Wissenschafts-Journalismus heute

Tauchgänge in die Wissenschaft - Journalistenkolleg

Demenz, Schweinegrippe, Gentechnik - diese Themen machen Schlagzeilen. Sie haben gesellschaftliche Relevanz und werden zunehmend in den Politik- oder Wirtschaftsnachrichten behandelt. Dieser Trend hat sich auch aufgrund schrumpfender Wissenschaftsressorts in den letzten Jahren verstärkt.

Um weiterhin eine hohe Qualität der Berichterstattung über Wissenschaft zu gewährleisten, wappnen die Robert Bosch Stiftung und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina Redaktionen mit einem exklusiven Programm: Das Journalistenkolleg „Tauchgänge in die Wissenschaft“ richtet sich an nicht auf Wissenschaft spezialisierte, erfahrene Journalisten aller Medien, die sich möglichst effektiv zu wissenschaftlichen Hintergründen fortbilden möchten.

In der Weiterbildungsreihe erhalten 15 Journalisten Wissen und Handwerkszeug aus erster Hand. Unter dem Motto "Eintauchen und tiefer gehen" treffen sie in einem sorgfältig abgestimmten Programm auf ausgewählte, international anerkannte Wissenschaftler und erfahrene Wissenschaftsjournalisten, knüpfen ihr individuelles Netzwerk zu den wichtigsten Experten des jeweiligen Themas und zu renommierten wissenschaftlichen Institutionen. Zudem erhalten sie Einführungen in spezielle wissenschaftsjournalistische Recherchemöglichkeiten. Davon sollen auch die Redaktionen der Teilnehmer profitieren und so ihre Berichterstattung zu wissenschaftlichen Themen schärfen.

Die Förderung umfasst neben vier attraktiven Seminarveranstaltungen (à zwei bis drei Tage) einen Zuschuss in Höhe von bis zu 3.000 € für individuelle Recherchereisen.

Thema 2016 - 2018

Daten - Rohstoff der Zukunft?

Der fünfte Kollegzyklus widmet sich dem aktuellen Stand der Forschung zu Big Data und Digitalisierung.

Das Datenvolumen verdoppelt sich weltweit alle zwei Jahre. Was bedeutet diese Wissensexplosion? Wie vollzieht sich der Wandel zur Informationsgesellschaft? Das enorme Potenzial der Digitalisierung zeigt sich in der Modellierung von Klimaveränderungen, in der Genomsequenzierung in der Medizin oder in der Visualisierung heterogener Datenmengen. Zugleich werden mittels Big Data neue Technologien, Produktionssysteme und Arbeitsprozesse entwickelt. All dies erfordert Speicher-, Rechen- und Analysekapazitäten ebenso wie Regularien und Gesetze zum Umgang mit Daten in einer vernetzten Welt. Wie verändert die digitale Revolution unseren Lebens- und Berufsalltag?

Folgende weitere Themenzyklen haben bereits stattgefunden:

2015-2017
Infektionskrankheiten - woran Biomedizin forscht und was sie leistet

2014-2016
Zwischen Hightech und Tradition – was moderne Landwirtschaft leisten muss

2013-2015
Antworten auf den Klimawandel. Forschung für eine nachhaltige Entwicklung

2012-2014
Der Patient der Zukunft. Wie Gentechnik und Alternsforschung die Medizin verändern
 

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Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, gegründet 1652, ist Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften.

Caroline Wichmann
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Telefon 0711 46084-330