Denkwerk

Internationalisierung vor Ort nach 1945. Menschen und Schauplätze

Koordinatoren: Prof. Dr. Ferdinand Kramer, Dr. Claudia Friemberger, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Bayerische Geschichte, Claudia Schemmer, Reiffenstuel-Realschule Traunstein

Die europäischen und internationalen Bezüge prägten und prägen die Geschichte Bayerns nach 1945 und sie veränderten die Lebenswelten der Menschen vor Ort. Das schulartübergreifend angelegte Projekt konkretisiert diese transnationalen Verflechtungen vor Ort und nimmt unter diesem Aspekt Menschen und Schauplätze in den Blick. 

Seit September 2012 bearbeiten die teilnehmenden Schülergruppen unterschiedliche Einzelthemen, wie beispielsweise die Internationalisierung durch Sport und Tourismus oder die Internationalisierung des Konsums in Traunstein nach 1945. Die 10. Klasse des Gymnasiums begibt sich auf die historische Spurensuche nach den Lebenswegen türkischer „Gastarbeiter“ und die 11. Klasse der Fachoberschule recherchiert zur Zuwanderung in die Region Traunstein nach 1989/90.

Im Rahmen des Projekts lernen die Schüler das Archiv als historischen Lernort kennen, arbeiten bereits selbstständig mit Quellenbeständen und können diese teilweise auch digitalisieren, sodass in der Schule und zu Hause damit weitergearbeitet werden kann. Neben der klassischen historischen Quellenforschung beschäftigen sich die Schüler mit Methoden der Oral History und mit Ansätzen der Landes-, Regional-, Gesellschafts- und neuen Kulturgeschichte, der Beziehungs- und Netzwerkanalyse sowie der Biografieforschung, die für die jugendliche Zielgruppe viele Chancen bietet. Präsentiert werden die Ergebnisse der Projektarbeit in Form zweier Ausstellungen in Ruhpolding und Traunstein, die Deggendorfer Gruppe dreht einen Film. Außerdem erarbeiten alle Klassen gemeinsam einen Quellenband und einen Info-Flyer zum Thema Internationalisierung in Bayern nach 1945.