Stadtverwaltung Erfurt, Netzwerk für Integration für Spätaussiedler und Migranten der Landeshauptstadt Erfurt

Erfurter Verbundprojekt - EVP
(Bis 31.03.2008: ELISA-Tandem - Erfurter lokale Initiative zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf)
Projektlaufzeit: 01.04.2006 – 31.08.2009

ELISA-Tandem bestand aus vier Kursen à 15 Wochen für 75 junge und einige ältere ALG-II-Empfänger, überwiegend Spätaussiedler. Es umfasste Mobilitäts-, Sprach-, interkulturelles und Arbeitstraining (in 12 Berufsfeldern). 25 Teilnehmern, meist mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen, gelang der Übergang in Arbeit oder Ausbildung bzw. Ausbildungsvorbereitung. Um die Deutschkenntnisse substantiell zu verbessern, reichte die Dauer der Kurse nicht aus.

Das Netzwerk für Integration der Landeshauptstadt hat nun Integrationskurse mit diesen Bausteinen als arbeitsmarktbezogene flankierende Maßnahmen konzeptionell verbunden, sie zeitlich ausgebaut (z.B. die Betriebspraktika) und durch Teilqualifikationen angereichert. 30 Migranten zwischen 18 und 40 Jahren nehmen daran 15 Monate teil. Ziel ist der Übergang in Ausbildung, Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit.

Das „EVP“ soll bei Erfolg ein dauerhaftes Integrationsangebot der Landeshauptstadt werden, finanziert aus Mitteln des BAMF, des Trägers der Grundsicherung (ARGE), der Kommune und des Landes Thüringen.

ELISA-Tandem hat unterschiedliche Partner des Erfurter Netzwerks für Integration verbindlich zu einem arbeitsmarktbezogenen Vorhaben zusammengeführt. Die hohe Priorität, die die Kommune dem Projekt von Anfang an eingeräumt hat, war Voraussetzung für die entwickelten Perspektiven. Die Zielgruppe trifft den Bedarf einer ostdeutschen Stadt mit relativ wenigen Migranten und ohne langfristige Integrationsversäumnisse. Das Verbundprojekt ist deshalb ein zukunftsweisendes Modell, zumal die gemeinsame Kursteilnahme von Jugendlichen und Erwachsenen sich bei ELISA als besonders wirksam erwiesen hat.
 

Kontakt

Beate Tröster