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Deutscher Buchpreis für Terézia Mora

Foto: Yves Noir
Die Chamisso-Preisträgerin Terézia Mora hat für den Grenzgänger-Roman "Das Ungeheuer" den Deutschen Buchpreis 2013 verliehen bekommen

Terézia Mora erhielt 2011 ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung für die Recherchen für dieses Romanprojekt. Sie fuhr auf ihrer ausgedehnten Grenzgänger-Reise rund 5.000 km mit dem Auto und war dazu noch mit dem Flugzeug unterwegs. Die Reise führte von Berlin über Tschechien in die Slowakei, von Österreich nach Ungarn, weiter Richtung Süden über Slowenien nach Kroatien. Im September 2011 reiste Mora per Flugzeug und Mietwagen durch Albanien. Unterwegs machte sie sich ein genaues Bild von dem, was ihr Protagonist Darius Kopp sehen und erleben würde. Im Oktober 2011 reiste Mora per Flugzeug und Mietwagen nach Georgien und Armenien. Im November 2011 fand eine weitere Recherche-Reise nach Athen statt, im Frühjahr 2012 in die Türkei und nach Bulgarien. "Ohne all diese Reisen hätte ich das Ungeheuer nicht mit gutem Gewissen schreiben können. Das sehe ich auch daran, dass ich bis dato nur an jenen Kapiteln gültig arbeiten konnte, an deren Schauplatz ich schon war."

Bereits 2010 hatte Terézia Mora den Adelbert-von-Chamisso-Preis für ihren vorhergehenden Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" erhalten, der die Vorgeschichte ihres Protagonisten, dem Computer-Nerd Darius Kopp, erzählt. Terézia Mora beschreibt und lebt Grenzerfahrungen, auch in ihrer Sprache. Sie stammt aus dem ungarischen Städtchen Sopron und ist seit ihrer Kindheit eine sprachliche Grenzgängerin zwischen dem Ungarischen und dem Deutschen.