Pressemeldungen 2013
Pressemitteilung

Schule erfolgreich managen

  • Zweijähriges Modellprojekt "Schulmanagement in Bildungsregionen" in Ravensburg, Freiburg und der Region Breisgau-Hochschwarzwald endet mit Abschlusstagung
  • 24 Pilotschulen haben gemeinsam mit Schulträgern und -verwaltung Qualität ihres Schulmanagements weiterentwickelt

Stuttgart, 16. Oktober 2013 - Gute Schule hängt maßgeblich von zwei Dingen ab: den Führungskräften und der Organisationsstruktur einer Schule. Je stärker Schulen ein individuelles Profil entwickeln, desto mehr steigen die Anforderungen an professionelles Schulmanagement und an die Zusammenarbeit mit Schulträgern und -verwaltung. Die Robert Bosch Stiftung hat in den vergangenen zwei Jahren 24 Schulen aus den Bildungsregionen Ravensburg, Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald darin unterstützt, die Qualität ihres Schulmanagements weiter zu entwickeln. Heute präsentieren die Beteiligten die Ergebnisse auf einer Abschlusstagung in Bad Wurzach; am 23. Oktober werden sie in Freiburg vorgestellt.

Gemeinsam haben Schulleitung, Schulverwaltung und -träger in den vergangenen zwei Jahren an einem konkreten Projekt der jeweiligen Schule gearbeitet. "Die passgenauen Angebote für Schulen in Form von Workshops, einer Prozessbegleitung und dem Lernen im Schulverbund haben uns neue Impulse für die Arbeit in der Bildungsregion gegeben", sagt Dr. Susanne Pacher, Abteilungspräsidentin Schule und Bildung im Regierungspräsidium Tübingen.

Begleitet wurden die Pilotschulen dabei von Experten für Führung und Veränderungsprozesse der Beratungsfirma Kronos Network GmbH sowie Fachberatern für Schulentwicklung der Regierungspräsidien Freiburg und Tübingen. Optimales Schulmanagement und Schulentwicklung wurden so miteinander verknüpft. "Wir haben erlebt, was wir bewirken können, wenn alle an einem Strang ziehen und in Verantwortlichkeiten statt in Zuständigkeiten denken und handeln", sagt Gerda Stuchlik, Schulbürgermeisterin der Stadt Freiburg.

Ziel der Freiburger Adolf-Reichwein-Schule beispielsweise war, sich zur offenen Ganztagsschule weiterzuentwickeln. Nach Gesprächen mit dem Schulträger und der Schulverwaltung, mit Experten aus Pädagogik, Wissenschaft und Wirtschaft entwarf eine Arbeitsgruppe aus Lehrern und Schulleitung ein Modell für eine sinnvolle Zeitstruktur an der Schule. Es stellt sicher, dass der Vormittag einheitlich getaktet ist, alle Schüler aber auch Ganztagsangebote nutzen können. Kollegen, Eltern und Schüler wurden in die Entwicklung des Modells immer wieder einbezogen.

Weiteres Beispiel ist die frühere Grund- und Werkrealschule Waldburg-Vogt in der Bildungsregion Ravensburg. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, als Gemeinschaftsschule anerkannt zu werden. In einem ersten Schritt hat sich die Schule intensiv mit kommunalen Entscheidungsträgern, Eltern und örtlichen Vereinen ausgetauscht. Schulleitung und Lehrerkollegium haben daraufhin das pädagogische Konzept für eine Gemeinschaftsschule entwickelt. Seit dem Schuljahr 2013/14 ist die Schule als Gemeinschaftsschule Waldburg-Vogt anerkannt.

Über das individuelle Projekt hinaus profitieren die Pilotschulen vom Expertenwissen, wie interne und externe Kommunikation besser gestaltet, das Projektmanagement professionalisiert und funktionsfähige Führungs- und Kooperationsstrukturen aufgebaut werden können. Durch die gemeinsame Workshopreihe ist das Verständnis der Schulen für die Akteure in ihrem Umfeld gewachsen. Schulverwaltung und -träger ihrerseits sind zunehmend bereit, den Handlungsspielraum der Schulen zu vergrößern und sie in ihrer Entwicklung noch stärker zu unterstützen.

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Kontakt

Julia Rommel
Telefon 0711 46084-750