Grenzgänger

Andreas Stichmann:

Andreas Stichmann, 1983 in Bonn geboren, lebt in Hamburg. Studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er verbrachte längere Zeit in Südafrika und reiste durch den Iran. 2008 erschien sein Erzählungsband Jackie in Silber, für den er vielfach ausgezeichnet wurde - unter anderem mit dem Clemens-Brentano-Preis und dem Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin. Er erhielt den Kranichsteiner Literaturförderpreis, zuletzt den Hamburger Förderpreis für Literatur 2010. Das große Leuchten ist sein erster Roman; er wurde 2012 für den Bachmannpreis nominiert.
Das große LEUCHTEN

Sie führt aus der deutschen Provinz in den Iran und weiter ans Kaspische Meer: die Suche nach Ana - Ana, der Tankstellenräuberin, Ana, deren persischer Vater nie so recht hat Fuß fassen können im deutschen Exil. Es ist ein weiter Weg, kreuz und quer durch die Wüste, voller komischer und rätselhafter Prüfungen, die Rupert zu bestehen hat - und mit ihm sein schizophrener Freund Robert, der am liebsten Vögel beobachtet, der die Welt nicht versteht und stattdessen das Schachspiel neu erfindet.

Andreas Stichmann erzählt von der Liebe, von Sex, Abenteuer und parallelen Dimensionen: "Das große Leuchten" ist der Roman einer ausgedehnten Reise, abgründig und empfindungsstark, voll von Figuren, die niemals blinzeln, sondern "brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen" (Jack Kerouac).

"Andreas Stichmann hat einen gelegentlich spätpubertär brodelnden, aber bei allen Wendungen stets hochkontrollierten und durch die Schönheit seiner Sätze bestechenden Roman geschrieben. Und man stellt fest: Andreas Stichmann hat sowohl realistische Beschreibungen als auch das wilde Schreiben drauf." Dirk Knipphals, Deutschlandradio Kultur, 4.09.2012

Das große Leuchten
Roman
Rowohlt
Hardcover, 240 S.
Erscheint: 07.09.2012
19,95 €
ISBN: 978-3-498-06390-0

Weitere Informationen

Bilder

Die Recherchereise führte Andreas Stichmann 2009 und 2010 nach Tschechien und Slowenien. Ziel war es, die Reise der Protagonisten möglichst nachzuempfinden. Andreas Stichmann war mit einem Reisegefährten unterwegs, ihren Lebensunterhalt besserten die beiden mit Straßenmusik auf und knüpften nicht zuletzt beim Couch-Surfing zahlreiche Kontakte vor Ort.

Diese Grenzgänger-Recherche ist wohl aus Straffungsgründen ganz aus dem Roman weggefallen, da Rupert und Robert ihre Reise in den Iran mit dem Flugzeug antreten.