Das Lektorenprogramm in Asien

2000 - Regionalkoordinatoren treten in Erscheinung

Im Jahr 2000, als fast 100 Lektoren gleichzeitig im Einsatz sind, erhält Ulrike Daniel als Leiterin des Lektorenprogramms am OEZ den Auftrag, über die Konzeption regionaler Koordinationsstellen nachzudenken.
Bis heute nehmen die Regionalkoordinatoren im Programmgeschehen eine zentrale Rolle ein. Sie sind Bindeglieder zwischen der Programmkoordination, den anderen Lektoren und Kulturmittlern im Gastland. Ihre Aufgabe ist es, die Lektoren und ihre Projektarbeit zu vernetzen sowie als Multiplikatoren für das Lektorenprogramm und andere Projekte oder
Initiativen der Stiftung und ihrer Partner zu fungieren.
Von außen betrachtet mag es seltsam wirken, dass auch in Ländern mit nur einem Lektorat heute eine Regionalkoordination existiert. Es hat sich jedoch herumgesprochen, dass unter der Mailadresse ländername@boschlektoren.de immer ein auskunftsfreudiger „Reko“ zu erreichen ist.
Die Regionalkoordination ist in der Regel in der Hauptstadt des Landes angesiedelt. Gerade den Koordinatoren in den großen Ländern (China, Russland, Ukraine) kommen in der Vernetzung besondere Aufgaben zu. „Reko“ zu sein ist allerdings nicht nur eine Einbahnstraße, sondern bietet ein breites Feld für Erfahrungen.

„Ich finde es unglaublich spannend, Einblicke zu bekommen in die Tätigkeitsfelder der internationalen Akteure und die Lehrstühle anderer Unis kennen zu lernen. Dabei lerne ich, mich und meine Tätigkeiten vorzustellen.“ (Judith Paral, Bischkek/Kirgisistan 2012)

„Es ist gut, die andere Lektorate in der Region im Blick zu behalten, weil es den Blick auf das Lektorenprogramm als Ganzes schärft.“ (Stefanie Dufaux, Almaty/Kasachstan 2012)

„Es ist auch der direkte Kontakt zu den Kulturmittlern und zentralen Stellen vor Ort. Aus einem dieser Kontakte ist die Chinaausgabe der Zeitschrift Vitamin de entstanden, die es heute breits als Ausgabe für gesamt Ostasien gibt.“ (Katja Pessl, Peking/China 2010)