Das Jubiläum

Das Jubiläums-Magazin

Aus dem Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,


dass die Robert Bosch Stiftung auf 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, verdankt sie dem Vermächtnis ihres Namensgebers, der sich als erfolgreicher Unternehmer und Stifter für sein Land verantwortlich fühlte und der sich als mündiger Staatsbürger und als Pionier der Globalisierung immer wieder für nötigen Wandel einsetzte. Und wir wollen nicht vergessen: Wie zu Lebzeiten des Stifters ist auch heute der Erfolg seines Unternehmens die wirtschaftliche Grundlage für nachhaltiges gemeinnütziges Handeln.

Wer Verantwortung für eine Stiftung trägt, muss seine Ziele im Dialog mit der Gegenwart überzeugend und transparent bestimmen. Genau dies hat Robert Bosch in seinem Vermächtnis als Auftrag zu fortgesetzter Erneuerung stifterischen Handelns festgehalten. Seine gemeinnützigen Bestrebungen sollten nicht als Denkmal fortleben, sondern als Beispiel für gesellschaftliche Verantwortung in einer freiheitlichen Ordnung.

Dennoch bewegt sich stifterisches Handeln im Dialog mit der Gegenwart und ihren Herausforderungen nicht in einem erinnerungsfreien Raum. Die zentralen Arbeitsfelder der Robert Bosch Stiftung, Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit, waren schon die Themen des Stifters in seiner Zeit und sie bleiben von verblüffender Aktualität, wie uns die Beiträge in dieser Magazinausgabe zeigen.

Die thematische Vielfalt lebt in einer gedanklichen Klammer. Man kann sie auch bei Robert Bosch wiederfinden in der lakonischen Bilanz der Gründe für seine ungewöhnliche Karriere als Stifter: "Der Idealist ist ein Materialist, klug genug einzusehen, dass es nicht ihm allein gut gehen kann." Und diesem ganz pragmatisch klingenden Motto, mit doch sehr erheblichen Folgen für den eigenen ethischen Standort, steht die unternehmerische Maxime zur Seite: "Lieber Geld verlieren als Vertrauen!" Damit erschließt sich eine Grundhaltung, die auf Dialog, Fairness und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzt.

Dialog ist das Medium der Entspannung bei Konflikten, die Plattform für den Wettbewerb der Ideen, der Schlüssel zu Verständigung und Freundschaft mit den Nachbarn unseres Landes in Europa und der Welt. Als Stiftung können wir nur dann glaubwürdig unseren Beitrag leisten, wenn wir im Alltag unserer Arbeit auch den lebendigen Dialog mit unseren Partnern in der Gesellschaft pflegen, denn ihre Anstöße sind für uns ein unverzichtbarer Motor des Neuen. Deshalb ist diese Jubiläumsausgabe auch ein Zeichen des Dankes an alle, die uns helfen, das Richtige rechtzeitig zu tun.

Dr. Kurt W. Liedtke
Vorsitzender des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung

Das Magazin

Robert Bosch Stiftung (Hg.)  Das Magazin "Fünfzig Jahre Richtung Zukunft"  Lesen und empfehlen