Pressemeldungen 2012
Pressemitteilung

Ressourcenschonende Baustoffe und Bauteile im Blick

Uni Stuttgart beruft Dirk A. Schwede auf Robert Bosch Juniorprofessur für Nachhaltiges Bauen

Stuttgart, 17. Dezember 2012 - Die Kanzlerin der Universität Stuttgart, Dr. Bettina Buhlmann, hat am 14. Dezember 2012 den Bauingenieur Dr. Dirk A. Schwede, zum Juniorprofessor für Nachhaltiges Bauen ernannt. Der international anerkannte Experte tritt damit eine am Institut für Leichtbau Konstruieren und Entwerfen (ILEK) der Uni Stuttgart neu geschaffene Stelle an, die von der Robert Bosch Stiftung gefördert wird. Die Juniorprofessur wird den Forschungsschwerpunkt „Gestaltung und Technologie nachhaltiger Lebensräume“ an der Universität Stuttgart stärken sowie zur Erforschung nachhaltiger Entwurfs- und Konstruktionsweisen am ILEK beitragen.

Die Stiftungsprofessur soll insbesondere visionäre interdisziplinäre Forschungsansätze zur Entwicklung nachhaltiger Baumaterialien verfolgen. „Wir wollen Baustoffe und Bauteile so konzipieren, dass, beispielsweise unter Ausnutzung von Wachstums-, Selbstverstärkungs- und Selbstheilungsprozessen, hocheffiziente und gleichzeitig ideal nachhaltige Konstruktionen möglich werden“, so der Leiter des ILEK, Prof. Werner Sobek. Während die Möglichkeiten der Energieeinsparung an Gebäuden in der Nutzungsphase heute intensiv erforscht werden, bleiben der Energie- und Ressourcenverbrauch für die Herstellung von Baustoffen, Bauteilen und Gebäuden, für deren Um- und Abbau sowie das Abfallaufkommen bisher weitgehend unberücksichtigt.

Dr. Dirk A. Schwede, 1972 in Kiel geboren, war bis zu seiner Ernennung zum Juniorprofessor an der Universität Stuttgart Geschäftsführer eines Planungsbüros für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen in Shanghai, wo er auch als Gastprofessor an der Tongji-Universität wirkte. Schwede hat an der Universität Stuttgart Bauingenieurwesen studiert und an der University of Sydney promoviert.

Gebäude- und Fassadenkonzepte für tropische Klimata
„Ein Teil der Forschung wird sich damit beschäftigen, die Ansätze nachhaltigen Bauens im Ausland, insbesondere in Asien mit seiner hohen Bautätigkeit und sich stark ändernden Nutzeranforderungen, relevant und wirksam zu machen“, umreißt Schwede seine Ziele für die Juniorprofessur. „Zum Beispiel sollen leichte nachhaltige Konstruktionen, wie sie am ILEK entwickelt werden, in funktionalen und ressourceneffizienten Gebäude- und Fassadenkonzepten für das tropische Klima umgesetzt werden.“

Die Juniorprofessur Nachhaltiges Bauen ist auf fünf Jahre angelegt und mit einem Budget von knapp einer Million Euro ausgestattet. Die hierfür bereit gestellten Gelder fließen in erster Linie in den Aufbau der Forschergruppe. Die Universität Stuttgart und das ILEK stellen zur Unterstützung der Forschung etwa 10 Prozent an Eigenmitteln, der Rest wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. "Viele natürliche Ressourcen auf der Erde werden knapp, weshalb neue Formen der nachhaltigen Nutzung immer wichtiger werden. Mit der Juniorprofessur Nachhaltiges Bauen wollen wir die Forschung in diesem zunehmend bedeutsamen Gebiet stärken“, sagt Dr. Ingrid Wünning Tschol, Direktorin des Programmbereichs „Gesundheit und Wissenschaft“ der Robert Bosch Stiftung.

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Julia Rommel
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