den Augen verlor. Er betonte Boschs Engagement für Bildung und Gesundheit, das heute durch die Robert Bosch Stiftung weitergeführt wird. "Durch meine Arbeit als Bundespräsident sehe ich, dass das ganze Land von engagierten Menschen durchzogen ist", sagte Gauck. "Heute gibt es überall Netzwerke, die zusätzlich zu den demokratischen Institutionen dieses Land stark und schön machen." Die Zivilgesellschaft sei Hoffnung und Nektar für ein besseres Morgen, auch in Ländern wie der Türkei, Myanmar oder Indien.

In einer anschließenden Gesprächsrunde gratulierte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus aus Bangladesch zunächst dem neuen Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi, Gründer der Organisation "Global March Against Child Labour" aus Indien, der erst vor wenigen Tagen für seinen Einsatz für Kinderrechte ausgezeichnet wurde. Yunus selbst gilt als Erfinder der Mikrokredite für die Armen in Bangladesch. Auf die Idee kam er, als er Wirtschaft unterrichtete und sich fragte, was er selbst gegen Hunger und Armut in seiner Heimat tun könne. Zuerst verlieh er selbst Geld, später gründete er die Grameen Bank. "Was ich gemacht habe, ist keine Magie", sagt Yunus, "ich habe einfach nach konstruktiven Lösungen gesucht und den Menschen das Geld geliehen, das ich hatte", sagt er. Vor allem an Frauen, die bis dahin keine Chance auf einen Kredit hatten: "Frauen tun etwas für Andere und können mit dem Geld ihre Kinder auf die Schule schicken."

Kinder profitieren auch von der Arbeit des frisch gekürten Friedensnobelpreisträgers Kailash Satyarthi. "Das Größte ist für mich, wenn ich ein Kind befreien und in seine Familie zurückbringen kann", sagt er. 80.000 Kindern hat er in 30 Jahren geholfen. "Jeder von uns hat etwas Besonderes, das er einbringen kann", ermutigt er die 300 Zuhörer im Saal. "Wir müssen unser Mitgefühl globalisieren und das zuerst unseren Kindern vermitteln."

Auch Saran Kaba Jones, Gründerin und CEO von FACE Africa aus Liberia, erinnert angesichts der Ebolakrise an die Stärke der Zivilgesellschaft in unserer globalen Welt. "Wir müssen vor allem die Zivilgesellschaft in Afrika unterstützen. Besonders jetzt, da die Infrastruktur angesichts der Epidemie in manchen Ländern versagt", so Kaba Jones. Veränderungen müssten von unten kommen, von den Menschen. So seien beispielsweise alle einheimischen Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, die in den Gemeinden gegen die Epidemie kämpfen, für sie Alltagshelden. Hunderte jedoch seien bereits jenseits der Medienöffentlichkeit gestorben, so Kaba Jones. Satyarthi fasst die Diskussion über die Zukunft der Zivilgesellschaft mit einem einzigen Satz zusammen: "Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht Du, wer dann?"

(Ellen Köhrer, Oktober 2014)

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Ausschnitt aus der Rede des Bundespräsidenten zur Eröffnung der Konferenz "Zeit der Bürger":

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Fotos: Manuel Frauendorf 
Walter W. Powell, Dekan des Stanford Center on Philanthropy and Civil Society, sieht auch Schattenseiten einer stärkeren Zivilgesellschaft.

Die Zukunft der Zivilgesellschaft hat längst begonnen

Wie funktioniert bürgerschaftliches Engagement in Zeiten von Globalisierung und Klimawandel? Wissenschaftler, Politiker und Sozialunternehmer diskutierten am Nachmittag des ersten Konferenztages über globale und lokale Trends – und brachten Impfprogramme für Entwicklungsländer ebenso ins Spiel wie Patenprojekte in der brandenburgischen Provinz. Die "Zukunft der Zivilgesellschaft" hat längst begonnen.

Es war eine zwiespältige Diagnose, die der Soziologe Dr. Walter W. Powell der Zivilgesellschaft ausstellte. Immer mehr engagierte Bürger würden Wohltätigkeitsorganisationen ins Leben rufen, ob im Gesundheitssektor, in der Jugendarbeit oder in der Flüchtlingshilfe, lobte der Dekan des Stanford Center on Philanthropy and Civil Society. Der Gründergeist habe jedoch auch eine Schattenseite: Er gehe einher mit einem nachlassendem Interesse an den klassischen Institutionen der Demokratie, an Parlamenten und Regierungsorganen. "Bürgerschaftliches Engagement wird zum Katalysator für diesen Abwendungsprozess", so Powell. "Übrig bleibt eine geschwächte Demokratie, die sich zum Sorgenkind des 21. Jahrhundert entwickelt."

Powells nachdenklicher Vortrag war der Auftakt zu den Nachmittagsveranstaltungen am ersten Tag der Konferenz "Zeit der Bürger". Unter dem Titel "Zukunft der Zivilgesellschaft" diskutierten Wissenschaftler, Politiker, Stifter und Social Entrepreneurs über die Rolle des Bürgers an der Schwelle des 21. Jahrhunderts – aus globaler und lokaler Perspektive. Im Anschluss an die Rede von Powell rückte Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller das Wohlstandsgefälle zwischen nördlicher und südlicher Halbkugel in den Fokus. Er ermahnte diejenigen, die "auf der Sonnenseite stehen", die Schwellen- und Entwicklungsländer mit ihren Problemen nicht allein zu lassen. "Wir brauchen eine globale Partnerschaft auf Augenhöhe", forderte er. Als zentrale Herausforderungen nannte er Lohnausbeutung und durch die Erderwärmung verursachte Umweltschäden.

Während der Diskussionsrunde "Zukunft gestalten weltweit" betonte die Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, Dr. Ingrid Hamm, die Notwendigkeit für Stiftungen über den nationalen Tellerrand zu blicken. "Wir müssen erkennen, dass wir in einer globalen Welt leben", sagte sie. Das bestätigte auch Anja Langenbucher, Europa-Direktorin der Bill & Melinda Gates Foundation: In unterentwickelten Weltregionen könnten Stiftungen entscheidend helfen, zum Beispiel bei der Verbesserung der Gesundheitsvorsorge. Als Beispiel führte sie die Gavi-Allianz ins Feld, eine von der Gates-Stiftung gesponserte öffentlich-private Partnerschaft, die Kinder mit Impfstoffen gegen lebensbedrohliche Krankheiten versorgt. Auch Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, stellte die internationale Perspektive in den Vordergrund. Seine größte Sorge: der Klimawandel. Eine sich anbahnende Katastrophe, die auch Mercator mit seinen Projekten verhindern helfen will.

Von der internationalen auf die lokale Perspektive wechselte anschließend das Panel "Zukunft gestalten vor Ort", das bürgerschaftliches Engagement in der Kommune im Fokus hatte. Welche Ideen dort kursieren, erzählte Hans Bertram, Professor für Mikrosoziologie an der Humboldt-Universität: Er berichtete vom "Netzwerk gesunde Kinder" in Brandenburg, in dem ehrenamtliche Paten jungen Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein Gebiet, auf dem auch Rose Volz-Schmidt zuhause ist. Sie ist Gründerin von wellcome, eine gemeinnützige Organisation, die Familien Hilfe anbiete und vermittelt. Richard Arnold, Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, schlussfolgerte: "Bürgerbeteiligung ist eben ein emotionales Ereignis."

"Woraus Engagement gemacht wird" – dieser Leitfrage widmete sich die letzte Diskussion an diesem Nachmittag. Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS-Bank, forderte von Finanzakteuren mehr Verantwortungsbewusstsein. Man müsse sich am Markt an den gleichen Werten orientieren wie in der Zivilgesellschaft. Rolf Rosenbrock, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, brach unterdessen eine Lanze für die freie Wohlfahrtshilfe. Sie sorge immer noch für die wesentlichen sozialen Innovationen, seien es Tafeln oder Frauenhäuser. Thomas Schildhauer, geschäftsführender Direktor des Alexander-von-Humboldt-Instituts für Internet und Gesellschaft, hob indes die Bedeutung von Crowdfunding-Projekten hervor – als Geldquelle für gemeinnützige Unternehmen. Nach diesem ersten Konferenztag war allen Beteiligten klar: Die "Zukunft der Zivilgesellschaft" hat längst begonnen.

(Philipp Wurm, Oktober 2014)

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Ausschnitt aus der Rede Powells auf der Konferenz "Zeit der Bürger":

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Fotos: Manuel Frauendorf 
Diskussion zur "Zukunft des Stiftens" mit (v.l.) Helmut Anheier, Professor für Soziologie der Universität Heidelberg, Wilhelm Krull, Generalsekretär Volkswagen-Stiftung, Ingrid Hamm, Geschäftsführerin Robert Bosch Stiftung, Moderator Brent Goff, Stefan Schaible, Roland Berger Strategy Consultants, und Andreas Rickert, Vorstandsvorsitzender PHINEO gAG.

"Aus Vision kann Realität werden, wenn wir alle mitanpacken"

Am 17. Oktober, dem zweiten Tag der internationalen Konferenz "Zeit der Bürger - wie Zivilgesellschaft und Stiftungen Zukunft gestalten" in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch-Stiftung, ging es um die Ergebnisse und Befunde der Studie "Zukunft des Stiftens", die die Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag der Stiftung erarbeitet hat.

Wie sieht die Zukunft des Stiftens aus? Wie müssen sich Stiftungen heute aufstellen, wollen sie gesellschaftliche Entwicklungen erfolgreich gestalten? "Stiftungen sollen in Zukunft mutiger werden", sagt Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. Die wichtigsten Empfehlungen der Studie "Zukunft des Stiftens" sind, auf die Stärken der eigenen Stiftung zu setzen, dafür den Fokus auf einzelne Bereiche zu setzen sowie für Transparenz zu sorgen. Stefan Schaible, CEO Global Executive Commitee, Roland Berger Strategy Consultants, fasste zusammen: "Aus Vision kann Realität werden, wenn wir alle mitanpacken".

Was Stiftungsarbeit tatsächlich bewirke, sei nicht immer leicht messbar – gerade deshalb brauche es klare Ziele, die konkret beschrieben werden müssen, so Schaible. Eine Stiftung solle sich jedoch auch als lernende Organisation verstehen, bei der Kritik auf fruchtbaren Boden stößt. Man müsse die Menschen überzeugen, dass Stiftungen eine tragende Rolle für die Gesellschaft innehaben, weil sich der Staat aus manchen Bereichen wie der Kultur beispielsweise, langsam zurückzieht.

Transparenz ist ein weiteres Stichwort, das die Studie fordert. Dazu sollten sich nicht nur die großen Stiftungen verpflichten, besonders die über 1000 kleineren Stiftungen im Land könnten da noch einiges tun. Heute würden oft zu schnelle Ergebnisse gefordert, die man leicht über die Medien kommunizieren kann. "Will man Dinge bewirken, braucht es aber einen langen Atem. Nach ein, zwei Jahren sieht man zwar die erste Wirkung, manche Dinge brauchen aber länger, damit sie sich entwickeln können", sagt Schaible.

Wie privates Vermögen die Welt verändert

Wollen Stiftungen etwas verändern, müssen sie ihre Wirkung maximieren. Vor allem Verbrauchsstiftungen, bei denen die Stifter noch leben oder von Erben oder Treuhändern geführt werden, sind da besonders gefordert. Diskutiert wurde auch, was private Vermögen in Bezug auf schwache Staaten tun können. Aktuell fehlen in Ländern wie Liberia oder Westafrika Gelder für Gesundheitsausgaben, um Ebola in den Griff zu bekommen. Ein Feld, bei dem sich auch Verbrauchsstiftungen wirkungsvoll einbringen können.

Wie eine Stiftung arbeitet und wie erfolgreich sie ist, hängt auch von der Persönlichkeit des Stifters ab. Ruben Vardanyan, Mitbegründer und Vorstand der RVVZ Foundation Armenien, hat seine Karriere bei einer der ältesten und größten russischen Investmentbanken gemacht. Er war so erfolgreich, dass er seine Bank mit nur 46 Jahren verkauft hat. Das Unternehmerdenken hatte er jedoch so verinnerlicht, dass er sich nicht einfach zurückgezogen hat. Stattdessen gründete er eine eigene Stiftung und unterstützt damit Bildung, Infrastruktur und das Gesundheitswesen in Armenien, dem Geburtsland seines Vaters. Doch trotz seiner russisch-armenischen Herkunft verliert er nicht den Blick für die Welt. "Wir müssen fragen, was wir tun können, wenn es beispielsweise in Indien an Unterstützung fehlt, und nicht, wie wir unsere Welt in eine fremde Welt übertragen können", sagt Vardanyan.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

In der letzten Veranstaltung stellten verschiedene internationale Stiftungen ihre Konzepte vor. Mariam Noland, Präsidentin der Community Foundation for Southeast Michigan, arbeitet in den USA für eine der größten kommunalen Stiftungen mit einem Stiftungsvermögen von über 530 Millionen US-Dollar. Mit ihrer Stiftung ist sie maßgeblich am Wiederaufbau Detroits beteiligt und sagt: "Wir müssen in Zukunft einen Teil der Rolle des öffentlichen Sektors übernehmen, dabei aber sehr vorsichtig sein." Kooperationen zwischen Stiftungen und nationalen Institutionen seien dazu geeignet.

Auch hier spielt das Thema Transparenz eine Rolle. Transparenz, woher die Stiftungsgelder kommen und für was diese Mittel eingesetzt werden. "Einen guten Ruf kann man schnell verspielen", ist sich auch Dr. Karen Donfried sicher, Präsidentin des German Marshall Fund of the United States, USA. Ihre Stiftung, von Willi Brandt einst gegründet, bekommt einerseits Gelder von der deutschen Bundesregierung, aber auch von privaten Stiftern.

Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung zeigt sich beeindruckt und ist positiv überrascht vom den Ergebnissen der zahlreichen Panels und Diskussionen und vom Potential vieler Stifter. Wie Mariam Noland, die sich vorgenommen hat, eine ganze Stadt zu sanieren. Oder von Sara Kaban Jones von Face Africa, die Trinkwasserprojekte in Liberia fördert. Und von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, der der Überzeugung ist, dass man Missstände selbst beheben müsse - Yunus Strategie heißt "Machen", ein Business gründen, wo er einen Misstand sieht und dranbleiben. Ein gutes Beispiel und Vorbild für alle Stiftungen.

(Ellen Köhrer, Oktober 2014)

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Ausschnitt aus dem Vortrag von Christopher G. Oechsli, Präsident und Geschäftsführer The Atlantic Philanthropies, auf der Konferenz "Zeit der Bürger":
Helmut K. Anheier, Hertie School of Governance
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Prof. Dr. Helmut K. Anheier ist Präsident, Dekan und Professor für Soziologie an der Hertie School of Governance. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Heidelberg und wissenschaftlicher Direktor des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen des Center for Social Investment. Derzeit erforscht er die Rolle von Stiftungen in der Zivilgesellschaft. Helmut Anheier ist Autor von über 300 Publikationen. Für seine Forschung hat er viele internationale Preise erhalten. Seine jüngste Veröffentlichung ist die zweite Auflage seines Lehrbuchs Nonprofit-Organisationen - Theory, Management and Policy (London : Routledge, 2005 und 2014).
Richard Arnold, Schwäbisch Gmünd
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Richard Arnold ist seit 2009 Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd. In seiner täglichen Arbeit setzt er vor allem auf Bürgernähe, auf Toleranz und Offenheit und auf eine positive und aktive Begleitung und Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements. Gerade dieser Einsatz für den Bürgersinn, eine Politik „von unten für die Menschen“ und sein unkonventionelles Plädoyer für eine neue Asyl- und Flüchtlingspolitik rücken ihn zunehmend auch in den Fokus der gesellschaftlichen und politischen Diskussion über Gmünd und die Region hinaus. Im Jahr 2012 wurde er für seine Verdienste um die Verständigung in Europa mit dem Mérite Européen ausgezeichnet.
Prof. Dr. Hans Bertram
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Hans Bertram erforschte in seiner wissenschaftlichen Laufbahn von Beginn an die sozialstrukturellen Entwicklungsbedingungen von Kindern in der Familie und in der modernen Gesellschaft in empirisch-theoretischer Verknüpfung. Von 1984 bis 1992 leitete er als Vorstand und Wissenschaftlicher Direktor das Deutsche Jugendinstitut München und baute dort auf der Basis des Mikrozensus und Befragungsdaten den DJI-Familiensurvey auf als Basis für die empirisch begründete Sozialberichterstattung für die Bundesregierung. Von 1992 bis 2014 hatte er den Lehrstuhl für Mikrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Sein aktuelles Forschungsvorhaben bei re:work "Wandel und Entwicklung von Familie in Deutschland und Japan" knüpft an zahlreiche Projekte zur Situation von Kindern und Familien in Deutschland an.
Kathleen Cravero-Kristoffersson, Oak Foundation
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Kathleen Cravero ist seit Februar 2009 Präsidentin der Oak Foundation. Sie ist verantwortlich für die inhaltliche Arbeit in den Programmen Umwelt, Kindesmissbrauch, Lernunterschiede, Wohnen & Obdachlosigkeit, Internationale Menschenrechte und Themen mit Bezug zu Frauen. Zuvor arbeitete Frau Cravero über zwei Jahrzehnte auf verschiedenen Feldern der Entwicklungspolitik, wie z. B. neu entstehende Demokratien, Konflikte und Notsituationen. Sie arbeitete bei UNAIDS, UNICEF, UNDP und WHO. Zuletzt war sie bei den Vereinten Nationen als Direktorin des Büros für Krisenprävention und Wiederaufbau im Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und als stellvertretende Leiterin des HIV/AIDS-Programms der Vereinten Nationen tätig.
Dr. Karen Donfried, German Marshall Fund of the United States
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Dr. Karen Donfried übernahm die Führung des German Marshall Fund (GMF) als Präsidentin im April 2014. Davor war sie Sonderbeauftragte des US-Präsidenten und Senior Director für europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses. In dieser Funktion war sie Hauptberaterin des Präsidenten für Europa und führte die ressortübergreifenden Prozesse für die Entwicklung und Umsetzung der europäischen Politik des Präsidenten. Vor dem Weißen Haus arbeitete Donfried als National Intelligence Officer (NIO) für Europa beim National Intelligence Council. Donfried hat ausführlich über die deutsche Außen- und Verteidigungspolitik, die Europäische Integration und die transatlantischen Beziehungen publiziert.
Brent Goff, Deutsche Welle (DW)
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Brent Goff is the host of "AGENDA with Brent Goff", the flagship weekly news talk show on Deutsche Welle (DW) TV's English program. Brent is also senior anchor of DW's leading news program, "Journal." For his reporting and anchoring on the financial crisis Brent was nominated as a "Young Global Leader" at the World Economic Forum in 2008. Prior to joining DW, Brent worked as a producer for CNN in Berlin and Washington. He has also reported for Time magazine. He was a Robert Bosch Fellow in 1999-2000.
Saran Kaba Jones, FACE Africa
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Saran Kaba Jones is founder and CEO of FACE Africa, a US/Liberia based NGO that funds clean water projects in Liberia. Saran was born in Liberia but left in 1989 at the young age of eight, shortly before the country's civil war began. The daughter of a career diplomat, she returned to Liberia almost 20 years after she left to find a country in desperate need and made it her mission to help, specifically focused on access to safe drinking water and sanitation.
Thomas Jorberg, GLS Bank
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Thomas Jorberg ist 2003 Vorstandssprecher der GLS Bank. Seit 1995 ist er Gründungsvorstand bei der GLS Beteiligungs AG und Initiator der Energiefonds. Seit 2005 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Elektrizitätswerke Schönau sowie seit 2009 Aufsichtsratsmitglied der Hannoverschen Kassen und Steering Committee-Mitglied der Global Alliance for Banking on Values. 2010 erhielt er den B.A.U.M. Umweltpreis für sein hohes Engagement für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung und einen werteorientierten Umgang mit Geld. 2009 wurde er für seine verantwortungsvolle Unternehmensführung mit dem Future Award ausgezeichnet. 2011 erhielt er den Deutschen Fairness Preis für faire Unternehmensführung.
Prof. Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung
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Wilhelm Krull ist Generalsekretär der VolkswagenStiftung. Zuvor war er als DAAD-Lektor an der Universität Oxford sowie in leitender Position beim Wissenschaftsrat und in der Max-Planck-Gesellschaft tätig. Seit Ende der 1980er Jahre war und ist er Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beratungsgremien, u. a. der OECD, der EU, des BMBF, der Max-Planck-Gesellschaft und des Wissenschaftsrates. Überdies war er 2004 bis 2006 Vorsitzender des Hague Clubs der größten europäischen Stiftungen, 2006 bis 2008 Vorsitzender des europäischen Stiftungsverbandes (EFC) und ist von 2008 bis 2014 Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes deutscher Stiftungen.
Anja Langenbucher, Bill & Melinda Gates Foundation
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Anja Langenbucher is European Director at the Bill & Melinda Gates Foundation. In this role, Anja manages the foundation’s policy, advocacy, and government relations activities in Europe. Prior to joining the foundation, Anja worked for the European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) in a range of roles including managing the EBRD’s technical assistance program and as a transaction leader in the agribusiness team leading both debt and equity transactions. Anja also worked at the IFC/World Bank in Washington and for the European Commission in Brussels; she started her career at the Boston Consulting Group in Munich.
Werner Mauch, UIL, UNESCO
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Werner Mauch is a Senior Programme Specialist at UIL, UNESCO Institute for Lifelong Learning. He is currently responsible for the management of UIL’s adult learning and education (ALE) programme with its focus on the follow-up of the Sixth International Conference on Adult Education (CONFINTEA VI, 2009). Working at UIL since 1993, he has been responsible for a series of UIL research and development projects and activities. He was programme coordinator of the Pan-European CONFINTEA VI Preparatory Conference (Budapest, Hungary 2009) and coordinator of UIL’s post-CONFINTEA V activities on "Adult Learning and Institutions of Higher Education".
Dr. Gerd Müller, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
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Dr. Gerd Müller ist seit Dezember 2013 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit 1994 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages für seinen Wahlkreis Kempten, Lindau und Oberallgäu. Bis 2005 war er u.a. außen- und europapolitischer Sprecher der CSU im Deutschen Bundestag. Von 2005 bis 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Mariam C. Noland, Community Foundation for Southeast Michigan
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Mariam C. Noland ist seit 1985 Präsidentin der Community Foundation for Southeast Michigan, Detroit. Zuvor war sie als Vizepräsidentin der St. Paul-Stiftung und Programmleiterin sowie Schatzmeisterin der Cleveland-Stiftung tätig. Vor ihrer Tätigkeit im Stiftungssektor arbeitete sie am Davidson College und Baldwin-Wallace College. Noland hat einen Masterabschluss in Erziehungswissenschaften von der Harvard University und einen Bachelorabschluss von der Case Western Reserve University.
Christopher G. Oechsli, The Atlantic Philanthropies
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Christopher G. Oechsli ist Präsident und Geschäftsführer von Atlantic Philanthropies, einer Verbrauchsstiftung, die ihr verbleibendes Vermögen bis 2016 ausschütten, ihre komplette Förderung abschließen und damit bis 2020 endgültig ihren Betrieb einstellen wird. Seit 2011 verantwortet Oechsli Förderprogramme in acht Regionen der Welt. In den noch verbleibenden Jahren der Stiftung, konzentriert er sich darauf, die Arbeit zu einem guten Abschluss zu bringen. Hierzu bündelt er die wenigen übrigen Ressourcen auf Initiativen und Organisationen in den historischen Schwerpunktthemen von Atlantic, die ein Potential für transformative Veränderung zeigen. Gleichzeitig ist es Oechsli wichtig, das Wissen und den Umgang mit den zeitlich begrenzten Förderinstrumenten der Atlantic Philanthropies mit Interessierten zu teilen.
Walter W. Powell, Stanford University
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Walter W. Powell ist Professor für Pädagogik, Soziologie, Kommunikation, Organizational Behavior, Management Science and Engineering sowie Public Policy an der Stanford University. Er ist außerdem Gastdozent an der Hertie School of Governance in Berlin. Von 1999 bis 2010 war er Direktor des Scancor (Scandinavian Consortium for Organizational Research) an der Stanford Universität. Dort ist Powell zudem Co-Dekan des Centers for Philanthropie and Civil Society. Powell arbeitet in den Bereichen der Organisationstheorie, Wirtschafts- und Wissenschaftssoziologie. Sein jüngstes Buch, das er gemeinsam mit John Padgett geschrieben hat, trägt den Titel The Emergence of Organizations and Markets, Princeton University Press (2012).
Janusz Reiter, ehem. Botschafter der Republik Polen
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Janusz Reiter ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Center for International Relations sowie ehemaliger polnische Botschafter in Deutschland und den USA. In der Vergangenheit war er außerdem Sonderbeauftragter für Klima. Reiter ist Fellow des Woodrow Wilson Center und Richard von Weizsäcker Fellow der Robert BoschStiftung. Darüber hinaus ist er Vorsitzender der Organisation Humanity in Action Polen, ist Kolumnist und schreibt regelmäßig für die wichtigsten polnischen und internationalen Zeitungen. Janusz Reiter wurde mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband ausgezeichnet. Er erhielt den Ehrenpreis der Europa-Universität Viadrina und die Ehrendoktorwürde des College of the Atlantic in den USA.
Dr. Andreas M. Rickert, PHINEO gAG
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Dr. Andreas M. Rickert ist seit Dezember 2009 Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen PHINEO AG. Er ist für den Aufbau von Partnerschaften, den Ausbau von Geschäftsbeziehungen sowie die Gesamtstrategie zuständig. Zuvor war er zwei Jahre bei der Bertelsmann Stiftung als Direktor des Programms "Zukunft der Zivilgesellschaft" tätig und unterstützte den Vorstand als Assistent. In dieser Zeit stellte er die Weichen für die Gründung der PHINEO gAG. Seine Karriere begann er 2004 bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company. Als Engagement Manager war er primär im Öffentlichen- und Healthcare-Sektor tätig. Dr. Andreas Rickert hat Biologie in Düsseldorf, Davis und Bonn studiert und in Molekularbiologie in Köln und Stanford promoviert.
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Paritätischer Wohlfahrtsverband
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Rolf Rosenbrock, Jahrgang 1945, Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitswissenschaftler, war von 1988 bis 2012 Leiter der Forschungsgruppe Public Health im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und lehrt Gesundheitspolitik u.a. an der Berlin School of Public Health in der Charité Berlin. Er ist Mitglied des Nationalen Aids-Beirates (NAB) sowie der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Landesvereinigung Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.. Im April 2012 wurde er zum ehrenamtlichen Vorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband – gewählt.
Kailash Satyarthi, Global March Against Child Labour
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Kailash Satyarthi ist Aktivist und Pionier im Kampf für Kinderrechte und gegen Kindersklaverei. Nach seiner Ausbildung als Elektroingenieur entschied er sich, eine Bewegung zu starten, um Kinderarbeit und Ausbeutung in Indien und weltweit ein Ende zu setzen. Kailash Satyarthi ist der Architekt und Kopf von zwei der größten zivilgesellschaftlichen Bewegungen, dem Global March Against Child Labour und der Global Campaign for Education. In Indien gründete Kailash die Basisbewegung Bachpan Bachao Andolan, die bisher mehr als 83.000 Kinder aus der Sklaverei befreit hat. Der Preisträger vieler Auszeichnungen wurde als erster mit dem Gütesiegel der Rugmark Initative ausgezeichnet. Er nimmt außerdem an zahlreichen hochkarätigen UN-Foren teil. Seine jüngste Initiative ist die End Child Slavery Week, die sich dafür einsetzt, die Abschaffung der Kindersklaverei in die Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen aufzunehmen.
Stefan Schaible, Roland Berger Strategy Consultants
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Stefan Schaible wurde 2014 zum stellvertretenden CEO im Globalen Executive Committee von Roland Berger Strategy Consultants berufen. Schaible leitet zudem die Kernregion Zentraleuropa. Von 2010 bis 2013 war er Mitglied des Aufsichtsrats. Stefan Schaible studierte an der Universität Konstanz Chemie und Jura. Seine berufliche Laufbahn begann er 1997 bei Roland Berger. Seit 2004 leitet er die Beratung für den öffentlichen Sektor und ist seit 2006 Leiter des internationalen Kompetenzzentrums Civil Economics, Energy & Infrastructure.
Stefan Schaible ist Spezialist für die Beratung des öffentlichen Sektors, für Infrastrukturprojekte sowie den Energie- und Umweltbereich und ein anerkannter Experte für globale Trends.
Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft
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Thomas Schildhauer – Informatiker, Marketingexperte und Internet Forscher – ist Inhaber der Universitätsprofessur Marketing mit Schwerpunkt Electronic Business an der Universität der Künste, Berlin (UdK). Er gründete 1999 und leitet seitdem als Direktor das größte An-Institut der UdK, das Institute of Electronic Business e.V. (IEB). Er hat zudem die Verantwortung für das Berlin Career College im Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW), das die Weiterbildungsangebote der UdK bündelt, und ist Mitglied des Erweiterten Präsidiums der UdK. Als geschäftsführender Direktor des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) forscht er transdisziplinär insbesondere über das Themenfeld "Internet enabled innovation".
Robert Shaw, Prinzessinnengarten
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Robert Shaw ist seit 2008 Gesellschafter und Geschäftsführer der "Nomadisch Grün" gGmbH; 2009 Gründung des Pilotprojektes Prinzessinnengarten. Europaweit beratend beim Aufbau von Gärten tätig.
Aaron Sherinian, United Nations Foundation
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Aaron Sherinian is the Vice President of Communications and Public Relations for the United Nations Foundation. Aaron has led the Foundation’s public relations efforts, media relationships, strategic outreach, and online presence since 2009. He has helped build some of the most talked about milestones in digital global engagement around causes and UN issues over the last few years including the Social Good Summit, #GivingTuesday, Rio+Social and the Momentum1000 global social media rally. Before joining the UN Foundation, Aaron Sherinian served Managing Director of Public Affairs for the Millennium Challenge Corporation, a U.S. Government development assistance agency administering $7 billion in poverty reduction grants in 40 partner countries, with a decade of service as a Foreign Service Officer for the U.S. Department of State in Ecuador, Armenia, Costa Rica, Colombia, and Washington D.C.
Ruben Vardanyan, RVVZ Foundation
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Ruben Vardanyan ist Mitbegründer und Vorsitzender des Vorstands der Stiftung RVVZ und Berater des Vorstandsvorsitzenden der Sberbank Russlands. Davor war er als Geschäftsführer und Vorsitzender des Vorstands der Troika Dialog tätig, einer der ältesten und größten Investmentbanken in Russland und der GUS vor der Fusion mit der Sberbank im Januar 2012. Der bekannte Unternehmer und Philanthrop hat die Entwicklung des russischen Aktienmarktes stark beeinflusst. Er ist Vorstandsmitglied in zahlreichen Unternehmen in Russland und im Ausland. Vardanyans Expertise in der russischen Wirtschaft, Philanthropie und Bildung machen ihn zu einem häufigen Gast auf Wirtschaftsforen und zu einem oft zitierten Experten in den russischen und internationalen Medien.
Rose Volz-Schmidt, wellcome gGmbH
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Rose Volz-Schmidt ist Gründerin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen wellcome gGmbH – ein Angebot, das bürgerschaftliches Engagement mit praktischer Hilfe für alle Familien verbindet. Als Supervisorin und Beraterin hat Rose Volz-Schmidt langjährige Erfahrung in der Entwicklung sozialer Einrichtungen und einen besonderen Blick auf die Menschen, die darin arbeiten. Rose Volz-Schmidt wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. als Social Entrepreneur des Jahres in 2007 (Schwab Foundation), in 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz. Im Netzwerk der Robert-Bosch-Stiftung ist sie seit 2011 als Verantwortliche unterwegs.
Professor Muhammad Yunus, Gründer Grameen Bank
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Muhammad Yunus ist Gründer der Grameen Bank und Vorsitzender und Mitbegründer von Yunus Social Business. Heute hat die Grameen Bank über 8,4 Millionen Mitglieder, sie hat seit der Gründung über 12,5 Mrd. US-Dollar verliehen. 2006 wurde ihm gemeinsam mit der Grameen Bank der Friedensnobelpreis "für die Bemühungen um wirtschaftliche und soziale Entwicklung von unten“ verliehen. Seit 2006 hat sich Professor Yunus auf die Verbreitung und Umsetzung des Konzepts der Social Business konzentriert. Auf ihn gehen mehr als 40 soziale Unternehmen allein in Bangladesch zurück - einige sind die größten Unternehmen in der Region. Professor Yunus ist zurzeit Vorsitzender des Yunus Centre, ein One-Stop-Ressourcenzentrum für alle Grameen Social Business Aktivitäten in Bangladesch und der ganzen Welt.

1. Konferenztag

Zukunft der Zivilgesellschaft
1. Tag, 16. Oktober 2014
  • Ort: Hauptstadtrepräsentanz Deutsche Telekom AG, Französische Straße 33a-c, Berlin
  • Moderator: Brent Goff, Deutsche Welle TV

11.00 Uhr Begrüßung
Dr. Kurt W. Liedtke, Vorsitzender des Kuratoriums, Robert Bosch Stiftung

11.10 Uhr Ansprache
Bundespräsident Joachim Gauck

11.30 Uhr It’s people who really matter. Civil Society changes the World

  • Prof. Dr. Muhammad Yunus, Gründer Grameen Bank
  • Kailash Satyarthi, Gründer Global March Against Child Labour
  • Saran Kaba Jones, Gründerin und CEO, FACE Africa
  • Janusz Reiter, Botschafter der Republik Polen a. D.

Zivilgesellschaft entsteht aus dem Engagement von Individuen, die mit Mut, Initiative und Leidenschaft voran gehen. Was treibt die Menschen an, die die Welt verändern und was können wir von ihnen lernen?

12.30 Uhr Mittagessen


14.00 Uhr Die Rolle der Zivilgesellschaft
Prof. Dr. Walter W. Powell, Dekan, Stanford Center on Philanthropy and Civil Society

14.30 Uhr Zukunft gestalten weltweit
Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Klimawandel, Konflikte, Hunger. Die Liste der internationalen Herausforderungen wird täglich länger. Entwicklungspolitik wird nur dann erfolgreich sein, wenn die zivilgesellschaftlichen Akteure diese aktiv mitgestalten. Was bedeutet das für Globale Partnerschaften und wo findet sich dieser Ansatz in der Zukunftscharta, an der das BMZ gerade gemeinsam mit der Zivilgesellschaft arbeitet?

Anschließend im Gespräch mit

  • Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin, Robert Bosch Stiftung
  • Dr. Anja Langenbucher, Direktorin Europe Office, Bill & Melinda Gates Foundation
  • Michael Schwarz, Geschäftsführer, Stiftung Mercator

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Zukunft gestalten vor Ort

  • Richard Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd
  • Prof. em. Dr. Hans Bertram, Professor für Mikrosoziologie, Humboldt Universität zu Berlin
  • Rose Volz-Schmidt, Gründerin und Geschäftsführerin, wellcome gGmbH
  • Robert Shaw, Mitgründer, Prinzessinnengärten

Das Zusammenleben in unserer Gesellschaft ist einem starken Wandel unterworfen. Welche Themen werden in Zukunft bedeutsam und welche Rollenwahrnehmungen nötig? Wie lässt sich der kommunale Raum gestalten, um zukünftig bestmögliche Voraussetzungen für zivilgesellschaftliche Aktivität zu schaffen?

17.00 Uhr Zukunftsressourcen: Woraus Engagement gemacht wird

  • Thomas Jorberg, Vorstandssprecher, GLS-Bank
  • Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender, Paritätischer Wohlfahrtsverband
  • Werner Mauch, Senior Programme Specialist, UNESCO Institute for Lifelong Learning
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Geschäftsführender Direktor, Alexander-von-Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft

Zivilgesellschaftliche Initiative braucht Ressourcen. Ihre Flexibilisierung und neu Zugänge bieten neue Potenziale und Herausforderungen. Welche Möglichkeiten und Aufgaben ergeben sich hieraus für zivilgesellschaftliche Akteure?

18.00 Uhr Aufführung "322 Paintings" von Jutta Bosch und Gespräch mit der Künstlerin

18.45 Uhr Empfang


gegen 21.00 Uhr Ende erster Veranstaltungstag

2. Konferenztag

Zukunft des Stiftens
2. Tag, 17. Oktober 2014
  • Ort: Berliner Repräsentanz Robert Bosch Stiftung, Französische Straße 32, Berlin
  • Moderator: Brent Goff, Deutsche Welle TV

9.15 Uhr Begrüßung

9.20 Uhr Zukunft des Stiftens

  • Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin, Robert Bosch Stiftung
  • Prof. Dr. Helmut Anheier, Professor für Soziologie, Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär, Volkswagen Stiftung
  • Dr. Andreas Rickert, Vorstandsvorsitzender, PHINEO gAG
  • Stefan Schaible, Stellvertretender CEO Global Executive Committee, Roland Berger Strategy Consultants

Wie müssen sich Stiftungen aufstellen, um gesellschaftliche Entwicklungen erfolgreich zu gestalten? Mitwirkende Akteure diskutieren die Ergebnisse und Befunde der Studie "Zukunft des Stiftens", die Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag der Robert Bosch Stiftung erarbeitet hat.

10.30 Uhr Kaffeepause


11.00 Uhr How private wealth can change the world
Christopher G. Oechsli, Präsident und Geschäftsführer, The Atlantic Philanthropies

Anschließend im Gespräch mit:

  • Ruben Vardanyan, Mitgründer und Vorstand, RVVZ Foundation
  • Dr. Kathleen Cravero-Kristoffersson, Präsidentin, Oak Foundation

12.00 Uhr "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!" Zukunftsweisende Ansätze von Stiftungshandeln

  • Dr. Karen Donfried, Präsidentin, German Marshall Fund of the United States
  • Mariam Noland, Präsidentin, Community Foundation for Southeast Michigan
  • Aaron Sherinian, Vizepräsident für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, UN Foundation, USA

Themenanwälte, Plattformbauer, Vernetzer. Stiftungen tauchen zukünftig in vielfältigen Rollen auf. Inspirierende Beispiele aus der internationalen Stiftungspraxis geben Anregung und Anlass zum Austausch.

13.00 Uhr Abschluss

13.30 Uhr Mittagessen

Ende der Konferenz