Pressemeldungen 2013
Pressemitteilung

Erstmals Filmförderpreis an deutsch-arabische Filmteams vergeben

  • Robert Bosch Stiftung fördert Filmprojekte mit 180.000 Euro
  • Preisverleihung auf der Eröffnungsgala des Berlinale Talent Campus

Stuttgart/Berlin, 9. Februar 2013 - Zum ersten Mal hat die Robert Bosch Stiftung am Samstag den Filmförderpreis für internationale Zusammenarbeit an Nachwuchsfilmemacher aus Deutschland und der Arabischen Welt vergeben. Die mit insgesamt 180.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde auf der Eröffnungsgala des Berlinale Talent Campus verliehen. Bewerben konnten sich Teams aus deutschen und arabischen Filmemachern in den Sparten Kurzspielfilm, Animation und Dokumentarfilm. Von den 45 Einreichungen aus Ägypten, Jordanien, Libanon, Kuwait, Marokko, den Palästinensischen Autonomiegebieten und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden zehn vorab nominiert. Die nominierten Teams präsentierten in einem ganztägigen Pitch der internationalen Jury ihre Projektideen. Die Jury, bestehend aus Vincenzo Bugno, Johannes Ebert, Hania Mroué, Roman Paul und Rasha Salti, kürte anschließend drei Preisträger.

Gewinner in der Kategorie Kurzspielfilm ist das deutsch-libanesische Filmvorhaben "Free Range" des Regisseurs Bassem Breish und des Produzenten Jacques Colman. In ihrer absurd-humorvollen Geschichte von drei ausgebüxten Kühen, die beim Grasen die Grenze zwischen Israel und dem Libanon überqueren, erzählten sie einfühlsam und intelligent die Tragödie von Grenzen und Landminen, so die Jury.

In der Kategorie Dokumentarfilm wurden zwei Projekte ausgezeichnet.
Den deutsch-marokkanischen Dokumentarfilm "A Place Under The Sun" des Regisseurs Karim Aitouna und des Produzenten Carsten Böhnke lobte die Jury für seinen starken dokumentarischen Ansatz. Der Regisseur öffnet die zunächst intime Perspektive auf seinen Vater hin zum größeren sozialen Kampf der Straßenverkäufer in Tetouan und in der Arabischen Welt.

Die zweite Auszeichnung gewann das deutsch-ägyptisch-palästinensische Dokumentarfilmprojekt "Three Mile Riders" des Regisseurs Philip Gnadt und der Produzenten Michael Dupke und Stephanie Yamine. Die Jury überzeugte die inspirierende Kraft und die Originalität, mit der das Filmteam die Leidenschaft von Surfern und Breakdancern im Gaza verfolgen will.

Der Filmförderpreis gibt jungen Filmemachern die Chance, die künstlerische Arbeitsweise und Stilrichtungen in einer anderen Kultur kennenzulernen: Sie produzieren ihren Film sowohl in Deutschland als auch im Partnerland. Je zwei Mitglieder der Gewinnerteams werden außerdem im darauffolgenden Jahr als Gäste zum Berlinale Talent Campus eingeladen, dem wichtigsten Treffpunkt für Nachwuchsfilmemacher aus aller Welt.

Partner des neuen Filmförderpreises sind bedeutende Filminstitutionen aus den Ländern der Arabischen Liga wie die Royal Film Commission in Amman, das Dubai International Film Festival und der Arab Fund for Arts and Culture in Beirut sowie die Goethe-Institute der Region. 

Kontakt

Julia Rommel
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