Pressemeldungen 2013
Pressemitteilung

29. Adelbert-von-Chamisso-Preis in München an Marjana Gaponenko verliehen

  • Förderpreise für Matthias Nawrat und Anila Wilms

München, 28. Februar 2013 - Die in Odessa (Ukraine) geborene Schriftstellerin Marjana Gaponenko ist heute mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013 der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Marjana Gaponenko wurde für ihren Roman "Wer ist Martha?" geehrt, mit dem sie einen "neuen, aufregenden Ton" in die deutschsprachige Gegenwartsprosa gebracht habe, so die Jury. Der aus Opole/ Oppeln (Polen) stammende Matthias Nawrat und die in Tirana (Albanien) geborene Anila Wilms erhielten Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro. Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung herausragende Beiträge zur deutschsprachigen Literatur von Autoren, deren Werk von einem Sprach- oder Kulturwechsel geprägt ist. Der Preis ist damit der einzige seiner Art in Deutschland und wird seit 1985 verliehen. Die Auszeichnungen wurden am Abend bei einem Festakt mit rund 500 geladenen Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz verliehen.

"Die Chamisso-Autoren schaffen mit ihren literarischen Werken ein tieferes Verständnis für andere Kulturen", sagte Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Durch ihre persönliche Geschichte haben unsere Preisträger einen besonderen, oft einzigartigen Zugang zur deutschen Sprache und gehen anders mit ihr um. Damit bereichern sie die deutschsprachige Literatur."

In seiner Laudatio auf Marjana Gaponenko nannte Wolfgang Herles ihren Roman "Wer ist Martha?" eine "herausragende literarische Leistung": "Mit sprachlicher Pracht und barocker Opulenz" werde "hoch vergnüglich und geistreich von Europa und vom Leben erzählt".

Über Matthias Nawrats Roman "Wir zwei allein" befand Feridun Zaimoglu - Schriftsteller und Chamisso-Preisträger 2005: "Der herrliche Erzähler Matthias Nawrat hat uns eingewickelt, im besten dichterischen Sinne."

Und Tilman Spengler betonte in seiner Laudatio auf Anila Wilms und ihren Roman "Das albanische Öl oder Tod auf der Straße des Nordens": "Anila Wilms breitet in einer wunderbar leichten, unaufgeregten Sprache einen Teppich von Motiven vor uns aus, der uns mit historischer Tiefenschärfe die Muster einer aufregend fremden Kultur präsentiert."

Die Preisverleihung wurde moderiert von Ingo Zamperoni (ARD).

Medienpartner des Adelbert-von-Chamisso-Preises ist Deutschlandradio Kultur.

Am Freitag, 1. März 2013 um 20 Uhr treten die Chamisso-Preisträger im Literaturhaus München auf, lesen aus den ausgezeichneten Texten und sprechen über ihre Werke. Moderation: Hubert Spiegel (FAZ).

Kontakt

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Telefon 0711 46084-290

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Adelbert-von-Chamisso-Preis
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Pressebilder

Folgende Bilder stehen für Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis zur Verfügung. Fotonachweis: Robert Bosch Stiftung/Markus Kirchgessner