Fast Track

Portraits der Stipendiatinnen

Rechts-, Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften,
Jahrgang 2013 - 2015
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Dr. Diana Boer, PhD
Diana Boer arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie, Abteilung der Sozialpsychologie, an der Goethe Universität Frankfurt. Als Kulturpsychologin interessiert sie sich generell für den Einfluss von Kultur auf das menschliche Verhalten, Entscheidungen und Gesundheit. Ihr Habilitationsprojekt untersucht im Besonderen die Auswirkungen verschiedener Bedrohungen auf psychologische Prozesse. Zum Beispiel untersucht sie, wieweit Umweltbedrohungen, wie die Ansteckungsgefahr von Krankheiten oder ökonomische Bedrohung, wie Armut oder die Finanzkrisen zu Veränderungen in psychologischen Prozessen führen können. Ihre Forschung strebt eine kultursensible Theorienentwicklung an. Dabei soll das Einbeziehen diverser Menschengruppen mit unterschiedlichen ethnischen, ökonomischen und sozialen Hintergründen in der Psychologie gefördert werden, um deren Lebensumstände und Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.
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Ass. Prof. Dr. Taiga Brahm
Wie kann die Lehre an Hochschulen weiterentwickelt werden, damit Studierende die Anforderungen der Zukunft bewältigen können? Durch welche Maßnahmen verbessert sich die Lehre an Hochschulen nachhaltig? Diese Fragen leiten die bildungswissenschaftliche Forschung von Taiga Brahm. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass an Hochschulen zwar vielfältige Initiativen bestehen, die Lehrqualität zu verbessern, allerdings die Nachhaltigkeit häufig ausbleibt. Als ein Grund dafür kann identifiziert werden, dass solche Initiativen oft auf einer individuellen Ebene ansetzen. Für nachhaltige lehrbezogene Veränderungsprozesse sind neben der individuellen Kompetenzentwicklung von Lehrenden und Studierenden auch die Qualität der Studienprogramme und organisatorische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
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Dr. Nadja Dwenger
Die Bedeutung der Steuermoral für ein gerechtes Steuersystem ist verstärkt in den Blickpunkt der öffentlichen Debatte gerückt. Allerdings sind die Determinanten für eine ehrliche Steuerzahlung der Individuen – trotz ihrer gesellschaftlichen Bedeutung – in der wissenschaftlichen Literatur nach wie vor weitgehend unverstanden. Nadja Dwenger untersucht in Feldexperimenten, inwieweit die Steuerehrlichkeit der Individuen durch die Androhung von Strafen bzw. durch eine hohe Wahrscheinlichkeit der Aufdeckung von Steuerhinterziehung gefördert werden kann. Als Volkswirtin interessiert sie außerdem, inwieweit sich solche externen Anreize auf die intrinsische Motivation der Steuerpflichtigen auswirken, also auf ihre Bereitschaft, aus moralischen oder pro-sozialen Überlegungen heraus Steuern zu zahlen.
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Dr. Julia Fleischer
Welchen Einfluss haben Ministerialverwaltungen auf politische Entscheidungen und wie wird er eingesetzt? Julia Fleischer forscht und lehrt zu den Strukturen und Prozessen in Regierungsorganisationen im internationalen Vergleich. Sie beschäftigt sich mit dem Zustandekommen und Auswirkungen des Ressortzuschnitts und der internen Organisation von Ministerien, mit der Koordination einzelner Politikbereiche wie etwa der Klimapolitik oder der inneren Sicherheit sowie mit den Rekrutierungs- und Karrieremustern von Spitzenbeamten. Ziel ist es, die oftmals weniger beachtete Relevanz exekutiver Akteure in politischen Prozessen zu analysieren und Konsequenzen für die Qualität des Regierens sowie die Legitimation und Effizienz von Regierungshandeln zu identifizieren.
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Univ.-Doz. Dr. Anna-Maria Getoš
Anna Getoš ist Universitätsdozentin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zagreb in Kroatien (Lehrstuhl für Strafrecht) und leitet dort seit Ende 2012 die Max-Planck-Partnergruppe für „Balkan Criminology“. Schwerpunkte ihrer Forschung umfassen folgende Themenbereiche bezogen auf die Balkanregion: Gewalt, organisierte Kriminalität und illegale Märkte; Gefühle und Wahrnehmung von (Un)Sicherheit und Kriminalität; internationale Strafzumessung. Neben der empirischen kriminologischen Forschung selbst leitet sie auch den Auf- und Ausbau eines regionalen Netzwerks von Experten. WeitereThemenbereiche die durch Ihre internationalen Forschungsprojekte umfasst sind: ISRD3 Croatia – International Self-Report Delinquency Study; TRAFSTAT Croatia – Tools for the Validation and Utilisation of EU Statistics on Human Trafficking; RJ Croatia – Restorative Justice at Post-Sentencing Level – Supporting and Protecting Victims.
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Lena Hipp, PhD
Warum sind Einkommen ungleich verteilt? Wie gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Diesen und ähnlichen Fragen geht Lena Hipp auf den Grund. Nach dem Abschluss ihrer Promotion an der Cornell University (USA) kehrte die Soziologin nach Deutschland zurück und übernahm die Leitung der Forschungsgruppe „Work and Care“ am Wissenschaftszentrum Berlin. In diesem Rahmen untersucht Lena Hipp derzeit, warum Arbeit im sozialen Dienstleistungssektor so schlecht entlohnt wird und unter welchen Bedingungen sich Männer verstärkt in die Familienarbeit einbringen. Zur Beantwortung dieser Fragen arbeitet sie sowohl quantitativ als auch experimentell.
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Dr. Elisa Hoven
Die Bestechung im ausländischen Geschäftsverkehr ist, so beschreibt es der Vorsitzende der OECD Working Group on Bribery, zu „einem der größten Entwicklungshindernisse geworden, beeinträchtigt das Vertrauen in die staatlichen Institutionen, führt zum Verlust von Steuergeldern und zu unfairem Wettbewerb“. Elisa Hoven untersucht in ihrem Vorhaben normative und verfahrenspraktische Herausforderungen in der Verfolgung von Auslandsbestechung durch deutsche Ermittlungsbehörden. Im Rahmen einer empirischen Studie wertet sie deutschlandweit Korruptionsverfahren – wie die Verfahren gegen Siemens oder MAN – aus und identifiziert kontroverse Aspekte, die eine konsequente Anwendung der Tatbestände erschweren. Die Erkenntnisse der Studie zur Phänomenologie der Auslandsbestechung und ihrer Sanktionierung bilden die Grundlage für Reformvorschläge auf normativer, institutioneller und prozessualer Ebene.
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Dr. Theresa Kuhn
Wie wirken sich Europäische Integration und Globalisierung auf den Alltag der europäischen Bürger aus, und wie reagieren diese in ihren Einstellungen, kollektiven Identitäten und ihrem Verhalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Theresa Kuhn. Anhand von Umfragedaten untersucht sie, inwiefern sich grenzüberschreitende Kontakte auf Europäische Identität auswirken. Ihr aktuelles Forschungsprojekt analysiert anhand von Laborexperimenten, unter welchen Umständen Bürger bereit sind, ihr Geld mit anderen Europäern zu teilen. Theresa Kuhn ist ab Februar 2014 Assistant Professor an der Universität Amsterdam. Zuvor hat sie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert und an der Oxford University und der Freien Universität Berlin geforscht und gelehrt.
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Dr. Christine Lohmeier
In welchem Verhältnis stehen Medien, Zeit und Erinnerung zueinander? Welche Rolle spielen Gedenktage, Monumente und individuelle und kollektive Erinnerungspraktiken in Zeiten der Digitalisierung? Als Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin beschäftigt sich Christine Lohmeier mit dem Wechselspiel zwischen individueller und kollektiver Erinnerung einerseits und Journalismus und digitalen Medien andererseits. In diesem Zusammenhang erforscht sie unter anderem die Erinnerungspraktiken von Migranten und das Erinnern und Vergessen von Migration als gesamtgesellschaftliches Phänomen. Christine Lohmeier forscht und lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
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Dr. Julia Lübke
Julia Lübke untersucht an der Universität Heidelberg die rechtlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensvererbung. Sie interessiert sich vor allem dafür, wie ein Unternehmer durch testamentarische Anordnungen oder gesellschaftsvertragliche Vorgaben die Unternehmensfortführung durch seine Erben steuern kann. Wie lassen sich dabei auftretende Widersprüche zwischen der weitgehenden erbrechtlichen Gestaltungsfreiheit und den engeren Grenzen gesellschaftsrechtlicher Prinzipien auflösen? Weitere Schwerpunkte ihrer Forschung sind die europäische Kapitalverkehrs- und Niederlassungsfreiheit und deren Auswirkungen auf das nationale Privatrecht, insbesondere auf gesellschafts- und kapitalmarktrechtliche Regelungen zum Erwerb von Gesellschaftsanteilen und zur Ausgestaltung von Gesellschafterrechten.
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Dr. Nele Noesselt
Nele Noesselt ist Research Fellow am GIGA Institut für Asienstudien in Hamburg. Seit Juni 2012 leitet sie dort das Forschungsteam Komparativer Regionalismus. Zudem ist sie Lehrbeauftragte für Chinesische Politik an den Universitäten Hamburg und Essen. Sie forscht zu der Frage der chinesischen Weltordnungsvorstellungen vor dem Hintergrund der sich seit dem Ausbruch der globalen Banken- und Finanzkrise abzeichnenden globalen Machtverschiebungen. Hierzu beleuchtet sie Governance-Prozesse, insbesondere Vorstellungen zum Zusammenspiel von Politik und Ökonomie, im nationalen, regionalen und globalen Kontext. Ziel ihrer Forschung ist es, bestehende theoretische Analyserahmen kontextsensitiv weiterzuentwickeln und einen Beitrag zur Professionalisierung der modernen Chinaforschung zu leisten.
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Dr. Miriam Prys
Veränderungen in der Weltpolitik insbesondere in den letzten 10 Jahren haben einen viel beschriebenen Wandel in der globalen Machtverteilung und der globalen Ordnung mit sich gebracht. Dabei werden speziell die sogenannten BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) als immer wichtigeren Spieler der internationalen Politik und Wirtschaftsbeziehungen beschrieben. Miriam Prys befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten dieses Wandels. Ihre Forschung beschäftigt sich dabei z.B. mit den Auswirkungen der Pluralisierung maßgeblicher Akteure auf die Herausbildung gemeinsamer Normen und Handlungsimperativen in der internationalen Klimapolitik. In Zukunft wird sie sich zudem der Frage nach dem potentiellen Beitrag regionaler Kooperationsabkommen zur globalen Problemlösungsfähigkeit in Bereichen der Umweltpolitik, aber auch darüber hinaus in Feldern wie Handel und Friedenssicherung, widmen.
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Jun.-Prof. Dr. Julia Redenius, LL. M.
Julia Redenius ist Juniorprofessorin für Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht an der Frankfurt School of Finance & Management und Research Fellow am Institute for Law and Finance an der Goethe Universität Frankfurt. Sie habilitiert bei Professor Theodor Baums zu den Themen Unternehmensrecht und ökonomische Analyse des Rechts. Zwei Schwerpunkte prägen ihre Forschung: Zum einen soll ihre Forschung Fragen der Corporate Governance beantworten, beispielsweise wie die Frauenquote im Vorstand und Aufsichtsrat umgesetzt werden kann, verschiedenen Probleme in Bezug auf die Vorstandsvergütung (Festsetzung, Kontrolle, Offenlegung, Angemessenheit) oder die Haftung der Organe einer Gesellschaft. Zum anderen widmet sie sich u. a. dem Umwandlungs- und dem Bankaufsichtsrecht. Bei allen Fragestellungen muss auch die Rechtsvergleichung eine bedeutende Rolle spielen.
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Jun.-Prof. Dr. Solveig Richter
Was haben Kabul, Kairo, Kiew und Sarajevo gemeinsam? In all diesen Städten erhoffen sich Menschen mehr Demokratie, kämpfen für mehr Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Doch warum sind diese Länder nicht erfolgreich sondern hadern im Gegenteil mit Gewalt und Instabilität? Solveig Richter forscht als Politikwissenschaftlerin darüber, wie Demokratisierungsprozesse ablaufen und politische Reformen von außen, etwa der Europäischen Union, unterstützt werden können. Einen besonderen Fokus legt sie dabei auf Post-Konfliktländer, die nicht nur mit der Herausforderung konfrontiert sind, staatliche Ordnung wiederherzustellen, sondern auch Versöhnungsprozesse einzuleiten und die Wirtschaft in Gang zu bringen. Regionalexpertise hat sich Solveig Richter dabei insbesondere zu den Ländern Südosteuropas erworben, wo sie selbst auch lange geforscht und gearbeitet hat.
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Dr. Karoline Rogge
Karoline Rogge geht als Umweltökonomin und Innovationsforscherin der Frage nach, welche politischen Rahmenbedingungen zum Gelingen der Energiewende beitragen. Dabei untersucht die Wissenschaftlerin am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe insbesondere, welchen Einfluss langfristige Klimaschutzziele und umweltpolitische Instrumente auf Innovationsstrategien und Innovationssysteme im Stromsektor haben. Gegenwärtig konzentriert sie sich dabei auf den deutschen Policy Mix zur Beschleunigung des technologischen Wandels bei den Erneuerbaren Energien. Seit November 2013 analysiert sie zudem als Lecturer in ,Energy Policy and Sustainability' an der University of Sussex den britischen Policy Mix zur Förderung von Innovationen, die die Energienachfrage senken.
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Dr. Christiane Schöl
Demokratische Führung erscheint gegenwärtig als gesellschaftliches Ideal. In Zeiten der Krise und gesellschaftlicher Umwälzungen jedoch wird der Ruf nach einer starken, autokratischen Führung immer wieder laut. Aus sozialpsychologischer Perspektive geht Christiane Schöl der Frage nach, welche situationellen Determinanten und welche Personenmerkmale zu einer Befürwortung von autokratischen Führungsverhältnissen beitragen. Ein besonderer Fokus ihrer Forschung liegt dabei auf dem Zusammenspiel von situationeller Unsicherheit und dem Selbstwert – genauer einem niedrigen bzw. einem narzisstisch überhöhten Selbstwert – einer Person. In weiteren Projekten beschäftigt sie sich mit den Ursachen von Stereotypen gegenüber Dialekten und ausländischen Akzenten sowie den Folgen von sozialem Ausschluss.
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Dr. Angela Schwerdtfeger
Auf welche Weise beeinflussen aktuelle Krisen wie Terroranschläge oder die Finanzkrise das Gesetzgebungsverfahren und die Gestaltung von Gesetzen? Entsteht in Form von Krisengesetzen ein neuer Gesetzestyp? In Krisensituationen sind unter Zeitdruck auf unsicherer Grundlage komplexe Fragen zu entscheiden. Das Gesetzgebungsverfahren wird im Eiltempo durchgeführt. Es entsteht der Eindruck, der Bundestag nicke Vorgaben der Regierung nur noch ab. Entscheidungsstrukturen auf EU-Ebene erhöhen die Komplexität zusätzlich. Die Rechtswissenschaftlerin Angela Schwerdtfeger untersucht in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt, inwieweit diese Entwicklungen mit dem Grundgesetz vereinbar sind und wie das US-amerikanische Rechtssystem derartige Fragen beantwortet.
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Dr. Helene Tenzer
Internationale Zusammenarbeit ist in der globalisierten Arbeitswelt selbstverständlich geworden. Multinationale Teams koordinieren die weltumspannenden Aktivitäten von Großkonzernen und helfen beim Erschließen neuer Märkte. Die Arbeitssprache dieser Teams ist meistens Englisch. Da nicht jeder Mitarbeiter diese „Weltsprache“ auf muttersprachlichem Niveau beherrscht haben viele Teams mit Sprachbarrieren zu kämpfen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Helene Tenzer untersucht, wie sich diese Barrieren auf die Zusammenarbeit auswirken. Sie führt Interviews mit Leitern und Mitarbeitern multinationaler Teams und vereint Theorien aus der Managementforschung, Linguistik und Organisationspsychologie, um die Wirkung von Sprache auf Emotionen, Vertrauen, Machtverhältnisse und Wissenstransfer in der Teamarbeit zu erklären.
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Dr. Amelie Wiedemann
„Ich will mehr Sport treiben!“ Oft sind wir motiviert, ein gesundes Leben zu führen. Aber warum schaffen wir es dann selten, den inneren Schweinehund zu besiegen? Maßnahmen zur Gesundheitsförderung vermitteln häufig Wissen, zum Beispiel über Effekte von Sport auf die Gesundheit. Wissen allein reicht jedoch nicht aus, wenn wir Hindernissen begegnen - wie beispielsweise strömendem Regen, wenn wir joggen gehen wollen. Doch wie können wir Menschen bei der Verhaltensänderung unterstützen? Amelie Wiedemann untersucht Wirkmechanismen von Theorie- und Evidenzbasierten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Ihr Ziel ist es, Interventionen mit nachhaltigen Effekten zu entwickeln. Dabei fokussiert sie auf Strategien zur Selbstregulation und die Entwicklung von änderungsresistenten Gewohnheiten.
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Dr. Liane Wörner
Ist das Leben in allen Phasen – von seinem Anfang bis an sein Ende – gleich schützenswert? Liane Wörner behandelt diese zentrale menschliche Fragestellung aus strafrechtlicher Perspektive und untersucht, welche Widersprüche im derzeitigen Lebensschutzkonzept vorliegen, welche aus systemischen Gründen auszuräumen oder auch hinzunehmen sind. Dabei versucht sie, die statische Rechtslage mit der dynamischen Entwicklung der Medizintechnik und der damit einhergehenden Verantwortung in Einklang zu bringen und einen Lösungsweg zu entwickeln, durch den das Strafrecht mit den gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten kann. Ihre weiteren Interessen gelten vor allem der Strafrechtsvergleichung, etwa der Untersuchung von Verankerungsmechanismen im Recht oder methodisch der Bedeutung der Rechtsvergleichung bei der Europäisierung des Strafrechts.