Pressemeldungen 2013
Pressemitteilung

Stiftungskampagne "Ich will Europa" endet: Initiatoren ziehen positives Fazit

  • Gute Resonanz auf Website und in sozialen Medien
  • Stiftungen unterstützen weiterhin Debatte über Europa

Essen/Stuttgart, 22. Februar 2013 - Die Stiftungskampagne "Ich will Europa" geht heute zu Ende. In ihr bekannten sich prominente und nicht-prominente Bürger in Anzeigen, TV-Spots, Kino und online zur europäischen Idee. Die Kampagne sollte den Blick in der aktuellen europakritischen Diskussion auf die Vorteile und Errungenschaften Europas für Deutschland lenken. Die Initiatoren von "Ich will Europa" ziehen ein positives Fazit. Viele Ideen und Anregungen, die auf der Website, in sozialen Medien und auf Veranstaltungen gesammelt wurden, fließen in die weitere Arbeit der Stiftungen ein.

Hinter der Kampagne standen die Engagierten Europäer, elf deutsche Stiftungen, die sich für ein starkes Europa einsetzen. Die Stiftung Mercator und die Robert Bosch Stiftung waren federführend verantwortlich. Die Schirmherrschaft übernahm Bundespräsident Joachim Gauck. Zahlreiche Medienunternehmen stellten Werbeplätze in TV, Kino, Print und online mit einem Gegenwert von rund neun Millionen Euro zur Verfügung.

Seit Beginn der Kampagne am 23. August 2012 beteiligten sich insgesamt 53 Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Kultur und Gesellschaft als Botschafter für Europa. Dazu gehörten unter anderem der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, Daimler-Chef Dieter Zetsche, der Historiker Timothy Garton Ash, Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis und Vertreter der vier größten Glaubensgemeinschaften in Deutschland ebenso wie Fußballer Philipp Lahm, aber auch ein Berliner Taxifahrer und ein Landwirt aus Bayern. Mehr als 850 Personen gaben auf der Website www.ich-will-europa.de ihr persönliches Bekenntnis zu Europa ab. Auch auf Facebook gab es lebhafte Diskussionen, rund 7.000 Kommentare wurden auf der Kampagnenseite gepostet.

"Die Kampagne fiel ebenso wie der Friedensnobelpreis für die EU in eine Zeit, in der Krisenrhetorik überwiegt", sagt Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführer der Stiftung Mercator. "Uns war es wichtig, ein positives Signal für Europa zu setzen. Prominente Botschafter haben uns ebenso wie ganz normale Bürger geschrieben und gesagt, was Europa für sie persönlich bedeutet und was sie an Europa schätzen. Damit haben wir unser Ziel erreicht."

Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, betont: "Wir haben vor allem in den sozialen Medien eine oft kontroverse Diskussion über das ‚Projekt Europa‘ erlebt. Es ist mit vielen positiven Erfahrungen, aber auch mit Fragen verbunden, insbesondere derjenigen, welches Europa wir wollen. Diese Debatte wollen wir weiterverfolgen und unterstützen."

Konkret wollen die Stiftungen insbesondere im Hinblick auf die Europawahl 2014 Dialog- und Veranstaltungsformate entwickeln, die den Austausch zwischen Experten, Kampagnenbotschaftern und Bürgern zu aktuellen Herausforderungen der europäischen Integration fördern. Bundespräsident Joachim Gauck wird als Schirmherr der Kampagne im Laufe des Jahres 2013 das Gespräch mit den Botschaftern zur Zukunft Europas fortsetzen. So hat er zum Beispiel Kampagnenbotschafter zu seiner heutigen Rede zu Europa geladen.

Auch im europäischen Ausland stieß die Kampagne auf Resonanz: Neben zahlreichen Medienberichten gibt es in anderen Ländern Pläne für nationale Adaptionen. In Frankreich hat die Robert Schuman-Stiftung in Kooperation mit bürgerschaftlichen Initiativen im Januar 2013 ein ähnliches Projekt unter dem Namen "Je veux l’Europe" gestartet.

Ideen-, Projekt- und Umsetzungspartner der Kampagne war die Berliner Agentur Blumberry. Die Website www.ich-will-europa.de und die Seiten in den sozialen Medien stehen auch nach Ende der Kampagne als Informationsplattformen zur Verfügung, jedoch ohne interaktive Komponenten.


Über die Initiative Engagierte Europäer
Die Engagierten Europäer sind eine Stiftungsinitiative für ein starkes Europa. Die beteiligten Stiftungen setzen sich einzeln und gemeinsam mit einer Vielzahl von Projekten für die Vertiefung der europäischen Integration ein. Derzeit sind elf Stiftungen beteiligt: Allianz Kulturstiftung, Bertelsmann Stiftung, BMW Stiftung Herbert Quandt, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Schering Stiftung, Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, Stiftung Genshagen, Stiftung Mercator, VolkswagenStiftung, Stiftung Zukunft Berlin.

Über die Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung.

Über die Robert Bosch Stiftung
Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.

Die Medienpartner:
Durch die Unterstützung deutscher Medienpartner gewann die Kampagne an Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.
Adstream, Alois Erdl Verlag, Ammersee Kurier Verlags GmbH, Anixe HD Television, Axel Springer Verlag, Badisches Tagblatt, B. Boll Verlag des Solinger Tageblattes, Boyens Zeitung, Bühring und Weisner Verlagsgesellschaft, Coburger Tageblatt Verlag & Medien, Der neue Tag - Oberpfälzischer Kurier Druck- und Verlagshaus, Deutsche Bahn mobil, Deutsche Welle, Die ABENDZEITUNG, Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, EU-Infothek, Frankfurter Allgemeine Zeitung Verlag, Google Deutschland, Gruner + Jahr, Helios Media, islam.de, ITV Media Group, Mediengruppe Offenbach-Post, N24, Oldenburgische Volkszeitung Druckerei und Verlag, Olympia Verlag, Ostfriesischer Kurier, ProSiebenSat.1, RTL Mediengruppe, RTL 2, Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei, sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Sky Deutschland, Spiegel Verlag, Spreezeitung, Sugarhigh, Süddeutscher Verlag, Südkurier, TAZ, Tele 5 TM-TV, Turner Broadcasting System Deutschland, Unister Media, Unternehmen Medien, Verlagsgruppe Hof Coburg Suhl, Weischer Mediengruppe, Wilhelm Bing Druckerei und Verlag, Winsener Anzeiger Ravens & Maack sowie Zeitverlag Gerd Bucerius.

Weitere Informationen

Kontakt

Julia Rommel
Telefon 0711 46084-750