Pressemeldungen 2013
Pressemitteilung

Baupläne für das erste deutsche United World College vorgestellt

  • Substanz und Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Kartause bleiben erhalten
  • Neubauten gemäß Freiburger Standards für energetisches Bauen

Stuttgart/Freiburg, 26. März - Die Robert Bosch Stiftung und die Stadt Freiburg haben heute die detaillierten Baupläne für das erste deutsche United World College vorgestellt. Auf dem Gelände des ehemaligen Kartäuserklosters in Freiburg entsteht durch Um- und Neubauten bis zum Herbst 2014 das internationale Oberstufeninternat UWC Robert Bosch College. Die Robert Bosch Stiftung und das Unternehmen Robert Bosch GmbH stellen für die Gründung der Schule 40 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt wird das UWC Robert Bosch College u.a. von der Stadt Freiburg und dem Land Baden-Württemberg.

Im Februar hat die Stadt Freiburg als Baurechtsbehörde die letzte noch ausstehende Baugenehmigung für den 3. Bauabschnitt erteilt. Die Bauarbeiten für das Auditoriums- und Mensagebäude sowie für das Schüler- und Lehrerdorf haben inzwischen begonnen. Die zweihundert Schüler und ihre Lehrer werden in zwölf würfelförmigen Neubauten auf dem Gelände leben. Im Hauptgebäude der Kartause werden die Unterrichts- und Verwaltungsräume des UWC Robert Bosch College untergebracht sein.

Als Kulturdenkmal von besonderer und überregionaler Bedeutung ist das frühere Kartäuserkloster ins Denkmalbuch des Landes eingetragen. Die Substanz und das Erscheinungsbild der Kartause bleiben durch die neue Nutzung dauerhaft erhalten. Alle Baumaßnahmen in der historischen Anlage werden mit dem Landesamt für Denkmalschutz und der städtischen Denkmalpflege abgestimmt. Berücksichtigt wurden auch die bei Vorarbeiten entdeckten archäologischen Funde auf dem Gelände. Die Pläne für das Auditorium wurden angepasst. Begleitend zu den Bauarbeiten sichern und dokumentieren Archäologen und Denkmalpfleger kontinuierlich die historischen Funde.

Sämtliche Neubauten entsprechen dem Freiburger Standard für energetisches Bauen; die bestehenden Gebäude werden maßvoll energetisch angepasst. Ein Blockheizkraftwerk wird Wärme für das Schüler- und Lehrerdorf erzeugen, die über ein Nahwärmenetz in das Heizungssystem gelangt. Energie aus einer Photovoltaikanlage und dem Blockheizkraftwerk wird den Strombedarf der Wohnhäuser decken. Den Energie- und Wasserverbrauch für jedes Haus werden die Schüler über ein eigenes Monitoringsystem ablesen können. Die Grundsteinlegung für die Neubauten ist für Anfang Juli geplant.

Kontakt

Julia Rommel
Telefon 0711 46084-750