Das Lektorenprogramm in Asien

2010 - Fortbildung für Tandemlektoren in Schlüsselkompetenzen

In der heutigen Arbeitswelt sind nicht nur Fachkenntnisse von Bedeutung, sondern vor allem auch überfachliche Schlüsselkompetenzen. Sie dienen der Erschließung und Nutzung wechselnden Spezialwissens und stellen berufs- und funktionsübergreifende Qualifikationen dar. Die Tandemlektoren haben im Rahmen ihres Fortbildungsprogramms die Möglichkeit, sich mit zwei wesentlichen Schlüsselkompetenzen zu beschäftigen: 1) Kommunikationskompetenz und 2) Rhetorik und Präsentation (jeweils einjährig). Das Fortbildungsprogramm wird vom Zentrum für Schlüsselkompetenzen (ZSK) der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg durchgeführt.
Ziel des Fortbildungsprogramms ist die berufliche Weiterqualifizierung der Tandemlektoren in der jeweiligen Schlüsselkompetenz. Dabei sollen die Tandemlektoren in der Anwendung dieser Kompetenz geschult werden und, bei Interesse, in einer zweiten Stufe auch in der Vermittlung dieser Kompetenz, damit sie als Multiplikatoren das Gelernte an Studierende sowie Kolleginnen und Kollegen weitergeben können. Besonders spannend ist die mit der zweiten Stufe verbundene praktische und begleitete Umsetzung des Gelernten in eigenen Seminaren an den Heimathochschulen der Tandems.

In dieser prozessorientierten Fortbildung des Tandemlektoren-Programms findet wechselseitiges Lernen aller Beteiligten auf inhaltlicher und kultureller Ebene statt. Unterschiedliche west- und osteuropäische, zentralasiatische sowie chinesische Vorstellungen von gelungener zwischenmenschlicher Kommunikation und Lehre geben dem Programm die interkulturelle Würze.

Es herrscht ein offenes Klima gegenseitigen Lernens, wobei das Verständnis für die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswirklichkeiten der Teilnehmenden gefördert wird. Und so wird Wechselseitigkeit spürbar: Die Tandemlektoren festigen ihre Rolle im Lektorenprogramm ganz im Sinne der Völkerverständigung, die Dozenten der Universität Hamburg Antariya Kaeding und Christian Gerhard lassen ihre Erfahrungen aus den Seminaren und ihren Besuchen an den Heimatuniversitäten organisch in die Entwicklung der Module einfließen, und die Impulse von und für die Koordinatoren des OEZ erhalten eine weitere Perspektive.