Ausbildungsmodelle
Seit 1992 wurden von der Stiftung Ausbildungsmodelle zur Verbesserung der Pflegeaus-, Fort- und Weiterbildung unterstützt. Eine finanzielle Unterstützung von Modellvorhaben ist jetzt nicht mehr möglich.

Zu den zentralen Projekten, die von der Stiftung gefördert werden, gehört die "Integrative Pflegeausbildung – das Stuttgarter Modell" am Ausbildungszentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK). Das reformierte Ausbildungskonzept sieht einen doppelten Berufsabschluss in den Kombinationen von Kranken-/Altenpflege oder Kranken-/Kinderkrankenpflege oder Kinderkranken-/Altenpflege vor. Hierzu haben sich elf Kooperationspartner aus der stationären und ambulanten Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege zu einem Ausbildungsverbund zusammengeschlossen. Der erste Berufsabschluss ist nach drei Jahren, der zweite nach einem weiteren halben Jahr im Rahmen einer staatlichen Abschlussprüfung möglich.

Seit 2007 wird die dreijährige Ausbildung am Ausbildungszentrum des RBK vollständig durch die „Integrative Pflegeausbildung“ ersetzt – aus dem Modell ist ein Regelangebot geworden.

Analog zu dem in der Denkschrift „Pflege neu denken“ vorgelegten Stufenmodell wird im Herbst 2008 das Pilotprojekt „Zweijährige Berufsqualifizierung zur Fachangestellten für Gesundheit und Pflege“ an den Start gehen.

Bereits begonnen hat im Oktober 2007 ein Modellversuch, der sich der Zielgruppe leistungsschwächerer und benachteiligter Jugendlicher zuwendet. Mit dem Ausbildungsgang "Servicehelfer im Gesundheitswesen" soll es gelingen, jungen Erwachsenen im einen ersten Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des deutschen Modellprojekts „Familiengesundheitspflege“ für Pflegende und Hebammen geht auch diese Qualifizierung in den Regelbetrieb. Neue Kurse der zweijährigen berufsbegleitenden Weiterbildung haben im November 2007  beim DBfK Landesverband Nordwest in Essen und der Akademie am Städtischen Klinikum München GmbH begonnen.