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Bildungsreform - Was Berlin und New York voneinander lernen können

„School Turnaround – Berliner Schulen starten durch“ setzt auf die Schulwende von innen heraus. Für die beteiligten Schulen bedeutet das viel Arbeit und Engagement – verbunden mit zahlreichen Angeboten zur Unterstützung. Zugleich gibt das Projekt einen zeitlichen und inhaltlichen Rahmen vor.

Der Nutzen für die Schulen

School Turnaround zielt auf Verbesserungen in vier klar definierten Feldern: Unterrichtsqualität, Schulmanagement, Schulkultur und Schülerleistungen. Im Einzelnen bedeutet das etwa die Einführung innovativer Lehr- und Lernmethoden, professionellere Arbeit der Schulleitung und anderer Gremien, die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und nicht zuletzt messbare Ergebnisse: mehr Schulabschlüsse, mehr Anmeldungen, weniger Schulabbrecher.

Jede Schule ist anders. Jede Schule braucht andere Ziele und entsprechende Maßnahmen. Jede der teilnehmenden Schulen wird am Ende des Projekts am Erreichen ihrer individuellen Ziele gemessen. Dann zeigt sich, ob eine Schule die Schulwende geschafft hat, und sich von diesem Punkt weiter entwickeln kann. Der Turnaround ist dann erreicht, wenn möglichst alle Schüler wieder gern und erfolgreich lernen können.

Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen

Am Beginn des Projektes steht die Analyse der jeweiligen Schulsituation. Dabei werden – ergänzt durch vorliegende Berichte der Schulaufsicht – die Probleme und Herausforderungen geklärt, vor denen die Schule steht. Doch nicht nur das: Auch was gut läuft, die Potenziale und „Schätze“ einer Schule kommen zur Sprache. Diese Analyse ist die erste Unterstützungsmaßnahme. Sie hilft beim frischen Blick auf die eigene Situation, öffnet die Augen für Dinge, an denen vielleicht schon lange nicht mehr gerührt wurde.

Auf die Analyse folgt die Zielsetzung – und für deren Umsetzung gibt es seitens des Projektes eine ganze Reihe an Maßnahmen. Zentral ist der Einsatz professioneller Prozessbegleiter, Coaches und Fachberater aus Projektgeldern. Sie unterstützen Schulleitung und Kollegium bei Schulentwicklungsprozessen, helfen etwa bei der Ganztagsgestaltung oder beim Einsatz neuer Unterrichtsmethoden.

Darüber hinaus beinhalten die Unterstützungsmaßnahmen Hospitationen und Besuche bei anderen Schulen – etwa diejenigen, die die Robert Bosch Stiftung mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet hat – und die Einbindung in die Netzwerke des Projekts, der Stiftung und der Senatsverwaltung. Wissenschaftliche und fachliche Begleitung schafft die Möglichkeit direkter Rückmeldung während des Veränderungsprozesses. Der kann so auch ständig angepasst und neu ausgerichtet werden.

Zuletzt steht auch ein Budget für spezielle Maßnahmen und Anschaffungen im Rahmen des School Turnarounds zur Verfügung, und zusammen mit dem Schulträger werden die Möglichkeiten baulicher Verbesserungen bedacht.

Ablauf des Projekts

Bereits abgeschlossen sind die Auswahl der Schulen und die Analysephase. Aktuell (Herbst 2013) steht die Entwicklung der Zielsetzungen und Maßnahmen für die jeweiligen Schulen im Vordergrund. Dabei arbeiten Geschäftsstelle, Senatsverwaltung, Schulaufsicht, Schulträger und natürlich die einzelnen Schulen eng zusammen. Bereits in dieser Phase helfen die Prozessbegleiter.

Ende Dezember 2013 werden die Schulen ihre Maßnahmenkataloge in einer Projektvereinbarung schriftlich festhalten. Darin werden verbindliche Zielvereinbarungen getroffen. Aber auch Schulaufsicht, Verwaltung und Schulträger verpflichten sich darin, ihren konkreten Beitrag zum Turnaround zu leisten. Am Erreichen der gemeinsam gesetzten Ziele wird der Fortschritt der einzelnen Schule innerhalb des Gesamtprojektes gemessen.

Beispiele für diese Zielvereinbarungen sind:
  • Messbare schülerleistungsbezogene Ziele, wie etwa eine niedrigere Schulabbrecherquote oder mehr Schüler, die einen Abschluss schaffen.
  • Die Entwicklung eines Schulprogrammes bzw. eines Leitbilds, aus dem die nächsten Schritte der Schulentwicklung ersichtlich sind.
  • Die Behebung wesentlicher baulicher Mängel bzw. ein fester Plan für deren Behebung.
  • Die Festlegung bestimmter Schwerpunkte für die weitere Entwicklung – etwa die Ganztagsbetreuung oder die Elternarbeit.
  • Ziele der Schulleitung wie verbesserte Personalführung (z.B. regelmäßige Mitarbeitergespräche) oder verbesserte organisatorische Abläufe (z.B. Stundenplanerstellung).

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