Grenzgänger

Pawel Kocambasi:

Pawel Kocambasi ist in Warschau geboren und in Deutschland, Ludwigsburg, aufgewachsen. Er studiert Germanistik und Slavistik an der Universität Heidelberg und Spielfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Kurzfilme: „Schlagzeuger“ (1996), „Śmierć“ (1997), „Stille Nacht“ (1998), „Zwei“ (1999), Hofer Filmtage, Camerimage; Langfilme: „Der Rattenkönig“ (2003), Caligari Preis für das beste Drehbuch, Cologne Conference, nominiert zum Deutschen Fernsehpreis, „Tiger“ (2006), Filmfest München, Biberacher Filmfestspiele - bester Dokumentarfilm, Schnitt von: „Fritz Bauer - Tod auf Raten“ (2010) Prädikat: „besonders wertvoll“, Panorama-Sektion der Berlinale 2010
THEATRE WITHOUT AUDIENCE
You are a part of the meaning which is now created!

ATW überlebt Hitlers und Stalins Gräuel nur knapp. 1966 emigriert der polnische Autor und Theaterkritiker in die USA. Beeinflusst von einer Idee Brechts aus den 20ern erforscht und entwickelt er eine neue Theaterform, die bis dahin nicht zur Anwendung kam: das „Theater ohne Publikum“.

1982 gründet Andrzej T. Wirth die legendäre „Gießener Schule“: das Institut für „ATW - Angewandte Theater-Wissenschaften“.

Ein Film mit/über ATW.

Buch: ATW
Dramaturg: Carolin Mader

unter Verwendung der Stücke: „Fatzer“ und „Die Maßnahme“ von Bertolt Brecht
Regie: Andrzej Wirth sowie „Jackson Pollesch“
Buch und Regie: René Pollesch

Sprachen: Deutsch, Polnisch, Ukrainisch, Englisch

Regie, Kamera, Schnitt: Pawel Kocambasi
Produzent: Tom Streuber
Produktionsfirma: Knudsen & Streuber Medienmanufaktur GmbH

mit Unterstützung der DEFA-Stiftung, Robert Bosch Stiftung,
Literarisches Colloquium Berlin, Adam Mickiewicz Institut NYC,
Martin E. Segal Center NYC

Zuschauerreaktion

"Die komplexe Struktur dieser Matrix dieses Post-Post-dramatischen Doku-Dramas gab jedem Zuschauer das Gefühl, Teil der surrealen, traumartigen Landschaft von Andrzej Wirths einzigartiger Psyche zu sein. Mit Pawel als Neuro-Tourführer, der uns die Bruchstücke seiner archäologischen Entdeckungen verlorener Welten zeigt. Fragmente, Spuren, Palimpseste, Träume eines Traums, der von einem Träumer geträumt wird, Teile, die wir nutzen können, um uns eine eigene Bedeutung in unseren Köpfen zusammenzusetzen.
Die Bandbreite ist beeindruckend - sowohl geographisch als auch historisch, mit Filmmaterial aus Polen, Berlin, Florida, New York. Und es etabliert Andrzej als einen weltweit bedeutenden Homme de Théâtre in der Tradition eines Isaiah Berlin." Dr. Frank Hentschker, Martin E. Segal Theatre Center".

“Andrzej Wirth has achieved one of the most difficult things:
He created Andrzej Wirth.” Jan Kott

Die Recherche zum Film fand in Deutschland, Polen, der Ukraine, und den USA statt. Die Recherche-Reisen mit Andrzej T. Wirth wurden in die Dreharbeiten zu „Theatre Without Audience“ integriert. Sie umfassten unter anderem Orte und Ereignisse wie das 30. Jubiläum der „Angewandten Theaterwissenschaften“ in Gießen, ATWs Leben in Berlin/in Deutschland, die Suche nach den Spuren von Andrzejs Geburtshaus in der Westukraine, das als Beispiel des Klassenhasses zerstört wurde; das Klassentreffen des Untergrundgymnasiums „Batory“ in Warschau, Robert Wilsons Watermill Center in den USA, Vorträge und Leben in New York und Florida.