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"India's Incredible Opportunities"

Eine Recherchereise junger deutscher Nachwuchsjournalisten nach Indien

Indien bietet eine Fülle reizvoller und bisher teilweise unentdeckter Themen für Medienberichterstatter. Um die Hintergrundberichterstattung über Indien in Presse, Radio und Fernsehen zu fördern, veranstaltete Journalists' Network e.V. im November 2011 mit einer handverlesenen Gruppe deutscher Nachwuchsjournalisten eine zehntägige Recherchereise zu den Themen "Urban India", "Rural India" und "Political India". Aus Begegnungen mit Politikern, Sozialaktivisten und Vertretern von NGOs, Bauern, Klein- und Großunternehmern, Gurus, Lehrern und Schülern in Neu Delhi, Udaipur, dem Dorf Haryana, Mumbai, Pune und Bangalore entstanden zahlreiche Artikel und Hörbeiträge, die in deutschen Medien veröffentlicht wurden.

Bilder und beispielhafte Veröffentlichungen teilnehmender Journalisten:
Fotos: Thomas Reintjes
Spiegel Online, 17. Dezember 2011, 09:25 Uhr

Landwirtschaft in Indien
Bauern kämpfen gegen Wal-Mart und Gen-Food

Von Lena Greiner, Bangalore

Indien wächst und hungert. Die Regierung bekommt die bald größte Bevölkerung der Welt nicht satt. Jetzt sollen ausländische Unternehmen die Ernährung des Boomlands sicherstellen. Doch der Widerstand gegen Weltkonzerne wie Wal-Mart, Tesco und Syngenta ist groß.

An sechs Tagen in der Woche öffnet Radhish seinen kleinen Kiosk in Indiens drittgrößter Stadt, Bangalore. Auf den Straßen herrscht reger Betrieb, Rikschas fahren hupend vorbei, Männer stehen rauchend auf dem Bürgersteig, Frauen tragen Obst und Gemüse nach Hause. Doch abgesehen von kleinen Chipstüten und Päckchen mit asiatischen Instantnudeln ist Radhishs Laden leer: keine Ware, keine Käufer. Erst in ein paar Tagen sollen neue Lieferungen kommen, wann genau, weiß er nicht.

Radhishs Kunden sind Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, Familien mit einem Monatseinkommen unter 50 Euro. Ein Viertel der Gesamtbevölkerung, 300 Millionen Inder, erhalten in Läden wie diesen Reis, Weizen, Zucker und Kerosin zu vergünstigten Preisen. Auch Rita wartet auf den nächsten Einkauf bei Radhish. Seit 18 Jahren kauft die 43-Jährige hier mit ihrer Lebensmittelkarte von der Regierung einmal im Monat für ihre dreiköpfige Familie ein. Warum sich die Preise für Lebensmittel in anderen Geschäften in den vergangenen Jahren zum Teil verdoppelt haben, weiß sie nicht.

Indiens Bevölkerung, Wirtschaft und Konsum wachsen rasant und weitaus schneller als die Lebensmittelproduktion. Im Jahr 2025 soll Indien laut Prognosen mehr Einwohner haben als China, doch schon jetzt schafft es das Land nicht, seine 1,2 Milliarden Menschen satt zu kriegen: In keinem Land hungern so viele Menschen, nach Unicef-Berechnungen leben 42 Prozent aller weltweit untergewichtigen Kinder unter fünf Jahren in Indien. Die Welthungerhilfe spricht in ihrem aktuellen Index von einer "sehr ernsten" Situation und stuft das Land damit in dieselbe Kategorie ein wie Äthiopien und Kambodscha.

"Die Regierung weiß, dass Indien eine neue grüne Revolution braucht", sagt Abhay Laijawala, Leiter der Forschungsabteilung bei der Deutschen Bank in Mumbai. Die erste grüne Revolution fand in den sechziger Jahren statt, der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln steigerte die Erträge. Doch den Hunger hat man nicht besiegt. Landflucht, Mangel an mechanisierter Landwirtschaft und Wasserknappheit sind bis heute Probleme des indischen Agrarsektors. Der typische Bauer erntet auf seinem kleinen Grundstück gerade mal so viel, dass es für die Familie und vielleicht ein paar Verkäufe auf dem lokalen Markt reicht.

Gen-Saatgut für alle?

Könnten ausländische Unternehmen die indische Nahrungsmittelkrise lindern? Der Schweizer Saatguthersteller Syngenta hat 80 Bauern aus der Umgebung zu einem PR-Termin mit ausländischen Journalisten in das indische Dorf Idera in Rajasthan geladen. Einige kommen barfuß. Sie sitzen auf Plastikstühlen im Schatten eines großen Innenhofes und erzählen von steigender Produktivität dank Syngentas Pestiziden und hybridem Saatgut. Madhav Lalmenaria verdient zehnmal mehr, seitdem er das westliche Pflanzenschutzmittel auf seinen vier Hektar Land versprüht. Er hat ein Haus gebaut, einen Traktor gekauft, seine zwei Kinder gehen zur Schule, sagen die Syngenta-Manager.

Das veränderte Saatgut bringt zwar mehr Ertrag, ist aber auch teurer, muss ständig nachgekauft werden, braucht stärkere Düngung und ist häufig anfälliger für Krankheiten. "Viele Bauern können sich dieses Saatgut nicht leisten", sagt Bheku Singh Gaden. Er selbst benutzt Hybridsaatgut nur für die Ernte, die er auf dem Markt verkauft. Seine eigene Familie ernährt er mit herkömmlichem Saatgut. "Der Geschmack ist besser", sagt er. Auch Sima scheut die ausländischen Produkte. Die Farmersfrau hat Angst vor gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen. Tatsächlich tauchen immer wieder Berichte von erhöhten Krebsraten unter Bauern auf, die ungeschützt mit Pestiziden arbeiten. Ein Syngenta-Mann unterbricht das Gespräch: "Sie ist nicht die Entscheidungsträgerin der Familie."

Wal-Mart soll kommen

Während der Absatz von Hybridsorten steigt, verhandeln Agrochemiekonzerne seit Jahren mit den Politikern in Neu-Delhi und in den Bundesstaaten um weitere Genehmigungen. Sie wollen auch Saatgut für genmanipuliertes Gemüse verkaufen dürfen, das bislang nur für Baumwolle zugelassen ist. Die Erlaubnis für eine Gen-Aubergine von Monsanto wurde im vergangenen Jahr allerdings auf Eis gelegt - der Widerstand im Volk und bei Umweltinitiativen war zu groß. Auch Nichtregierungsorganisationen sind skeptisch: Noch gebe es kein gentechnisch-verändertes Saatgut, das nachhaltig die Armut bei Kleinbauern in Entwicklungsländern reduzieren könne, heißt es bei der Welthungerhilfe. Auch seien die gesundheitlichen Risiken nicht ausreichend erforscht.

Doch selbst wenn die Bauern mit Hilfe von Pestiziden und verändertem Saatgut höhere Erträge erzielen, ist fraglich, ob die Produkte auf den Tellern landen. 30 bis 40 Prozent der 300 Millionen Tonnen in Indien angebauter Früchte und Gemüse verderben jedes Jahr. Die Infrastruktur ist miserabel und erschwert eine reibungslose Lieferkette, Kühlhäuser sind Mangelware. Auch hier sollen internationale Konzerne Abhilfe schaffen: Die Regierung von Ministerpräsident Manmohan Singh will den milliardenschweren indischen Einzelhandel für Supermarktketten wie Wal-Mart, Carrefour und Tesco öffnen.

Deutsche Software

Die umstrittenen Pläne werden in diesen Tagen wieder auf den Titelseiten der indischen Zeitungen diskutiert. Einige wichtige Koalitionspartner wehren sich gegen ausländische Investitionen im Einzelhandel; Familienbetriebe, kleine Läden und Zwischenhändler fürchten um ihre Jobs. Die Verhandlungen eskalierten, ein Oppositionspolitiker drohte sogar, Wal-Mart-Geschäfte in Brand zu stecken.

Die Regierung hat die Entscheidung nun erneut vertagt. Experten gehen dennoch davon aus, dass die Reform kommen wird und ausländische Konzerne sich bald zu 51 Prozent an indischen Supermärkten beteiligen können. "Indien muss diesen Schritt gehen", sagt Deutsche-Bank-Manager Laijawala.

"Die indische Landwirtschaft hat viel Potential - auch aus eigener Kraft", sagt hingegen Heinz Peters von der Welthungerhilfe. Mit neuen Bewässerungssystemen und einer Abkehr von Monokulturen sowie besserer Lagerung könnte schon viel erreicht werden. Eine Neuerung kommt in jedem Fall: Singhs Regierung hat einen Vertrag mit SAP unterzeichnet, das deutsche Software-Unternehmen stellt seit November das System der Lebensmittelverteilung für die Ärmsten der Armen von manueller Buchhaltung auf eine digitale Abwicklung um. Das Riesenprojekt soll die richtige Mengenzuteilung erleichtern und Korruption bei den Zwischenhändlern erschweren. Wenn alles gut läuft, stünde dann auch Radhishs Laden nicht mehr tagelang leer.

Manager Magazin, 24. Dezember 2011, 10:52 Uhr

Heimkehr nach Indien
Der Lichtbringer

Aus Udaipur, Indien, berichtet Kristian Klooß

Nicht in jedem Land freuen sich Menschen zu Weihnachten über Smartphone und Schmuck wie im Westen. In manchen Ländern wären sie schon mit Licht und sauberem Wasser zufrieden. Der indische Unternehmer Rustam Sengupta kennt beide Welten. Entschieden hat er sich für letztere.

Udaipur - Rustam Sengupta sitzt in Jeans, Hemd und Sonnenbrille im Kofferraum eines weißen Toyotas, den rechten Arm über die vibrierende Lehne des vollbesetzten Rücksitzes vor ihm gelehnt. Zwei Jahre ist es her, als sich der 31-jährige Inder entschied, nach Hause zurückzukehren.

Es war kurz vor Weihnachten. Und seine Eltern waren froh, ihren Jungen einmal wieder zu sehen. "Als ich nach Hause kam, dachten sie, ich würde für ein paar Wochen Urlaub machen", sagt Sengupta. Als dann aus wenigen Wochen mehrere Monate geworden seien, wären sie davon ausgegangen, er mache nur ein Sabbatical. Dann lächelt er. "Nach einem Jahr hat mein Vater gesagt: Junge, wir müssen reden!"

Denn der Weg des aus der großen Businesswelt heimgekehrten Sohns hätte nach Ansicht seiner Eltern eigentlich ein anderer sein sollen. Schon seinen Bruder hatten sie nach Amerika geschickt. An der Stanford University im Silicon Valley hatte dieser studiert. Heute ist er Manager bei Google . Und auch der Karriereweg von Rustam Sengupta glich einem Highway direkt ins Herz des amerikanischen Hightech-Kapitalismus.

Mit 21 Jahren hatte er im indischen Agra seinen Abschluss als Elektroingenieur gemacht. Danach folgte ein Studium an der University of California. Nach dem Abschluss begann er 2005 nahe Los Angeles seine Karriere als Unternehmensberater bei Deloitte. Seit 2008 erstellte er dann im Auftrag des Schweizer Düngemittelkonzern Syngenta Wettbewerbsanalysen für den brasilianischen Markt. Parallel machte er an der französischen Eliteuniversität Insead seinen MBA. 2009 landete er schließlich in Singapur, wo er Anleihegeschäfte für die britische Standard Chartered Bank einfädelte.

Das Hupen der Laster und Autos nimmt kein Ende. Ruckelnd schiebt sich der Geländewagen über die zweispurige Hauptstraße von Udaipur ins drei Stunden entfernte Sagwada, ein Ort im nordindischen Nirgendwo. Vor dem Wagen, hinter ihm und auf der Gegenspur reihen sich weiße und rostrote Lkws wie Elefanten aneinander, manche bemalt wie Zirkuswagen.

Als Banker wickelte Sengupta Anleihen für Luftfahrt- und Energiekonzerne mit Milliardenumsätzen ab. "Ich hatte alles", sagt er und blickt durch die Rückfensterscheibe auf die Stromleitungen, die an staubigen Masten aus Holz, Metall und Beton dem Straßenverlauf folgen.

Vom Big Business zum Micro Business

Dass er sich mit Ende zwanzig dafür entschied, einen neuen Weg zu gehen, lag letztlich auch daran. Er hatte alles. Und er hatte alles gesehen. Er kannte Indien, Amerika, Europa und Asien, hatte 29 Länder auf fünf Kontinenten bereist, in ihnen gelebt, Erfahrungen gesammelt. Er hatte gesehen, wie das Big Business der Reichen funktioniert. Und er hatte begriffen, warum das Micro Business der Armen in seiner Heimat so oft scheiterte.

"Wenn man Wohltätigkeit stiften will, dann kann man einen Lastwagen mieten und schöne Dinge an die Menschen auf dem Land verteilen", sagt der 31-Jährige. Große Firmen würden dies tun. Es gebe viele Konzerne, die etwas ankündigten, sagt er, dann aber passiere nichts. "Die Manager versprechen, in einer Region ein Elektrizitätsnetz aufzubauen." Doch wenn Sie fertig seien, gebe es keinen Strom.

Wenn Sengupta über Konzerne spricht, über Politiker und die indische Regierung, dann fallen oft Worte wie "crap" oder "bullshiters". Keine Worte, die einer Übersetzung bedürften.

"Wir", sagt er, "gehen da anders heran." Wir, damit meint er sein Unternehmen "Boond". Boond, das bedeutet auf Hindi "Wassertropfen".

Der Slogan, den sich der Unternehmer dazu ausgedacht hat, lautet: "Every drop makes a difference." Die Tropfen, die den Unterschied zu anderen wohltätigen Projekten ausmachen sollen, sind die Mikrounternehmer, die Boond auswählt, ausbildet und betreut, bis sie vom Verkauf ihrer Produkte leben können. Die Produkte, die sie an die Menschen in ihren Dörfern verkaufen, werden ebenfalls von Boond geliefert: zum Beispiel Solarlampen, Dynamos und Wasserfilter.

Auf der langen Fahrt ist es inzwischen fast dunkel geworden, als der Geländewagen langsamer wird. Der Fahrer blinkt. Dann biegt er rechts in eine schmale, einspurige Straße ab. Sie führt eine Hügelkette hinauf.

Auf der Straße nach Sagwada rappeln Steine und Schlaglöcher unter den Achsen des Wagens. Manchmal läuft ein Hund durch die Scheinwerferkegel. Vorsichtig überholt der Fahrer zwei in bunte Kleider gehüllte Frauen, die am Straßenrand gehen. Eine trägt eine große Tüte mit Kleidern auf dem Kopf, die andere ein paar Töpfe. Ein Roller, auf dem drei junge Inder sitzen, schiebt sich schnell noch zwischen den Frauen und dem Geländewagen vorbei. Das rote Rücklicht des Rollers verschwinden bald hinter der nächsten Kurve.

Seit seiner Rückkehr nach Indien im Dezember 2009, hat Rustam Sengupta an seiner Idee, den Dorfbewohnern seiner Heimat zu helfen, gearbeitet. Mit eigenem Geld finanzierte er zunächst zwei Pilotprojekte im ländlichen Norden des Landes. Mit diesen ersten Erfahrungen und Erfolgen überzeugte er schließlich auch einen Geldgeber, sich mit 50.000 Euro Seed Capital an dem Projekt zu beteiligen - das regierungsfinanzierte Centre for Innovation, Incubation & Entrepreneurship, kurz CIIE.

Mit dem CIIE-Kapital wuchs das Projekt. In mittlerweile sechs indischen Distrikten - sie sind mit deutschen Landkreisen vergleichbar - arbeitet Boond inzwischen mit Mikrounternehmern zusammen. Es sind vor allem ländliche Gebiete, die Sengupta im Blick hat.

Zwischen den Hügelketten jenseits der schmalen Straße herrscht inzwischen Dunkelheit. Stromleitungen an schmalen Masten kreuzen die Straße mal von links, dann wieder von rechts. In der Ferne leuchten vereinzelte gelbe Lichter. "Das sind die Lampen derjenigen, die an das staatliche Stromnetz angeschlossen sind", sagt Sengupta. Dann zeigt er durch die Fensterscheibe auf ein anderes Licht auf einem der anderen Hügel. "Das dort leuchtet nicht gelblich, sondern weiß", sagt er. "Da sind solarbetriebene LEDs im Einsatz, vielleicht sogar unsere."

Ein DHL-Manager aus Holland gab 15.000 Euro

Das Startkapital, das Senguptas Unternehmen Boond den Gründern zur Verfügung stellet, stammt stets von externen Spendern. Denn aus eigenen Ersparnissen könnte sich keiner der Kleinstunternehmer jenes Starterkit leisten, mit dem sie den Verkauf an Freunde, Nachbarn und Dorfbewohner beginnen: mit 5 Solarlampen, 2 Heimsolarsysteme, 10 Dynamotaschenlampen, 10 Dynamoladegeräten und 2 Kochstövchen geht es in der Regel los.
Die meisten der Mikrounternehmer sind männlich und um die dreißig Jahre alt. Zum Leben hatte die Mehrheit von ihnen zuvor rund 30 bis 50 Euro im Monat zur Verfügung.

In Sagwada verkaufen Mikrounternehmer seit März 2010 Produkte von Boond. "Ein holländischer DHL-Manager hat das Geld dafür gespendet", sagt Sengupta. 15.000 Euro habe er an die Boond Foundation überwiesen. "Es beginnt immer damit, dass uns ein Spender ein wenig Startkapital zur Verfügung stellt." Rund 32.000 Rupien brauche ein Unternehmer, der Solarlampen und ähnliches für Boond verkauft, um mittelfristig auf eigenen Beinen stehen zu können. 32.000 Rupien, das sind gut 460 Euro.

Es ist bereits dunkel als der Fahrer vom Gas, der Toyota langsamer wird und der Fahrer ihn auf den knirschenden Schotter neben der Straße lenkt. Nachdem der Wagen zum Stehen gekommen ist, schaltet der Fahrer den Motor aus.

Rustam Sengupta öffnet die Kofferraumtür und klettert hinaus. Es ist stockdunkel. Nur das Zirpen von hunderttausend Grillen ist zu hören. Am Himmel steht eine schmale weiße Mondsichel. "Hallo Ronak", sagt er einem jungen Mann, der inzwischen zum Wagen gelaufen ist. "Hallo Rustam", sagt Ronak Shah und klopft Sengupta auf die Schulter. Dann gehen sie zusammen zu einer Hütte, deren Umrisse dank eines weißen Lichts schon aus der Ferne zu erkennen sind.

Ronak Shah betreut die Zusammenarbeit der indischen Nichtregierungsorganisation Seva Mandir mit Boond. Seva Mandir widmet sich seit Jahrzehnten dem Umweltschutz und der Bildung der ländlichen Bevölkerung. Auf der Vorderseite seiner Visitenkarte steht "Programme Coordinator", auf der Rückseite ist ein altes hölzernes Spinnrad abgebildet. "Wir wollten unser Bildungsprogramm bewusst mit dem Projekt für Unternehmer verbinden", sagt der 31-Jährige. Denn nur so ließe sich verhindern, dass die Menschen, vor allem jene, die lesen können, aus den Dörfern in die Städte ziehen. "Ein gebildeter Mensch in einem Dorf bringt das Dorf weiter", sagt er. Schon Gandhi habe die Menschen dazu bewegt, selbst unternehmerisch tätig zu werden. "Seine Spinnradkampagne ist bis heute ein Vorbild - auch für dieses Projekt", sagt Shah.

Er hat jene Jungunternehmer in Sagwada ausgesucht, die er für geeignet hält, das Projekt voranzutreiben. Fünfzehn Entrepreneure hatten sich bei ihm beworben. Doch nicht jeder brachte Voraussetzungen und Willen mit, um sich durchzusetzen. Wie funktionieren Solarlampen? Warum sind sie gesünder und günstiger als Öllampen? Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Wie führe ich Buch? Nicht jeder schaffte das Training.

Nach vier Wochen blieben in Sagwada sechs Unternehmer übrig. "Diese Quote ist gut", sagt Ronak Shah. "Normalerweise schaffen es vielleicht fünf von dreißig."

Die sechs Ausgewählten ziehen inzwischen täglich mit ihren Solarlampen und Moskitonetzen unter dem Arm von Hütte zu Hütte, erklären Bauern und Hirten, die nach Sonnenuntergang in der Finsternis leben, wie Solarlampen funktionieren, warum sie gesünder und günstiger sind als Öllampen. Und wenn sie etwas verkaufen, führen sie Buch. Einer von ihnen ist Lalit.

Ein Licht zum Düngen, Kochen und Lesen

Lalit ist 19 Jahre alt. Er ist schlaksig, trägt Jeans und einen lila Pullover, den er mit hochgekrempelten Ärmeln über ein hellblaues Nadelstreifenhemd gezogen hat. Lalit verkauft seine Produkte in drei Dörfern, in denen gut tausend Familien leben. Er ist noch nicht lange dabei. Drei bis sechs Monate dauert es in der Regel, bis Kleinstunternehmer wie er von ihrem neuen Gelderwerb leben können.

Zuletzt lief es allerdings schon ganz gut. "In vergangenen Monat habe ich sechs Solarlampen, zwei Moskitonetze und zwei Wasserfilter verkauft", sagt Lalit. Damit verdiente er rund 4000 Rupien, was knapp 60 Euro entspricht. Früher hatte er im Monat rund 3000 Rupien zur Verfügung.

Gemeinsam mit dem Unternehmer Rustam Sengupta, dem Projektkoordinator Ronak Shah und einem Dutzend Menschen, denen an diesem Abend ein wenig über das Projekt erzählt werden soll, steht Lalit vor der Hütte von Ranjeet, eines seiner Kunden.

Ranjeet ist Farmer. Seine Hütte ist so gebaut, wie auch die Hütten der meisten anderen Dorfbewohner. Sie ist aus Lehm, das Dach aus Holz; es wird von drei Längsbalken und drei Schrägbalken gehalten. Im Gitter der scheibenlosen Fenster hängt eine Sichel, daneben ein Regenschirm. Auf der Fensterbank stehen ein halbes Dutzend ineinander gestapelter Metalltöpfe mit tellerförmigen Deckeln. Daneben brennt ein Flämmchen an einem Docht, der aus einer einfachen Dose ragt. Es riecht nach Kerosin. Der Wind weht den Ruß der Flamme in das Zimmer.

Ein Spiegel, groß wie ein Platt Papier, hängt an der Wand. Daneben eine runde Plastikuhr mit goldenem Rand und rosafarbenen Märchenmotiven. Auf einem Balken an der Wand liegen ein paar Schuhe, hängen Decken, steht ein Glas mit weißer Creme. In der Ecke lehnt ein einfacher Besen. In der Mitte der Hütte führt ein Loch in die Tiefe, groß genug, um sich mit gespreizten Beinen darüber zu hocken.

Ranjeet, der Farmer, hat auch zwei Büffel, die schmatzend im stockfinsteren Stall neben der Hütte stehen. Die Hälfte des Jahres kann Ranjeet seine Familie mit den Erträgen seiner kleinen Landwirtschaft ernähren. Die andere Hälfte des Jahres arbeitet er, wo er gebraucht wird - manchmal als Bauarbeiter, manchmal als Küchenhilfe. Nur so kann er seine Frau, seinen achtjährigen Sohn und seine sechsjährige Tochter ernähren.

Vor zwei Monaten hat Ranjeet bei Lalit eine Solarlampe gekauft. Sie sieht aus wie eine gelbe Teekanne mit silbernem Metallgriff, in der eine große runde Energiesparlampe steckt. 2400 Rupien hat Ranjeet dafür bezahlt. Lalit hat er dafür eine Anzahlung von 1500 Rupien gegeben. Den Rest des Geldes will der Bauer im kommenden Monat abstottern.
Nutzen kann seine Familie die Lampe aber schon heute. Anders als das Öllämpchen, das auf der Fensterbank flackert, könne er die Solarlampe auch dann schnell ein und ausschalten, wenn Wildtiere sich seinen Bullen oder dem Eingang seiner Hütte näherten.

Er nutzt das Licht, wenn er nach Sonnenuntergang seine Felder bewässert. Auch wenn seine Frau kocht, hängt die Lampe nahe der Feuerstelle. Seinen Kindern dient das Licht abends als Leselampe. Sie gehen in die Dorfschule, die nur einen Fußmarsch entfernt liegt.

Wichtiger als Licht ist Wasser

Einen Fußmarsch entfernt lebt auch ein weiterer Kunde Lalits. Er heißt Shankar, und er ist mit Gujri, einer zierlichen Frau in einem bunten Kleid verheiratet. Sie haben einen dreijährigen Sohn und eine noch kleine Tochter. Shankar ist 18 Jahre alt. Die Lampe hat ihm sein Vater Gemeram bezahlt, der in einer Hütte den Hügel hinauf lebt. Shankar hat einen kleinen Laden im Dorf. Außerdem besitzt er zwei Kühe und ein Kalb.

Die Solarlampe, die er von Lalit gekauft hat, nutzen er und seine Frau im Abenddunkel, wenn sie kochen, fegen oder Wasser aus dem Brunnen holen. "Wichtiger als das Licht ist für uns das frische Wasser", sagt Shankar.
Es waren am Ende die Kosten, die ihn und seinen Vater davon überzeugt haben, eine Solarlampe zu kaufen. Schließlich zahlt er für zwei Liter Kerosin, die er sonst im Monat für sein Öllämpchen verbraucht, bislang 34 Rupien - das ist ein halber Euro.

Der Boond-Gründer Rustam Sengupta lächelt, während er Shankar zuhört. Sein Business-Plan sieht vor, sechzig bis siebzig Kleinstunternehmer wie Lalit zu gewinnen, um Dorfbewohnern wie Ranjeet, Shankar und ihren Familien Lampen, Wasserfilter und Moskitonetze zu verkaufen. "So viele Unternehmer sind erforderlich, damit mein Unternehmen sich rentiert", sagt er. Dann überlegt er kurz und fügt an: "Ich meine damit, es würde sich dann auf indische Verhältnisse bezogen rentieren."

Hospodářské noviny (tschechisches "Handelsblatt"), 24. Februar 2012

Gulshan Kumar
a jeho kartička pro zdraví

Bára Procházková

Šestatřicetiletý Gulshan Kumar nikdy nebyl v nemocnici. Stejně jako pětina z miliardy lidí žijících v Indii. Teď, poprvé v dějinách země, si i ti nejchudší budou moci zaplatit státní zdravotní pojištění. Ročně je bude stát v přepočtu 15 korun. A Gulshan Kumar? Se svou zlomenou nohou se vypraví do nemocnice. Snad.

Pomalu kulhá přes náměstí a v ruce hrdě drží zeleno-bílo-žlutou plastovou kartičku v indických národních barvách. Je to vůbec první průkaz, který v životě šestatřicetiletý taxikář Gulshan Kumar má. Vedle něj jde jeho o dva roky mladší manželka Usha a za nimi třináctiletá Mamta, dvanáctiletá Pooja a devítiletý Mangat. Dnes se děti musely umýt zvláště důkladně a vzít si na sebe nejsvátečnější šaty.

Gulshan Kumar nevydrží dlouho stát na nohou, před několika týdny měl autonehodu a trpí stále bolestmi. Za polovinu svého měsíčního platu si tehdy nechal zlomenou levou nohu zavázat u praktického lékaře, na návštěvu nemocnice rodinné úspory však už nestačily. A dost možná, že i kdyby peníze někde sehnal, nevěděl by, kde ve městě Panipat ve státě Haryana, ležícím západně od Dillí, nejbližší nemocnice vlastně je. Nikdo z jeho rodiny totiž nikdy v nemocnici nebyl. Až dodnes. Kousek plastu ve tvaru běžné platební karty, kterou si Kumarovi uschovají do plechové krabice mezi ostatní cennosti, by tohle měl konečně změnit. Zdravotní karta by této rodině a dalším třem stům milionům Indů, kteří žijí pod hranicí chudoby, měla otevřít dveře ke zdravotní péči.

Úraz – zadlužení celé rodiny

Ačkoliv je v Indii zdravotní péče pro 1,2 miliardy obyvatel oficiálně zdarma, v praxi znamená úraz nebo vážnější nemoc zadlužení celé rodiny. Podle statistik indického ministerstva práce a sociálních věcí tak dvě třetiny chudých upadnou do dluhů právě kvůli účtům za lékaře.

Vysvětlení je hned několik. Podobně jako v celé jihovýchodní Asii se lidé cítí sami zodpovědní za všechno, co se jim v životě přihodí, a na stát většinou žádné nároky nekladou. Zároveň je státních nemocnic málo a jsou tak špatně vybaveny, že si pacienti musí přinést i vlastní obvazy, pokud tedy vůbec zrovna natrefí na dostatečně kvalifikované lékaře. Jednak účtenky ze soukromých nemocnic rodiny finančně ruinují, na druhou stranu znamenají neléčené
úrazy dlouhodobou pracovní neschopnost a tím i výpadek příjmů. „Co Indie opravdu potřebuje, je péče
o zdraví. Dvacet procent obyvatelstva vůbec nikdy nebylo u lékaře,“ říká profesor sociologie Dipankar Gupta z Dillí. Dlouhodobě se věnuje analýzám ve zdravotnictví, a proto uvítal, když stát před třemi lety zavedl nový Národní program zdravotního pojištění RSBY (Rashtryia Svashtra Bima Yojana). Úředníci od té doby rozdali na 25 milionů karet, cílem je pojistit až 300 milionů nejchudších lidí. Výdaje za zdravotní péči by přitom měl v budoucnu hradit stát.

Seznam ke štěstí

Gulshan Kumar měl vlastně štěstí v neštěstí. Jelikož následkem autonehody přišel o práci a tím i o výdělek 3000 rupií, v přepočtu tedy asi o tisíc korun českých měsíčně, dostala se jeho rodina pod oficiální hranici chudoby. Proto má dnes nárok na zmíněné pojištění. Teď rodinu živí manželka Usha, nicméně z krejčovské dílny přinese každý měsíc – stejně jako dříve její muž – pouze tisícikorunu. Čtvrtinu výdělku hned posílá dětem na školné. V indickém školství je totiž situace podobná jako ve zdravotnictví. Jestliže rodiče chtějí, aby se děti něčemu naučily, posílají je za své poslední peníze do soukromých škol. Ve státních školách učitelé často ani nedorazí do práce, přivydělávají na živobytí jinde.

Dobrou zprávu o možnosti získat zdravotní pojištění se Gulshan Kumar dozvěděl vlastně náhodou - od majitele obchodu s potravinami. Gulshan ani jeho žena číst neumějí, a i když jejich děti jsou gramotné, úřední vývěsky na radnici by si stejně nevšimly. Právě tam totiž úředníci seznam nejchudších obyvatel a informaci o nové kartičce vyvěsili. Všichni potenciální pojištěnci se pak v předepsaný den museli dostavit na úřad k registraci. I když slum, kde Kumarovi bydlí, je od radnice pouze několik set metrů, cesta zraněnému Gulshanovi trvala skoro hodinu. Na registraci pak čekali další tři hodiny.

Všech pět členů rodiny, tedy maximální počet lidí, kolik je možné na jednu kartičku pojistit, úředníci společně vyfotí a všem také sejmou otisk levého palce. Jednoduchý administrativní úkon často provázejí dlouhé diskuse, třeba když ženy nechtějí odložit barevný šátek halící jim tvář. Protože v Indii nemají občané žádné průkazy totožnosti, je v improvizované registrační místnosti přítomen také místní, všemi uznávaný stařešina. Ten sousedy zná osobně a úředníkům z ministerstva potvrdí, že tyto děti opravdu patří k těmto rodičům. Když jsou všechny biometrické údaje uloženy, úředník vytiskne kartičku, tzv. Smart Card. Na ni lze ze státní kasy ročně vyčerpat zdravotní péči až za 30 tisíc rupií, tedy více než za jedenáct tisíc korun. To s rezervou zaručuje všechny běžné operace, ale třeba na chemoterapii už to nestačí.

Jeden rok, a dost

„Část pacientů ovšem vůbec netuší, že by si po roce měli zdravotní kartu obnovit. Jiní zase považují povinný poplatek za zbytečnost, protože ještě nebyli nemocní, a tato investice se jim zdá ztrátová,“ říká Kumar Shailabh, ředitel neziskové organizace Uplift ze západoindického města Pune. O vlastním systému zdravotního pojištění
sám začal přemýšlet ve chvíli, když před deseti lety onemocněl jeho kolega. Rodina se kvůli nutné operaci srdce zadlužila na desítky let, i když pacient nakonec zemřel.

V přebyrokratizovaném státě s více než třiceti ministerstvy Kumar Shailabh nedůvěřuje ani nejnovějšímu národnímu projektu RSBY. Pro lidi žijící ve slumech založil proto soukromé zdravotní pojištění, které je založeno na západoevropském systému vzájemné solidarity. Všechny roční příspěvky zůstávají v komunitě, aby členové měli finance stále pod kontrolou. Osvěta se ve slumech ale rozšiřuje těžko, zatím je u Upliftu alternativně pojištěno pouze 130 tisíc lidí.

Zahraniční odborníci do jisté míry sdílejí skepsi Kumara Shailabha a státnímu programu také moc nevěří. „Jakmile v Indii začne fungovat jeden projekt, ani se pořádně nerozběhne a už je nahrazen jiným. Sociální politika je v kompetenci jednotlivých států a tam noví politici vždy po volbách začnou vymýšlet změny, aby se lidem zavděčili,“ popisuje Rolf Schmachtenberg, který má v indické pobočce německé Společnosti pro mezinárodní spolupráci na starosti zdravotnictví.

Největším problémem státního projektu ale podle Kumara Shailabha je, že se státní peníze vydávají za soukromou péči a nevracejí se zpět do veřejné kasy. Pacienti raději vyhledávají lépe vybavené soukromé kliniky, a ty pochopily, že si mohou skvěle vydělat. Organizace Uplift přišla na mnoho případů zneužití karty. Nemocnice třeba vysílají do slumů autobusy a hledají majitele kartiček. Ty pak odvezou do nemocnice a místo slíbené preventivní prohlídky jim například provedou operaci očí.

„Z džungle jsme skočili o několik příček výš. Potřebujeme, aby fungovala základní péče, a ne aby každý mohl jít na specializovaný chirurgický zákrok,“ říká Shailabh. Oficiální místa odpovídají: Musíme zajistit péči v takových momentech, kdy lidem hrozí dlouhodobá pracovní neschopnost a tím i ztráta výdělku. Kvůli bolesti v krku lidé přece práci neztrácejí.

Na jednom se ale shodnou jak zastánci, tak odpůrci nového programu – zdravotní kartička pomůže ženám. Většina Indek podobně jako Usha Kumar z Panipatu rodila doma. Se Smart Card bude moci Usha své další dítě přivést na svět v nemocnici, odborníci doufají ve snížení vůbec nejvyšší světové úmrtnosti rodiček i novorozenců.

Indie mimochodem stačila svůj vynález exportovat už do jiných zemí – podobný elektronický systém se snaží kopírovat v Bangladéši, Pákistánu, Ghaně nebo v Nigérii. „Kartička zlepšila i servis ve státních nemocnicích, protože lékaři se teď k těmto pacientům chovají jako k VIP klientům. Vědí, že za ně dostanou od pojišťovny hned zaplaceno. Lidé si dokonce už stěžovali, že se teď v nemocnici k těm nejchudším chovají lépe než k ostatním,“ řekl pro rozhlasovou stanici Deutsche Welle Anil Swarup z indického ministerstva práce a sociálních věcí.

Začarovaný kruh

Nejbližší nemocnice je vzdálena od příbytku rodiny Gulshana Kumara pouze několik minut. Nad vchodem visí limetka a několik chilli papriček, což má podle indické tradice ochránit nemocné od zlých duchů. Původně státní nemocnice byla založena před dvaceti lety, před třemi lety byla však převedena na soukromou kliniku a dnes patří k téměř deseti tisícům nemocnic, které jsou součástí nového „kartičkového“ systému.

Každý den pod limetkou s chilli papričkami projde okolo patnácti lidí, polovina z nich platí hotově, třetina vytáhne novou kartičku a ostatní prosí o pomoc zdarma.

„Nemůžu pomáhat všem,“ říká chirurg a majitel nemocnice G. C. Gupta, který je zrovna na vizitě v pokoji rodiny Khanových, jež by ještě před několika lety zůstala bez pomoci stát před zavřenými dveřmi nemocnice. Doktor Gupta teď jejich devítileté dceři Samině na státní náklady zašil poraněné břicho.

A taxikář Gulshan Kumar? Ještě sám neví, zda si do této nemocnice půjde dátspravit bolavou nohu. Za prvé – zlomenina bolí, ale nějak srostla. Kdyby ale zase mohl za tisícikorunu měsíčně vozit zákazníky, jeho rodina o zdravotní pojištění příští rok přijde. Už by nepatřila mezi nejchudší…

Kontakt in der Stiftung

Gabriella Hornung
Telefon 0711 46084-682

Kontakt bei Journalists' Network e.V.

Jürgen Webermann
Telefon 040 41562284