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Aktuelle Themen 2013

Rogall neuer Geschäftsführer

Herr Rogall, heute sind Sie das erste Mal als Geschäftsführer in die Stiftung gefahren. Ist das ein anderes Gefühl als in den 17 Jahren zuvor?

Joachim Rogall: Ja und nein. Natürlich kenne ich die Stiftung seit 17 Jahren, aber trotzdem ist es etwas anderes, als Geschäftsführer dorthin zu fahren. Da musste ich mich schon noch einmal in den Arm kneifen.

Ein Wechsel in der Geschäftsführung ist immer auch die Chance für einen Neuanfang. Welche neuen Akzente wollen Sie in Zukunft setzen?

Joachim Rogall: Wir wollen die beste Stiftung mit einem überzeugenden Programm haben. Dazu gehört auch, dass wir nach innen wie nach außen effizienter werden und so manche Bremse lösen, die uns daran hindert. Das heißt, wir wollen künftig nicht alles anders machen, aber einiges besser.

Ingrid Hamm: Wir wollen uns an drei Leitgedanken orientieren „eine Stiftung“, „Führung aus einer Hand“ und „Stiftung für eine Welt“. Das heißt, dass wir als Geschäftsführer konsequent und gleichberechtigt zusammenarbeiten und Kooperation fördern. „Aus einer Hand“ heißt, alle Entscheidungen gemeinsam zu fällen und zu tragen, sich gemeinsam um die Verwaltung wie auch die Programme zu kümmern und sich vertrauensvoll abzustimmen. „Stiftung für eine Welt“ bedeutet, dass wir in Zukunft noch konsequenter aufgabenorientiert arbeiten. Als wichtiges Signal in diese Richtung haben wir unsere Berliner Repräsentanz beauftragt, Friedenssicherung und Konfliktprävention als Querschnittsthema systematisch aufzubauen. Unserer Meinung nach ein Thema, das immer aktueller wird.

Wie ist Ihr Verständnis von guter Führung in einer Stiftung?

Ingrid Hamm: Wir setzen auf Dialog, intensivste Kooperation zwischen allen Bereichen und Bürokratieabbau.

Joachim Rogall: Aus einem Fortbildungsseminar habe ich die Devise mitgenommen: „Don’t be a hero, be a hero-maker”. Unsere Aufgabe als Geschäftsführung ist es, für unsere Mitarbeiter die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihr Potential entfalten können. Dazu gehört auch die Einrichtung einer direkt der Geschäftsführung unterstellten Personalabteilung.

Was heißt das für die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Förderungsempfängern?

Ingrid Hamm: Wir sind die Stiftung in Deutschland, die wie keine andere Partnerschaften pflegt. Das werden wir weiter intensivieren. Eines unserer Kennzeichen ist und bleibt, dass wir eine Plattform zum Dialog bieten und unserem Partner oder Förderempfänger Platz im Vordergrund gewähren.

Joachim Rogall: Wie bei der Führung nach innen ist auch für die Beziehungen nach außen Respekt die notwendige Grundlage für gute Zusammenarbeit.

Gehen wir einmal davon aus, dass all Ihre Pläne umgesetzt werden. Was sollten Beobachter in fünf oder zehn Jahren über die Robert Bosch Stiftung sagen?

Joachim Rogall: Auf eine Kurzformel gebracht soll man spätestens in fünf Jahren sagen: „Mann, was für eine tolle Stiftung! Gefällt mir! ;-)“

Ingrid Hamm: Das gleiche wie schon heute: „Die Robert Bosch Stiftung ist die beste Stiftung Deutschlands.“

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