BruderhausDIAKONIE, Jugendmigrationsdienst Nürtingen
01.05.2006 - 31.07.2008
Im Mittelpunkt des Projekts stand der über zwei Jahre begleitete Übergang junger Spätaussiedler von der Schule in den Beruf und der Aufbau von tragfähigen Strukturen. Insgesamt wurden 175 Schüler der Abgangsklassen dreier Haupt- bzw. Werkrealschulen aus Nürtingen, Kirchheim und Wendlingen in ihrer Berufsreife gestärkt. Dazu gehörten soziale Trainingskurse, Bewerbungstrainings und die Vermittlung in Praktika. Die Angebote fanden in Kursform statt, in die z. T. im Rahmen des Ganztagsbetriebes ganze Schulklassen integriert wurden. Ein besonderes Augenmerk galt der Erweiterung des Berufswahlspektrums junger Spätaussiedler. Die Arbeit in den Schulen fand in enger Abstimmung mit anderen Akteuren (Wirtschaftsjunioren, Agentur für Arbeit etc.) statt.
Ehrenamtliche Mentoren, die durch intensive Schulungen auf ihre Aufgaben vorbereitet wurden, übernahmen die individuelle Begleitung der jungen Spätaussiedler. Hinzu kamen Beratung, Elternabende in den Übergangswohnheimen, Begegnungen mit erfolgreichen Absolventen von Ausbildungen und die Unterstützung der ausbildenden Unternehmen. Trainingsmaßnahmen an den Schulen und erlebnispädagogische Angebote ergänzten das Vorhaben.
Es ist gelungen, ein effektives lokales Netzwerk Übergangsmanagement mit Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kommune sowie freier und öffentlicher Träger aufzubauen. Durch den Impuls des Jugendmigrationsdienstes mit LISA wurden neue Strukturen der Zusammenarbeit mit den Jugendagenturen und der Arge geschaffen. Elemente der vertieften Berufsorientierung werden in das Förderprogramm der Jugendagenturen im Landkreis mit aufgenommen.